Kulturelle
Angebote

Veranstaltungen

Herbsthäuser Radmarathon

30. Herbsthäuser Radmarathon
Morgen 06:00 - 06:00 Uhr

Morgens um 6:00 Uhr fällt der Startschuss für die große Tour am Radmarathon: Eine echte Erfolgsgeschichte ist der Herbsthäuser Radmarathon, bei dem zur Spitze bereits 943 Velo-Begeisterte am Start waren und der heuer zum 30. Mal stattfindet. Angefangen mit einer geführten Tour durch Radler des RC Dreigang sind mittlerweile mehrere ausgeschilderte Strecken mit Versorgungsstationen und Kontrollstellen Standard. Gleich geblieben ist jedoch stets das Motto der Veranstaltung: Ob Familien, Genussradler oder sportlich Ambitionierte. Menschen kommen zusammen und haben Spaß beim Radeln. „Tour 1“ ist die gemütliche Familienroute mit einer Länge von 33 Kilometer (Summe Steigungen 308 m). Anspruchsvoller ist da schon die „Tour 2“, die entlang des Jagsttales bis nach Jagsthausen führt (Länge 83 km, 767 m Steigungen). Für die ambitionierten Hobby-Radler bietet sich mit einer 159 Kilometer langen Strecke die „Tour 3“ an (Steigungen 1660 m). Auch diese Route führt nach Jagsthausen, schlägt dann aber über Öhringen und Neuenstein einen weiteren Bogen als „Tour 2“. Als ob es so geplant wäre, fällt das Radmarathon-Jubiläum mit dem 200-jährigen Jubiläum der Erfindung des Zweirads zusammen. Grund genug, am Sonntag zusätzlich eine Sonderausstellung „200 Jahre Geschichte des Fahrrads“ anzubieten. Zu sehen gibt es historische Drahtesel und eine originale Draisine. Diese Laufmaschine gilt als Urform des Fahrrads und wurde 1817 von Karl von Drais zum Patent angemeldet. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Einrichtungen

Stadtbücherei

Vielfältige Angebote für alle Bevölkerungsschichten machen die Stadtbücherei zu einer Basiseinrichtung im Bildungs- und Kulturbereich der Stadt Bad Mergentheim. Rund 65.000 Medien warten darauf, von Ihnen ausgeliehen zu werden. Gleichzeitig bietet die Stadtbücherei eine Vielzahl von Dienstleistungen für Sie an.

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Literatur

Zsuzsa Bánk, 2016 (Foto: Gaby Gerster)

Literatur im Schloss: Zsuzsa Bánk
07.09.2017 19:30 - 21:00 Uhr

Zsuzsa Bánk liest aus ihrem neuen Roman „Schlafen werden wir später“ Moderation: Wiebke Porombka Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit über Annette von Droste-Hülshoff weiter zu kommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit: mit dem Mann, der sie verlassen hat, mit einer Krankheit, die sie überwunden geglaubt hat, mit ihrem Vater, der so jung gestorben ist. Jetzt, mit Anfang 40, liegt die Mitte des Lebens hinter ihnen, sind Lebensweichen gestellt, wichtige Entscheidungen getroffen, ist ein Richtungswechsel nicht mehr so leicht vorgesehen. Aber soll das alles gewesen sein? Márta und Johanna schreiben einander E-Mails von großer Tiefe, Offenheit und Emotionalität. Zuszsa Bánks neuer Roman ist eine Feier der Freundschaft und des Lebens. Und eine Neuinterpretation des empfindsamen Briefromans fürs 21. Jahrhundert. Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman „Der Schwimmer“ wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung „Unter Hunden“ aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschien ihr Roman „Die hellen Tage“. Moderiert wird der Abend von der Berliner Literaturkritikerin und Autorin Wiebke Porombka.

Ingo Schulze, Berlin 2017 (Foto: Gaby Gerster)

Literatur im Schloss: Ingo Schulze
04.10.2017 19:30 - 21:00 Uhr

Literatur im Schloss: Lesung mit Ingo Schulze Peter Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort. Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt. „Peter Holtz. Sein glückliches Leben von ihm selbst erzählt – aufgeschrieben und für den Druck vorbereitet von Ingo Schulze“ heißt der langersehnte neue Roman eines Autors, der wie kaum ein zweiter die Literatur der Nachwendezeit geprägt hat. Ingo Schulzes Debüt „33 Augenblicke des Glücks“ (1995) wurde mit Begeisterung aufgenommen, einzelne Erzählungen wurden im New Yorker abgedruckt. „Simple Storys“ (1998) war ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Für „Neue Leben“ (2005) wurde er mit dem Joseph-Breitbach-Preis, für „Handy“ (2007) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ingo Schulze war 2007 zum ersten Mal zu Gast bei „Literatur im Schloss“, 2015 moderierte er in Bad Mergentheim die Lesung mit dem Buchpreisträger Frank Witzel. Karten an der Museumskasse und bei der Buchhandlung Moritz und Lux erhältlich.

Konzerte

Open Air Konzerte in ganz besonderer Atmosphäre

Lieder im Schloss

Unter dem Titel „Lieder im Schloss“ geben sich seit über 20 Jahren Weltstars aus den Bereichen Rock und Pop ein Stelldichein in Bad Mergentheim - in ganz besonderer Atmosphäre.

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Ausstellungen

Bogenjäger in der Steinzeit, Foto: Neanderthalmuseum Mettmann

Fleisch! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit
19.05.2017 10:30 - 17:00 Uhr

Die Jagd war über Jahrhunderttausende unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Lebens. In der von den bekannten Experimentalarchäologen Harm Paulsen und Dr. Ulrich Stodiek konzipierten Ausstellung verdeutlichen Rekonstruktionen und Modelle den technischen Erfindungsreichtum der Steinzeitmenschen. Alle ausgestellten Waffen und Geräte sind funktionsfähige und originalgetreue Nachbildungen europäischer Funde von der frühen Altsteinzeit vor etwa 300.000 Jahren bis in die späte Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren. Höhepunkt der Ausstellung sind authentische Nachbildungen von archäologischen Sensationsfunden wie die ältesten Jagdwaffen, die Schöninger Speere oder die Lehringer Lanze, mit der Neanderthaler einen Waldelefanten getötet hatten. Die Nachbauten tragen durch ihre Anschaulichkeit zum Verständnis der Jungsteinzeit bei, denn im archäologischen Befund ist meist nur wenig an Waffen und Fallen erhalten. Eine umfangreiche Zusammenstellung der wichtigsten steinzeitlichen Rohstoffe und starke Bilder komplettieren die Schau. Audiotexte, Filme und interaktive Elemente lassen die Objekte und Inszenierungen zu uns sprechen. Seit 2015 gibt es im Deutschordensmuseum die neue Abteilung „Jungsteinzeit im Taubertal“ mit dem berühmten Hockergrab von Althausen, einer anrührenden Mehrfachbestattung einer „Patchworkfamilie“. Das Taubertal weist die höchste Funddichte aus der Zeit der Schnurkeramik im gesamten süddeutschen Raum auf, gleichzeitig gibt es für den Übergang zur Bronzezeit im Taubertal bisher nur einen einzigen Metallfund; beides wird in der neuen Abteilung angemessen präsentiert. Die Sonderausstellung wiederum stellt einen wesentlichen Aspekt des damaligen Lebens – die Jagd – heraus und ergänzt die Dauerausstellung in den zwei mittelalterlichen Gewölbekellern, so dass eine Ausstellungsfläche von rund 700 m² zum Thema entsteht. Eine Ausstellung des Neanderthal-Museums in Kooperation mit Ulrich Stodiek und Harm Paulsen. Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr Montags geschlossen