Orangene Bank setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Oberbürgermeister Udo Glatthaar betonte, die Stadt leiste gerne ihren Beitrag, um das Thema im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, um zu mahnen und zu sensibilisieren. Die Kriminalstatistik weise immer noch erschreckend hohe Fallzahlen von häuslicher Gewalt, Tötungsversuchen und Femiziden auf. „Da ist es wichtig, dass auch wir als Stadt und Region im wörtlichen Sinne ‚Farbe bekennen‘ und klarmachen, dass Gewalt gegen Frauen bei uns keinen Platz hat“, sagte Udo Glatthaar.
Die Bank steht am Ende des Badwegs und direkt am Bahnübergang im Schlosspark. Hier sind nicht nur viele Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs, man wird die Bank auch aus dem Zugfenster sehr gut wahrnehmen. Eine reparaturbedürftige städtische Bank, die beliebte Sitzgelegenheit an gleicher Stelle war, wurde nun durch die Orangene Bank ersetzt. Der Bauhof unterstützte bei der Befestigung und wertete den Aufstellungsort im Rahmen der Pflegemaßnahmen durch Grünschnitt und neuen Mulch auf. An der Bank ist ein QR-Code angebracht, der den direkten Kontakt zur Beratungsstelle des Vereins ermöglicht.
Die Vorsitzende des Fördervereins im Main-Tauber-Kreis für das Frauen- und Kinderschutzhaus, Gayle Lüdtke-Beemer, erklärte: „Wir freuen uns über einen weiteren Erfolg, um ein gesellschaftliches Problem und die Arbeit des Vereins ‚Frauen helfen Frauen‘ in die Öffentlichkeit zu bringen. Nach Tauberbischofsheim und mittlerweile auch Igersheim konnte mit Unterstützung von Oberbürgermeister Udo Glatthaar nun auch in Bad Mergentheim im Badweg eine orangene Bank mit unserer Botschaft ‚Keine Gewalt gegen Frauen‘ aufgestellt werden. Hierfür bedanken wir uns bei allen Beteiligten herzlich. Über 900 Beratungskontakte, 130-mal intensive Begleit- und Unterstützungsarbeit in 2025 (bei Terminen bei Polizei, Ärzten, Ämtern, Juristen etc.) zeigen die Notwendigkeit dieses Angebotes durch die Beratungsstelle auch in Main-Tauber-Kreis.“
