Mit dem KI-Schäfer im Jubiläumsjahr Quellen neu entdecken

Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ist eine besondere Reminiszenz an die historische Figur jenes Schäfers entwickelt worden, der 1826 die Heilquellen wiederentdeckte und damit den Grundstein für 200 Jahre Kur- und Gesundheitsstadt Bad Mergentheim legte. „Der KI-Schäfer ist unser Botschafter während des gesamten Jubiläumsjahres: vom Neujahrsempfang bis hin zu Messen, Aktionen und vielen Veranstaltungen“, freut sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar. „Damit machen wir spannende Geschichte nicht nur zeitgemäß greifbar, wir setzen der historischen Persönlichkeit auch ein virtuelles Denkmal.“
Gemeinsam mit Tourismusdirektor Kersten Hahn und den Projekt-Verantwortlichen Stefanie Boßmeyer und Christine Heidinger von der Tourist Information gab der OB den Startschuss für die Tour „Quellen neu entdecken“. Die war über Monate in Kooperation mit dem baden-württembergischen Start-Up „zeigmal“ programmiert und entwickelt worden. Die gleichnamige App ermöglicht bereits eine historische Stadtführung durch Bad Mergentheim. Die neue Tour setzt nun ausgehend vom Alten Rathaus am Marktplatz auf insgesamt knapp drei Kilometern den Fokus vor allem auf das Kurgebiet.
Unterwegs ist an insgesamt 19 Stationen einiges geboten: kuriose Anekdoten, besondere Momente und historische Orte – natürlich inklusive der Heilquellen. Es gibt Bilder, Videos, O-Töne und die so genannte „Augmented Reality“, mit der das Handy die unmittelbare Umgebung in der Zeit zurückversetzt und einstige Stadtansichten wieder aufscheinen lässt. „Aus ähnlichen Projekten wissen wir, dass gerade in der ‚Augmented Reality‘ eine große Faszination liegt. Es gibt keinen besseren Weg, um eine reale Tour durch die Stadt mit digitalen Innovationen auf dem Smartphone zu verknüpfen“, sagt Kersten Hahn. „So entsteht ein beeindruckendes Gesamterlebnis und ein vielschichtiges Bild der Stadtgeschichte für Bürgerschaft und Gäste. Dabei kann man beispielsweise den Prachtbau des einstigen Kurhauses noch einmal wiederauferstehen lassen.“
Das Projekt „Quellen neu entdecken“ ist vom Tourismus-jour-fixe der Kurstadt beauftragt und von der Tourist Information mit Unterstützung des Stadtarchivs umgesetzt worden. Mit der Bereitstellung entsprechender Marketing-Mittel haben auch der Gemeinderat und weitere Gremien Rückhalt für die Vermarktung des besonderen Anlasses gegeben, um die Destination in herausfordernden Zeiten zu stärken.
Wie bei allen Projekten im Jubiläumsjahr 2026 arbeitet die Stadt besonders eng mit der Kurverwaltung zusammen – so auch bei diesem. „Gemeinsam werden wir im Jubiläumsjahr unsere Historie und die Erfolgsgeschichte als Kur- und Tourismusstadt feiern. Wir werden die große Tradition aber auch nutzen, um nach außen Aufmerksamkeit zu erzielen und unseren Gästen viele besondere Veranstaltungen anbieten“, verspricht Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Neben der Quellen-Entdeckung vor 200 Jahren wird auch der Titel „Bad“ gefeiert, den die Stadt seit 100 Jahren stolz trägt.
Um zusätzlich zum Mitmachen zu animieren, haben Stadt- und Kurverwaltung die interaktive Tour mit einem Gewinnspiel verknüpft. Der KI-Schäfer lädt alle Nutzerinnen und Nutzer – sozusagen „unterwegs“ – dazu ein. „Nach den ersten Tests können wir sagen, dass es nicht nur lehrreich ist, sondern auch jede Menge Spaß macht, mit der App, unserer neuen Tour und dem sympathischen Schäfer loszuziehen und die Bad Mergentheimer Kurgeschichte neu zu entdecken“, werben Stefanie Boßmeyer und Christine Heidinger für das neue Angebot. Dieses laufe aber selbstverständlich niemandem weg und könne auch im Frühjahr und Sommer bei schönerem Wetter noch in vollen Zügen genossen werden.
Das Bad Mergentheimer Jubiläumsjahr „200 Jahre Heilquellen“ startet offiziell mit dem Neujahrsempfang am Sonntag, 18. Januar, um 14 Uhr im Kursaal. Dort wird der KI-Schäfer ebenfalls auftreten. Die Quellen-Tour kann bereits abgerufen werden. Wer mitmacht, sollte dafür etwa eine Stunde Zeit einplanen. Die zeigmal-App kann für alle Betriebssysteme in den gängigen App-Stores kostenlos geladen werden.
