Das Erlebnis-Maislabyrinth war Bad Mergentheims „Sommerhit“

Veröffentlicht am Dienstag, 1. September 2026
Glücklich verirren, entspannt genießen: Das Erlebnis-Maislabyrinth in Bad Mergentheim war im Sommer 2026 ein Besuchermagnet und ein Publikumserfolg bei Groß und Klein. (Fotos: Linda Hener)
Glücklich verirren, entspannt genießen: Das Erlebnis-Maislabyrinth in Bad Mergentheim war im Sommer 2026 ein Besuchermagnet und ein Publikumserfolg bei Groß und Klein. (Fotos: Linda Hener)

Der erste Versuch ein Volltreffer: Das Erlebnis-Maislabyrinth in Bad Mergentheim hat am Sonntagabend, 30. August, eine erfolgreiche Saison beendet. Seit dem Start am 17. Juli kamen Tausende Besucherinnen und Besucher.

Noch während der Abbau der Außenanlagen läuft, ziehen die Beteiligten eine erste schnelle Bilanz. „Wir hatten Tausende Gäste, insgesamt eine gute fünfstellige Zahl an Menschen nur im Labyrinth – hinzu kamen noch die Besucherinnen und Besucher im Biergarten, der auch ohne Irrgarten-Ticket offenstand“, sagt Veranstalter Rudi Bauer. „Unsere Erwartungen wurden insgesamt weit übertroffen!“

Somit hatte Bad Mergentheims Tourismusdirektor Kersten Hahn als Ideengeber und Initiator den sprichwörtlichen richtigen Riecher, als er im Vorfeld Rudi Bauer als Veranstalter mit dem Markelsheimer Jakobshof Lehr für die landwirtschaftliche Feld-Betreuung zusammenbrachte und als Kooperationspartner gewann. „Die Stadt, ein heimischer Landwirtschaftsbetrieb und ein renommierter Top-Veranstalter haben hier aufs Beste zusammengearbeitet“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar anerkennend. „Das Maislabyrinth war der Sommerhit Bad Mergentheims im Jahr 2026“, bringt es der OB auf den Punkt.

Udo Glatthaar bedankt sich bei allen Köpfen hinter dem Projekt: bei Kersten Hahn für Impuls und Koordination, bei Rudi Bauer für die Betreuung und einzigartige Ausgestaltung als „Erlebnis“-Maislabyrinth sowie bei der Familie Lehr für die sorgsame Pflanzung inklusive des Hingucker-Motivs eines Schäfers mit zwei Schafen. „Bad Mergentheim hat mit dieser Gemeinschaftsleistung eindrucksvoll den Anspruch untermauert, ein führender Veranstaltungsstandort in der Region zu sein – auch mit Neuheiten und Überraschungen“, freut sich der Oberbürgermeister.

Wer waren die Gäste im Maislabyrinth? „Ausgerichtet hatten wir das Angebot sehr stark auf Familien mit Kindern – die waren auch in großer Zahl da“, sagt Rudi Bauer. Doch darüber hinaus habe es keine Generation gegeben, die sich nicht vom Irrgarten-Spaß hätte anstecken lassen. „Es kamen Teenager und junge Erwachsene genauso wie Senioren-Treffs, die mit Rollatoren das Labyrinth erkundeten“, berichtet Rudi Bauer. Zum Einzugsgebiet sagt er: „Gefühlt war jeder Bad Mergentheimer und jede Bad Mergentheimerin mal bei uns, darüber hinaus gehen wir von einem Einzugsgebiet von bis zu 100 Kilometern aus.“

Die Samstagabende als Taschenlampen-Erlebnis sowie die Horrornacht am 21. August waren sehr beliebt. Das Wetter meinte es – mit Ausnahme einiger Hitze- und ganz weniger Regentage – im Großen und Ganzen auch sehr gut mit dem Format. Der Mais wird in dieser Woche unmittelbar nach dem Ende der Abbauarbeiten geerntet.

„Die landwirtschaftliche Erzeugung stand im Vordergrund“, betont Thomas Lehr vom Jakobshof. Er freut sich darüber, dass der Mais auf dem Feld in der Au so gut gewachsen ist, dass er nun den gleichen Ertrag bringen wird, wie ein vergleichbares Feld ohne Wege-Einschnitte. „Wir waren richtig froh, dass das Projekt gut gelungen ist – und sind stolz auf den riesigen Erfolg. Da wir auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weitgehend verzichtet hatten, gab es zwar auch ein paar Disteln, aber das war eine bewusste Entscheidung im Sinne der Nachhaltigkeit.“ Ebenfalls perfekt gelungen sei die Motiv-Gestaltung mittels GPS-gestützter Aussaat. „Wir haben auch als Familie so viele positive Nachrichten und Lob bekommen von Bekannten, die das Labyrinth besucht hatten und begeistert waren – das war beeindruckend.“

Bleibt die Frage, ob das Erlebnis-Maislabyrinth ein Sommerprojekt 2026 bleibt oder fortgesetzt wird. „Wir wollen 2027 eine Neuauflage anbieten“, legt sich Rudi Bauer bereits jetzt fest. Er war selbst täglich vor Ort und hat sich viele Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher angehört. Dabei filterte er aus der allgemeinen Euphorie auch Verbesserungs-Vorschläge und Anregungen heraus, die im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen, verspricht er schon jetzt. Einem Aspekt will das Bad Mergentheimer Format in jedem Fall treu bleiben: „Wir waren nicht einfach ein Maislabyrinth, sondern ein Erlebnis-Maislabyrinth – das macht uns zum ‚Original‘ auf diesem Gebiet, was wir auch 2027 herausstellen werden. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf  Neuerungen und Überraschungen freuen - wir legen die Messlatte noch einmal höher“, bekräftigt Rudi Bauer. Die Vorbereitungen seien bereits angelaufen.

Ein konkretes Beispiel verrät er schon jetzt: Bei der Horrornacht mit gruseligen Erschreckern sei der Andrang so groß gewesen, dass er hier noch großes Potenzial sehe. Unter anderem plant Rudi Bauer mit seinem Team fürs nächste Jahr eine Ausweitung und das Buchen fester „Time-Slots“ (also konkreter Zeitfenster) für den Einlass.

Erst einmal fokussiert er sich jedoch auf die beiden Winter-Formate, die er in der Kurstadt umsetzt: Am 6. November (Freitag) startet der Winterzauber mit großer überdachter Echt-Eisbahn und ab 18. Dezember (Freitag) heißt es wieder Mange frei für den Main-Tauber-Weihnachtscircus. Für letzteren ist bereits das komplette Gala-Programm mit Weltstars der Artistik vorgestellt worden und der Vorverkauf läuft.