Bad Mergentheim als Vorbild: TMBW-Chefin sammelt Inspirationen vor Ort
Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist als Landestourismusorganisation für die Vermarktung und strategische Weiterentwicklung des Urlaubslandes Baden-Württemberg im In- und Ausland zuständig. Bad Mergentheims Tourismusdirektor Kersten Hahn hatte deren Geschäftsführerin eingeladen, die örtlichen Erlebnisangebote selbst zu erleben – und weitete das Programm mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu einer großen touristischen Visitenkarte der Stadt aus. Schließlich ist das Landes-Marketing für die Taubertal-Kurstadt, in der rund 3.000 Arbeitsplätze am großen Wirtschaftszweig Tourismus hängen, ein wichtiger Akteur. Zugleich erhielt der Gast exklusive Einblicke in das, was sich vor Ort künftig noch entwickeln soll.
Los ging es mit einem Rundgang mit Geschäftsführer Stephan Rügamer durchs „Waldorado“ und mit Gesprächen über Eventgastronomie und pädagogische Angebote für Gruppen und Klassen im Schullandheim. Christine Schönhuber konnte sich außerdem ein Bild von den vielfältigen Erlebnisübernachtungen dort machen: Erdhöhlen, Trapperhütten oder die neuen „Glampingzelte“, also besonders großzügig bemessene und ausgestattete Zelte. Sie betonte beeindruckt die Bedeutung von Naturerlebnissen für Kinder und Erwachsene.
Auf dem Katzenberg besuchte sie auch das Weidenkino, das sich zwar mit Unterbrechung durch Regen aber trotzdem von seiner besten Seite präsentierte. Die Wiederverwendung von Materialien für originelle Sitzgelegenheiten (beispielsweise Schubkarren, die erst mit Feuerwehrschläuchen ausgepolstert und später ganz normal in der Tierpflege genutzt werden) oder Wassercontainer mit Sitz-Aufsatz und atmosphärischer Beleuchtung sind einmalige Hingucker – besonders für Außenstehende. Im Gewitter galt es, in gelassener Stimmung unter dem Zelt auszuharren, wo gleich weitere Themen vertieft wurden, wie die Jubiläen 2027 (75 Jahre Baden-Württemberg, 500 Jahre Erhebung Mergentheims zur Residenz) oder die bevorstehenden Literaturtage.
Nach einer Nacht im Glampingzelt besuchte Christine Schönhuber die Solymar Therme mitsamt einer Experten-Einführung ins Thema „Aqua-Track“. Von dort ging es auf kurzem Weg zum Erlebnis-Maislabyrinth, das sich als Neuheit zur kleinen Sommer-Sensation schlechthin entwickelt hat. Das Gespräch mit Veranstalter Rudi Bauer drehte sich um Betrieb und Entstehung dieses Angebotes sowie der Winter-Formate Eisbahn und Weihnachtscircus. Die TMBW-Geschäftsführerin lobte das Engagement und zeigte sich besonders begeistert darüber, wie die Themen gemeinsam mit der Stadt umgesetzt werden. Das sei ein Positiv-Beispiel für das ganze Land, befand sie.
Der Austausch ging nahtlos über in eine größere Runde mit Kurdirektor Sven Dell und dem Dehoga-Vorsitzenden Frank Bundschu. Deren Themen unter anderem: Chancen der neuen Dachmarke im nördlichen Baden-Württemberg („Im Süden ganz oben“), Entwicklung im Gesundheitstourismus, ausländische Gäste und hier konkret auch das Schaffen von Erlebnisangeboten für Besucherinnen und Besucher aus den USA – ein Thema, zu dem ein enger Austausch vereinbart wurde.
Wer sich ein Bild vom Bad-Mergentheim-Tourismus macht, lässt den Weinort Markelsheim nicht aus. Chrstine Schönhüber schaute sich kurz das Weinlauben-Restaurant Schurk an, sprach mit und hörte zu über gelungenen Generationswechsel und die Chancen und Herausforderungen der besonderen Terrasse. Weitere „Leuchttürme“ warteten beim Jakobshof Lehr mit Übernachtungs-Weinfass, Trapperbus oder Gelbem Wagen, wobei der landwirtschaftliche Familienbetrieb auch Erfahrungen zur wichtigen Frage der Saisonverlängerung mit Winterangeboten einbringen konnte.
Für eine Nacht im Wolfswagen wieder zurück auf dem Katzenberg informierte sich die TMBW-Geschäftsführerin beim Rundgang mit Hanna und Marcus Rügamer über die Geschichte des Wildparks und den laufenden Betrieb, insbesondere jedoch über die geplanten Investitionen. Der Neubau der Gastronomie im Eingangsbereich und die Erweiterungsfläche mit Wall (als Sicht- und Lärmschutz für den Park und gleichzeitig als spannende Landschaft für Tiere und weitere Erlebnis-Übernachtungsangebote) sind wichtige Entwicklungsprojekte, um die beliebte Freizeiteinrichtung für die Zukunft aufzustellen.
Kersten Hahn, der alle Gespräche und Besuche begleitet hatte, freute sich abschließend sehr über den intensiven Austausch und das ehrliche und große Interesse, das die TMBW-Chefin Bad Mergentheim entgegengebracht habe. „Gleichzeitig hatte Christine Schönhuber für uns Impulse aus dem Land und wir haben das Vertrauen, dass sie die Anregungen ihrer vielen Gesprächspartner in die Landes-Hauptstadt mitnimmt“, sagte er und bedankte sich herzlich für den Besuch, der weit mehr als nur „Stippvisite“ gewesen sei.
Das Fazit von Christine Schönhuber: „Bad Mergentheim ist ein echter Geheimtipp in unserem Urlaubsland und bietet noch viel Potenzial – auch für internationale Gäste. Bei meinem Besuch konnte ich erleben, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den touristischen Akteurinnen und Akteuren vor Ort funktioniert. Alle ziehen an einem Strang und schaffen damit ein produktives Klima, in dem innovative Ideen mit Zukunftspotenzial wachsen können. Das beweist die bereits bestehende touristische Angebotsstruktur, die mit ihrer Vielfalt zweifellos eine Vorbildfunktion für die Region einnimmt.“
