Katzenschutz - Aufklären, Einfangen, Kastrieren

Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Bad Mergentheim und Umgebung e.V. starten elf Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis eine groß angelegte Aufklärungskampagne zum Thema Katzenschutz. Ziel der Aktion ist es, mehr Katzenhalterinnen und Katzenhalter dazu zu bewegen, ihre Tiere mit Freigang kastrieren zu lassen.

Hintergrund ist ein seit Jahren wachsendes Problem: Unkastrierte Halterkatzen vermehren sich mit wildlebenden Katzen – häufig unbemerkt, da Kater nicht mit Nachwuchs nach Hause kommen, sondern sich außerhalb ihres Zuhauses fortpflanzen. Die Folgen tragen vor allem die freilebenden Tiere. Sie müssen ihre Jungen unter oft schwierigen Bedingungen versorgen, sind Witterung, Krankheiten und Futtermangel ausgesetzt und stehen unter erheblichem Leidensdruck. Viele Katzenkinder sterben früh oder werden schwer krank aufgefunden und ins Tierheim gebracht.

Gleichzeitig stößt auch das Tierheim zunehmend an seine Grenzen. Trotz deutlich erweiterter Unterbringungsmöglichkeiten im Neubau kommt es regelmäßig zu Aufnahmestopps im Katzenbereich, wodurch weiteren Tieren in diesem Moment nicht geholfen werden kann. Ein Kreislauf, der sich nur durchbrechen lässt, wenn die Ursache konsequent angegangen wird. Die Kastration ist ein einmaliger Eingriff, der langfristig das Leben vieler Tiere verbessert – sowohl das der freilebenden Katzen als auch das der eigenen Hauskatzen.

Der offizielle Start der Kampagne erfolgte am 20. Mai 2026 mit einem öffentlichen Vortrag zum Thema Katzenschutz und Katzenkastration. Referentin war Frau Jasmin Paul, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Mergentheim und im Verein unter anderem für den Bereich Katzenschutz verantwortlich. In ihrem Vortrag informierte sie über Zusammenhänge, Hintergründe und konkrete Handlungsmöglichkeiten. 

Parallel zur Auftaktveranstaltung startete die Aufklärungskampagne zeitgleich in allen beteiligten Städten und Gemeinden. Mit Unterstützung der Bürgermeisterämter werden Informationsmaterialien flächendeckend verteilt und regelmäßig über Amtsblätter, kommunale Websites und soziale Medien auf das Thema aufmerksam gemacht. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Problematik zu sensibilisieren und zu verantwortungsbewusstem Handeln zu motivieren.

Im Rahmen der Kampagne stellt der Tierschutzverein zudem ein neu geplantes Projekt vor: das „Helfernetzwerk Katzenschutz“. Dabei handelt es sich um ein organisiertes ehrenamtliches Netzwerk, das beim Einfangen und Kastrieren wildlebender Katzen unterstützen soll. Unter Anleitung der Tierheimleitungen und geschulter Ehrenamtlicher sollen Helferinnen und Helfer künftig in den beteiligten Kommunen aktiv werden. Sie fangen die Tiere tierschutzgerecht ein, bringen sie zur Kastration zum Tierarzt und bringen sie anschließend wieder an ihre Fundorte zurück. Durch dieses Vorgehen soll die unkontrollierte Vermehrung eingedämmt und das damit verbundene Tierleid nachhaltig reduziert werden.

Interessierte, die sich im Helfernetzwerk engagieren möchten, sind herzlich eingeladen sich per E-Mail an jasmin.paul@tierheim-mergentheim.de zu wenden.

Nähere Informationen zum "Helfernetzwerk Katzenschutz" finden Sie unter folgendem Link des Tierschutzvereins

Text: Jasmin Paul, tsvmgh


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