Kultur
in Bad Mergentheim

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Literatur

Judith Herrmann © Michael Witte

Sommerfestival Literatur im Schloss: Judith Herrmann
08.07.2021 20:00 - 21:30 Uhr

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks Judith Hermann und ihr neuer Roman "Daheim"Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin Ein neues Buch von Judith Hermann ist immer ein Ereignis. In ihrem Roman „Daheim“ (Fischer Verlag) erzählt sie von einem Aufbruch: Eine alte Welt geht verloren und eine neue entsteht. Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schließt vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll. Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht. Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband „Nichts als Gespenster“. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien „Alice“, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, „Aller Liebe Anfang“. 2016 folgten die Erzählungen „Lettipark“, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin. Und war schon mehrfach zu Gast bei „Literatur im Schloss“. Info:Karten für 14,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.

Bettina Baltschev (Foto (c) privat)

Sommerfestival Literatur im Schloss: Bettina Baltschev
09.07.2021 20:00 - 21:30 Uhr

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks: Bettina Baltschev wandelt "Am Rande der Glückseligkeit" über die Strände Europas Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin „So weit das Auge reicht.“ An einem Nordseestrand – auf Schiermonnikoog vielleicht – muss die Redewendung entstanden sein, so weiß, weit und leer liegt er da, ein magisches, manchmal unheimliches Niemandsland, wo Land und Meer ineinander übergehen. Hier beginnt Bettina Baltschev ihre Reise zu den Stränden Europas, an die Ränder unseres Kontinents. Von acht Stränden in acht Ländern aus unternimmt sie Exkursionen in die Gegenwart und die Geschichte eines Sehnsuchtsortes, der manchen letzte Zuflucht ist. Sie macht Ausflüge zu Literatinnen und Künstlern, die sich vom seltsamen Zauber des Strandes haben inspirieren lassen, beobachtet die immer neuen Landschaften und die Menschen darin und erzählt mal heiter, mal bewegend, immer leicht und elegant von wahren und fiktiven, glücklichen und tragischen Schicksalen am Strand. Am Rande unserer Welt. „Am Rande der Glückseligkeit“ (Berenberg Verlag). Das Coverfoto dieses Buches stammt übrigens von keinem geringeren als Uwe Weil – den die Gäste von „Literatur im Schloss“ als unseren „Hausfotografen“ kennen. Bettina Baltschev, geboren 1973 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften, Journalistik und Philosophie in Leipzig und Groningen. Sie ist Geschäftsführerin des Sächsischen Literaturrats, Autorin und Redakteurin beim MDR und pendelt zwischen Leipzig und ihrer zweiten Heimat Amsterdam. 2016 erschien ihr hochgelobter Essay „Hölle und Paradies. Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur“, den sie seinerzeit in der Buchhandlung Moritz und Lux vorgestellt hat. Info: Karten für 12,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.Falls es das Infektionsgeschehen zulässt, findet im Anschluss noch eine Klanggarten-Strandparty mit Meeres- und Strandmusik statt.

Konzerte

Ausstellungen

Carl Barks, Donald, Anfang der 1950er Jahre © Walt Disney Company / Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Micky Maus & Donald Duck
20.03.2021 10:30 - 17:00 Uhr

Aktuell geschlossen: Sonderausstellung Micky Maus & Donald Duck Gezeichnet von Barks, Gottfredson, Taliaferro „Gezeichnet von Walt Disney“ – jahrzehntelang verschwanden die Künstler Carl Barks, Floyd Gottfredson und Al Taliaferro hinter dieser Angabe und wurden in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Die Ausstellung im Residenzschloss Mergentheim setzt die „Großen Drei“ und ihre sehr unterschiedlichen Bezüge zum Unternehmen „Disney“ ins rechte Licht und würdigt ihre Kunst erstmals in einer Zusammenschau. Seit den frühen 1930er Jahren haben Barks, Gottfredson und Taliaferro das Genre der Comics im Unternehmen von Walt Disney entscheidend entwickelt und geprägt. Mit den gezeichneten, getexteten und oft mit Sprechblasen versehenen Bildergeschichten wurden ihre Comics ein ökonomisch erfolgreiches Lizenz-Produkt des Disney-Konzerns in Abgrenzung zur Trickfilm-Produktion. Trotz des enormen wirtschaftlichen Erfolges blieb die Identität der Schöpfer von Donald, Micky und ihren Kollegen über Jahrzehnte hinweg hinter der Corporate Identity des Disney-Konzerns verborgen. Signiert wurden alle Arbeiten bis zum Tod von Walt Disney im Jahre 1966 mit dem von Gottfredson entwickelten Schriftzug „Walt Disney“. Erst Jahre nach ihrem Tod wird die Behauptung „gezeichnet von Walt Disney“ widerlegt und die wahren Künstler hinter den Figuren treten aus dem Schatten des übermächtigen Konzernchefs. Jan Gulbransson und Ulrich Schöder führen als Zeichner und Autoren die Tradition rund um die Ducks und Entenhausen bis heute weiter. Individuell im Strich und mit weltweiter Popularität lassen sie den Kosmos weiter leben, der bis heute als Teil unseres kollektiven Bildgedächtnisses funktioniert. Anfang der 1950er Jahren vernichteten fast alle US-Comic-Verlage die Originalzeichnungen, da sie nur als platzverbrauchender Grundstoff angesehen wurden. Nur Druckbögen oder Filme von erfolgreichen Serien wurden zur eventuellen Wiederverwertung aufgehoben. Das gedruckte Produkt galt – wie im Prinzip auch heute noch in der Comic-Branche üblich – als das Original. Wir verdanken der Sammelleidenschaft der Künstler und den Druckerei- und VerlagsmitarbeitenInnen, dass sichtbar gemacht werden kann, was Taliaferro lange bedauerte: „...I feel I have been a ghost long enough...“. Die Sammlung wurde von Ina Brockmann und Peter Reichelt zusammengestellt. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten:Im März:Mittwoch - Samstag 14 - 17 UhrSonn- und Feiertag 10.30 - 17 UhrAb April:Mittwoch - Sonntag und Feiertag 10.30 - 17 Uhr

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