DHBW-HOT-KI-Lab - das Labor für künstliche Intelligenz

Das Regionale Labor für Künstliche Intelligenz an der DHBW Mosbach/Bad Mergentheim (Regionallabor) fokussiert die Lösung konkreter Anwendungsprobleme auf Basis der Methoden aus der Mathematik und Informatik, wobei die entwickelten Systeme zur Selbstoptimierung fähig sind.

DHBW-HOT-KI-Lab am DHBW-Campus Bad Mergentheim
DHBW-HOT-KI-Lab am DHBW-Campus Bad Mergentheim

Die Ziele des KI-Labs

Im Besonderen verzahnt das Regionallabor die Themenbereiche Deep Learning und anwendungsorientierte Intelligente Persönliche Assistenzsysteme für den Mittelstand zu leistungsfähigen hybriden Lösungen auf Basis des Cloud Computing.
Im Mittelpunkt steht hierbei die Berücksichtigung der besonderen Rahmenbedingungen des Mittelstands sowie im ländlichen Raum, wie begrenzte Ressourcen, nicht vorhandenes Know-How im Bereich KI, aber auch hohe Flexibilität und Innovationskraft.
Zielsetzung ist eine cloud-basierte Plattform mit der mittelständische Unternehmen – ohne Infrastruktur und tiefgreifende Kenntnisse im Kontext Künstliche Intelligenz – die Bausteine zu hybriden Lösungen über eine intuitive webbasierte graphische Benutzeroberfläche kombinieren können.

KI für kleine und mittlere Unternehmen

Die Verbreitung von KI-Lösungen im Mittelstand kann grundsätzlich auf zwei verschiedenen Wegen geschehen: Zum einen ist die proprietäre Implementierung von KI in die eigenen Prozesse, Produkte oder Services denkbar, hier als aktive KI-Nutzung bezeichnet. Zum anderen kann auf KI-Dienste von Drittanbietern zugegriffen werden, hier als passive KI-Nutzung bezeichnet.
Statt Künstliche Intelligenz aufwendig selbst zu entwickeln, verwenden deutsche Unternehmen vielfach Algorithmen, Applikationen oder komplette KI-Lösungen „von der Stange“.
Das Regionallabor fokussiert die passive KI-Nutzung und Forschung mit Dualen Partnern der Hochschule sowie regionalen und kommunalen Partnern zu zielorientierten KI-Anwendungen aus der aktuellen unternehmerischen Praxis, wie beispielsweise die (Kunden-) Kommunikation mithilfe von intelligenten Digitalen Assistenten.

Das Projekt "KI-Lab"

Das regionale KI-Lab plant eine Projektdauer von 15 Monaten (Beginn April 2020), die sich wie folgt aufteilen: 

  • Meilenstein 1: 2-3 Monate Detailanalyse der KMU-Bedarfe im Kontext von passiver KI sowie insbesondere im Kontext von virtuellen Assistenzsystemen.
  • Meilenstein 2: 1-2 Monate vorbereitende Maßnahmen, um die operative Umsetzung des KI-Labs beginnen zu können.
  • Meilenstein 3: ca. 10 Monate aktive Arbeit mit den KMU im KI-Lab mit folgenden Phasen: Einführung der KMU in die KI, Konkretisierung der spezifischen Handlungsfelder der KMU, Begleitung der KMU bei der internen Soll-/Ist-Analyse, gemeinsame Entwicklung der verschiedenen KI-basierten Virtuellen Assistenzsysteme und bei Bedarf Begleitung und Implementierung der ersten Pilotprojekte im Unternehmen.
  • Meilenstein 4: in den letzen 3 Monaten des Projektes ist eine Dokumentation und Evaluation der einzelnen Projekte sowie des gesamten regionalen KI-Labs inkl. des Projektmanagements vorgesehen.

Ziele und Zielgruppen des HOT-KI-Labs in der Region Heilbronn-Franken und Neckar-Odenwald

Durch die enge Zusammenarbeit mit den überwiegend mittelständisch geprägten Dualen Partnerunternehmen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach ink. der Außenstelle Bad Mergentheim insbesondere in den oben genannten Regionen, bestehen bereits viele und auch enge Beziehungen zu den regionalen KMU. Ebenso sind die dortigen aktuellen Bedarfe etwa durch die Betreuung der Dualen Studierenden von diesen Unternehmen bestens bekannt.
Auch durch die bestehende Zusammenarbeit und den engen Austausch mit den Partnern IHK Heilbronn- Franken, Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und IHK Rhein-Neckar ist bereits bekannt, dass insbesondere bei den örtlichen KMU ein hoher Wissens- und Transferbedarf im Umfeld der Digitalisierung und insbesondere im Kontext der KI besteht.

Gemeinsam mit diesen Partnern können die konkreten Bedürfnisse relativ zügig und unkompliziert in der Tiefe analysiert und ggf. in Clusterthemen differenziert werden. Darüber hinaus können die Schnittstellen zu bereits vorhandenen Strukturen und Aktivitäten insbesondere bei den zwei IHK mit wenig Verzug hergestellt und integriert werden. Ebenso ist geplant, nach Möglichkeit die entsprechenden Handswerkskammern ebenfalls einzubinden. Dort können und sollen ebenfalls die spezifischen und sehr anwendungsorientierten Bedürfnisse eruiert und im regionalen KI-Lab berücksichtigt werden.

Kompetenzen im HOT-KI-Lab

Die DHBW insgesamt sowie im Besonderen die DHBW Mosbach inkl. der Außenstelle Bad Mergentheim ist im Rahmen des Dualen Studiums sowie auch in den Bereichen Forschung, Innovation und Transfer (siehe DHBW FIT-Konzept) durch die enge Zusammenarbeit mit außerwissenschaftlichen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung geprägt und bestens aufgestellt.