Der neue Jugendgemeinderat nimmt seine Arbeit auf

Der neue Jugendgemeinderat der Stadt Bad Mergentheim hat sich konstituiert. Hier mit OB Udo Glatthaar (Mitte), Melanie Baumann (rechts) und Kerstin Odenbreit (links) vom Hauptamt sowie Julian Luber vom Jugendhaus Marabu (2. v.l.).
Der neue Jugendgemeinderat der Stadt Bad Mergentheim hat sich konstituiert. Hier mit OB Udo Glatthaar (Mitte), Melanie Baumann (rechts) und Kerstin Odenbreit (links) vom Hauptamt sowie Julian Luber vom Jugendhaus Marabu (2. v.l.).

Der neue Jugendgemeinderat der Stadt Bad Mergentheim hat sich zur konstituierenden Sitzung getroffen. Sie beinhaltete auch einen anerkennenden Rückblick auf die Arbeit in der zu Ende gegangenen Wahlperiode.

Zur Auftakt-Sitzung begrüßte Oberbürgermeister Udo Glatthaar auch Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderates, bei dem er sich noch einmal für die Ausnahmeregelung beim Zustandekommen des „JGR“ bedankte. Denn bei der Wahl am 11. Mai hatten neun Stimmen gefehlt, um das eigentlich erforderliche Quorum von 25 Prozent aller Bad Mergentheimer Jugendlichen zu erreichen. Trotzdem gab der Gemeinderat grünes Licht, damit der neue Jugendgemeinderat bis zur nächsten Wahl im Herbst 2023 eingesetzt werden kann.

Bevor es mit dem neuen Team losgehen konnte, wurden die noch verbliebenen Jugendgemeinderätinnen Jule Ulshöfer, Alisa Fitzgerald, Sina Ehrsam, Hannah Brügel und Teresa Rosenitsch mit einem Präsent und viel Beifall verabschiedet. Die weiteren Mitglieder des bislang amtierenden Jugendgemeinderates waren bereits ausgeschieden oder sind erneut gewählt worden.

Mit einem „großen Dankeschön“ erkannte OB Udo Glatthaar mit Blick auf die Corona-Pandemie an, dass dieser Jugendgemeinderat „turbulente Zeiten“ habe meistern müssen. „Besonders das Organisieren von Veranstaltungen für junge Leute war schwierig, aber ihr habt das alles durchgehalten und mitgemacht“, lobte der OB. Trotz der Einschränkungen könne die Gruppe eine Reihe erfolgreicher Projekte vorweisen: von den Initiativen zum Klimaschutz, dem begonnen Bau eines öffentlichen Bücherschrankes, der Mitwirkung beim Kommissionsbesuch zur Landesgartenschau-Vergabe bis hin zum bereits eröffneten Dirt Park. „Gerade diesen Wunsch von Jugendlichen unserer Stadt habt ihr zu einem wirklichen Erfolg gemacht!“, so Udo Glatthaar.

„Die Zeit ist schnell verflogen“, stellte Alisa Fitzgerald für die ausscheidenden Mitglieder fest. „Ich habe von diesem Ehrenamt sehr profitiert und neue Einblicke in die Stadtpolitik und die Arbeit des Rathauses bekommen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Marabu hat immer viel Spaß gemacht.“ Ihre Kollegin Jule Ulshöfer ergänzte: „Wir konnten wirklich viele Projekte verwirklichen und würden uns freuen, wenn der neue Jugendgemeinderat auch das laufende Vorhaben eines Bücherschrankes weiterführt und zu einem erfolgreichen Abschluss bringt.“

Nach der feierlichen Verpflichtung der 13 neuen Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte stellte sich das Gremium mit verschiedenen Wahlen gleich auch für einige Ämter und Funktionen personell auf. So wurde Josua Landwehr zum Sprecher des Jugendgemeinderates gewählt und Nikolas Reuss zum stellvertretenden Sprecher. Die Aufgaben der Medienbeauftragten übernimmt Mirjam Ulshöfer gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Emely Helwer. Im städtischen Gemeinderats-Ausschuss für Familie und Bildung werden Fabian Jochum und Clara Widmayer den JGR vertreten.

Für zwei konkrete Projekte wurden bereits Arbeitsgruppen gebildet. So wollen vier Mitglieder des neuen Jugendgemeinderates das Projekt Bücherschrank weiterführen. Außerdem nahm sich die Runde vor, das Thema eines Flohmarktes für Jugendliche angehen zu wollen, das ebenfalls von einer Arbeitsgruppe aus sechs Personen und mit dem Jugendhaus Marabu erarbeitet werden soll.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar wünschte den Jung-Rätinnen und Jung-Räten viel Freude und Erfolg bei ihrer künftigen Arbeit. „Nur wenige Kommunen in Baden-Württemberg haben einen Jugendgemeinderat und wir in Bad Mergentheim sind sehr stolz, dass es dieses Gremium bei uns gibt. Uns ist es wichtig, die Belange der Jugendlichen gut vertreten zu wissen, Eure Ideen zu hören und euch bei den für euch wichtigen Themen zu unterstützen!“

Das sind die Mitglieder des neuen Jugendgemeinderates:

Aus der Kernstadt: Anna Formuliant (Deutschorden-Gymnasium), Emely Helwer (Kopernikus-Realschule), Luca Hentschel (Eduard-Mörike-Schule), Fabian Jochum (Deutschorden-Gymnasium), Felix Joeres (Kaufmännische Schulen), Nikolas Reuss (Deutschorden-Gymnasium) und Luis Willich (Deutschorden-Gymnasium).

Aus den Stadtteilen: Hanna Haaf (Edelfingen, Kopernikus-Realschule), Josua Landwehr (Stuppach, Wirtschafts-Gymnasium), Matteo Lehle (Löffelstelzen, Kopernikus-Realschule), Louis Rothenfels (Hachtel, Deutschorden-Gymnasium), Mirjam Ulshöfer (Edelfingen, Berufliche Schule für Ernährung, Pflege, Erziehung) und Clara Widmayer (Neunkirchen, Deutschorden-Gymnasium).

Oberbürgermeister Udo Glatthaar verabschiedete die Jugendgemeinderätinnen (v.l.) Jule Ulshöfer, Alisa Fitzgerald, Sina Ehrsam, Hannah Brügel und Teresa Rosenitsch.