"Milchhäuserin II", Bad Mergentheim - Rot

Mit der Umsetzung des vorliegenden Bebauungsplanes soll der aktuelle Bedarf des Stadtteils Rot an Wohnbauflächen gedeckt werden. Es sind insgesamt 14 Bauplätze vorgesehen, wobei zwei bestehende Bauplätze des Bebauungsplanes „Milchhäuserin“ mit in den Geltungsbereich einbezogen werden. Der Planbereich soll als Allgemeines Wohngebiet (WA) gemäß § 4 Baunutzungsverordnung (BauNVO) ausgewiesen werden.

I. Der Gemeinderat der Stadt Bad Mergentheim hat am 28.06.2018 in öffentlicher Sitzung beschlossen, den bereits vom 20.02.2018 bis 23.03.2018 ausgelegten Bebauungsplanentwurf „Milchhäuserin II“, Bad Mergentheim-Rot zu ändern und gem. § 4a Abs. 3 i. V. m. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) erneut öffentlich auszulegen. Die Än­derungen betreffen folgende Punkte:     

  • Bei talseitigen Grundstücken wurde eine Traufhöhe von 3,80 m (bezogen zur EGFFH) und bei bergseitigen Grundstücken von 6,50 m (bezogen zur UGFFH) festgelegt. Die Firsthöhe wurde auf 8,50 m (bezogen zur EGFFH) reduziert. Bei Pultdächern wurde die maximale Gebäudehöhe (be­zogen zur EGFFH) auf 8,00 m festgelegt. Die Höhenfestsetzungen wur­den im zeichnerischen Teil und in den Textlichen Festset­zungen unter Ziffer 1.2.2 sowie den Schnitten 1-11 geändert. Die Begrün­dung wurde unter Teil B, Ziffer 2.3 redaktionell angepasst.
  • Die Dachneigung wurde einheitlich auf 15°- 40° festgelegt und im zeichneri­schen Teil sowie den Textlichen Festsetzungen unter Ziffer 2.2 sowie Ziffer 2.2.1 angepasst. Die Begründung wurde unter Teil B, Ziffer 3.3 redaktionell geändert.
  • Flachdachgaragen sind mindestens hälftig zu begrünen. Die Textlichen Festset-zungen wurden unter Ziffer 2.2 angepasst.

Der Bebauungsplanentwurf wird gemäß § 4a Abs. 3 Satz 3 BauGB verkürzt für die Dauer von zwei Wochen erneut öffentlich ausgelegt. Die Stellungnahmen dürfen nur noch zu den o.g. geänderten Punkten des Bebauungsplanentwurfs vorgebracht werden.

II. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 1,13 ha und liegt im Südosten von Rot oberhalb der bestehenden Bebauung an der „Langen Wiese“. Erschlossen wird das Baugebiet durch die Straße „Lange Wiese“, die im Norden in die Seestraße einmündet und durch diese den Anschluss an den örtlichen und überörtlichen Verkehr der K2887 in Richtung Bad Mergentheim und Herbsthausen sicherstellt.

Durch den Bebauungsplan werden folgende Grundstücke überplant:     

Vollständig einbezogen:           Flurstück Nr. 27, 28, 29/7, 29/8, 29/9 (Weg), 197

Teilweise einbezogen:              Flurstück Nr. 29/1, 195, 196

Maßgebend ist im Einzelnen der Bebauungsplanentwurf des Architekturbüros Friederich, Architektur + Städtebau im Maßstab 1:500 vom 15.05.2017 / 22.08.2017 / 04.06.2018.

Es gilt die Begründung vom 15.05.2017 / 22.08.2017 / 04.06.2018.

III.  Im beschleunigten Verfahren gelten gemäß § 13b BauGB i.V.m. § 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB die Vorschriften des vereinfachten Verfahrens nach § 13 Abs. 2 und 3 Satz 1 BauGB entsprechend. Die Auslegung des Bebauungsplans wird gemäß § 13 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 i. V. m. § 3 Abs. 2 BauGB durchgeführt. Danach kann von der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, dem Umweltbe­richt nach § 2a BauGB, der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten um­weltbezogener Informationen verfügbar sind sowie von der zusammenfassenden Erklä­rung nach § 10 Abs. 4 BauGB gemäß § 13 Abs. 3 Satz 1 BauGB abgesehen werden. Da für den Bebauungsplan zunächst das Normalverfahren eingeleitet wurde, ist zur Abklärung der Umweltbelange ein Umweltbericht nach § 2a BauGB erstellt worden. Darüber hinaus wurde eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt.

IV. Bebauungsplanentwurf mit bauplanungsrechtlichen Festsetzungen, örtlichen Bau­vorschrif­ten und die Begründung mit integriertem Umweltbericht werden in der Zeit

                                                          vom 17.07.2018 bis 30.07.2018

auf dem Bürgermeisteramt Bad Mergentheim, Sachgebiet Stadtplanung und Hochbau, Neues Rathaus, Bahnhofplatz 1, im Flur des 3. Stockes, während der Sprechzeiten zur Ein­sichtnahme öffentlich ausgelegt.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich oder mündlich zur Nie­der­schrift beim Sachgebiet Stadtplanung und Hochbau abgegeben werden, über die der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung zu entscheiden hat. Die Stellungnahmen dürfen nur noch zu den unter Ziffer I. genannten geänderten Punkten des Bebauungsplan-entwurfs vorgebracht werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht innerhalb der Auslegungsfrist abgege­bene Stel­lungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unbe­rücksichtigt blei­ben können.