Verbrennen von pflanzlichen Abfällen im Innen- und Außenbereich gemäß § 28 Kreislaufabfallgesetz verboten

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) hat die Verwertung von pflanzlichen Abfällen (Schnittgut) grundsätzlich Vorrang vor der Beseitigung (Ablagerung und Verbrennung). Eine Verwertung der anfallenden pflanzlichen Abfälle ist im Main-Tauber-Kreis durch Anlieferung auf den kreiseigenen Kompostplätzen gegen eine geringe Gebühr möglich.

Die Pflicht zur Verwertung der pflanzlichen Abfälle ist zu erfüllen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Die wirtschaftliche Zumutbarkeit ist auch dann gegeben, wenn die mit der Verwertung verbundenen Kosten nicht außer Verhältnis zu den Kosten stehen, die für eine Abfallbeseitigung zu tragen wären.

Neben der Anlieferung (Verwertung) der pflanzlichen Abfälle auf den kreiseigenen Kompostplätzen und den Recyclinghöfen ist eine Verwertung derselben auf dem Grundstück auf dem sie angefallen sind u.a. durch Häckseln, Verrotten, Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen und kompostieren zulässig.

Eine sogenannte Eigenkompostierung ist jedoch nur zulässig, wenn diese ordnungsgemäß und schadlos erfolgt.

 

Nur in besonderen Ausnahmefällen, in denen eine Verwertung der pflanzliche Abfälle, wie zuvor beschrieben, technisch nicht möglich oder nicht zumutbar ist, können diese als Ultima Ratio auch auf den Grundstücken auf denen sie angefallen sind durch Verbrennen beseitigt werden.

Bei der Verbrennung sind jedoch folgende Maßgaben zwingend einzuhalten:

  • Die Verbrennung ist grundsätzlich nur im Außenbereich und nur auf dem Grundstück zulässig auf dem die pflanzlichen Abfälle angefallen sind.
  • Die pflanzlichen Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen.
  • Sie müssen zur Verbrennung so weit wie möglich zu Haufen oder Schwaden zusammengefasst werden; flächenhaftes Abbrennen ist unzulässig.
  • Der Verbrennungsvorgang ist, etwa durch Pflügen eines Randstreifens, so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann, und dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung und keine erheblichen Belästigungen sowie kein gefahrbringender Funkenflug entstehen.
  • In keinem Fall dürfen folgende Mindestabstände unterschritten werden:

200 m von Autobahnen, 100 m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, 50 m von Gebäuden und Baumbeständen.

  • Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden, desgleichen nicht in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.
  • Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle vollständig erloschen sein.
  • Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.

Verstöße gegen die o.g. Vorschriften können mit Bußgeldern geahndet werden.

Die Verbringung von Abfällen zum Zwecke der Beseitigung (auch Verbrennung) auf andere Grundstücke, welche keine zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen sind, ist grundsätzlich verboten.

Auskünfte hierzu erteilt das Landratsamt -Umweltschutzamt- Herr Müller (09341/82-5784)