Veranstaltungskalender
Bad Mergentheim

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Veranstaltungs­kalender

Bronzekunst zu Gast im Kurpark

01.03.2021 bis 31.10.2021 08:00 Uhr - 20:00 Uhr Kurpark Bad Mergentheim

Verlängert bis Herbst 2021! Der Kurpark ist eine  Ausstellungsfläche ganz besonderer Art: Das weitläufige Parkareal - bereits ausgezeichnet als eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands - ist mit seinen Blüten, seinem historischen Baumbestand, seinem stimmungsvollen Musikpavillon und weiteren Attraktionen von Klanggarten bis Japangarten und von Gradierpavillon bis Rosengarten durchs Jahr hindurch ein Erlebnis für alle Sinne. Das „grüne Herz“ der Stadt bietet allerdings noch mehr: Die weitläufigen Grünanlagen sind eine hervorragende Kulisse für 30 Kunstwerke und Plastiken. Bis Herbst 2021 zeigt der Bildhauer Thomas Reichstein figurative und abstrakte Plastiken aus seinem umfangreichen Werk. Mal erblickt man hier eine Aphrodite, dort eine Messingkugel. Andernorts wird dem Betrachter ein „Big Fish“ an Land oder ein fliegender Mann zwischen den Baumästen begegnen. Der Dresdner Künstler zeigt seine Werke an ausgesuchten Orten im Kurpark und lädt die Besucher zum Betrachten ein. Den menschlichen Figuren - teils in Lebensgröße - ist es gemein, dass sie allesamt sehr anmutig wirken und auch besonders schlank und langbeinig dargestellt sind. Die abstrakten Werke hingegen ziehen mit ihren individuellen und originellen Eigenschaften die Blicke auf sich. Es sind vor allem mythische, sinnliche und szenische Darstellungen, die die Betrachter in ihren Bann ziehen - auch weil sie sich in ganz besonders harmonischer Weise in den Kurpark einfügen: „Mutter mit Kind“ - eine Messingbronze in Lebensgröße - entstand nach einem Bild von Lucas Cranach dem Älteren. Die „NE-RE-IDEN“ verkörpern die Meeresnymphen des Mittelmeeres und stehen entlang des Bachlaufs im westlichen Kurpark. Big Liz“ - eine freundliche Echsen-Figur am Kurparkeingang - lädt als lächelnder Zeitgenosse uns Menschen ein, fröhlich mit der Natur umzugehen. „Das Paar“ steht für die große Freude gemeinsam zu Leben und das Bewusstsein, welche ständige Arbeit dieser Anspruch erfordert. Dass alles miteinander verbunden ist, soll die „Universumskugel“ zeigen. „In ihr kommt meine mathematische Ausrichtung besonders zur Geltung“, sagt der Künstler. In den „Humanen Säulen“ verbindet der Dresdner Abstraktes und Figuratives miteinander. „Sie drücken die Mentalitäten bestimmter Menschentypen aus und stehen für die Harmonie, welche dem entwickelten Homo sapiens im inneren Wesen zu eigen ist“, so Reichstein. Auch einen „Reiseschamanen“ können die Kurparkbesucher dabei beobachten, wie er auf einem Boot neue Ufer sucht. Auf dem „Big Fish“ als Freund der Fabeln, der Tiere und der Menschen dürfen Kinder sogar reiten. Thomas Reichstein studierte anfangs Landschaftsarchitektur und wechselte dann zur Dresdner Kunsthochschule, an der er im Wendejahr 1990 sein Diplom erhielt. Seit 1999 ist er jedes Jahr für mehrere Monate in Thailand, wo in einer Buddha-Gießerei ein großer Teil seiner Kunstwerke angefertigt wird. Die gezeigten Plastiken sind in Ghana, Thailand und Dresden entstanden und spielen mit der menschlichen Figur, ihren abstrakten Ideen und geheimnisvollen Fabelwesen. Eine optimistische Grundstimmung und ein unerschütterlicher Zukunftsoptimismus sind ihnen allen eigen. 1997 gewann er einen Wettbewerb der Semperoper Dresden für eine seitdem jährlich mehrfach vergebene Preisskulptur. Seinen Werken begegnet man an den verschiedensten Orten, an Uferpromenaden, in Galerien oder auf öffentlichen Plätzen. Mit seiner Kunst, die die bestmögliche Balance aus Abstraktion und Gegenständlichkeit verkörpert, gewinnt er immer wieder bedeutende Preise und Auszeichnungen.

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Micky Maus und Donald Duck: Gezeichnet von Walt Disney?

20.03.2021 bis 19.09.2021 10:30 Uhr - 17:00 Uhr Residenzschloss Mergentheim

Sonderausstellung Micky Maus und Donald Duck Gezeichnet von Barks, Gottfredson, Taliaferro „Gezeichnet von Walt Disney“ – jahrzehntelang verschwanden die Künstler Carl Barks, Floyd Gottfredson und Al Taliaferro hinter dieser Angabe und wurden in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Die Ausstellung im Residenzschloss Mergentheim setzt die „Großen Drei“ und ihre sehr unterschiedlichen Bezüge zum Unternehmen „Disney“ ins rechte Licht und würdigt ihre Kunst erstmals in einer Zusammenschau. Seit den frühen 1930er Jahren haben Barks, Gottfredson und Taliaferro das Genre der Comics im Unternehmen von Walt Disney entscheidend entwickelt und geprägt. Mit den gezeichneten, getexteten und oft mit Sprechblasen versehenen Bildergeschichten wurden ihre Comics ein ökonomisch erfolgreiches Lizenz-Produkt des Disney-Konzerns in Abgrenzung zur Trickfilm-Produktion. Trotz des enormen wirtschaftlichen Erfolges blieb die Identität der Schöpfer von Donald, Micky und ihren Kollegen über Jahrzehnte hinweg hinter der Corporate Identity des Disney-Konzerns verborgen. Signiert wurden alle Arbeiten bis zum Tod von Walt Disney im Jahre 1966 mit dem von Gottfredson entwickelten Schriftzug „Walt Disney“. Erst Jahre nach ihrem Tod wird die Behauptung „gezeichnet von Walt Disney“ widerlegt und die wahren Künstler hinter den Figuren treten aus dem Schatten des übermächtigen Konzernchefs. Jan Gulbransson und Ulrich Schöder führen als Zeichner und Autoren die Tradition rund um die Ducks und Entenhausen bis heute weiter. Individuell im Strich und mit weltweiter Popularität lassen sie den Kosmos weiter leben, der bis heute als Teil unseres kollektiven Bildgedächtnisses funktioniert. Anfang der 1950er Jahren vernichteten fast alle US-Comic-Verlage die Originalzeichnungen, da sie nur als platzverbrauchender Grundstoff angesehen wurden. Nur Druckbögen oder Filme von erfolgreichen Serien wurden zur eventuellen Wiederverwertung aufgehoben. Das gedruckte Produkt galt – wie im Prinzip auch heute noch in der Comic-Branche üblich – als das Original. Wir verdanken der Sammelleidenschaft der Künstler und den Druckerei- und VerlagsmitarbeitenInnen, dass sichtbar gemacht werden kann, was Taliaferro lange bedauerte: „...I feel I have been a ghost long enough...“. Die Sammlung wurde von Ina Brockmann und Peter Reichelt zusammengestellt. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten:Im März:Mittwoch - Samstag 14 - 17 UhrSonn- und Feiertag 10.30 - 17 UhrAb April:Mittwoch - Sonntag und Feiertag 10.30 - 17 Uhr

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Ausstellung im Schlosspark: Chapungu

16.05.2021 bis 31.10.2021 Innerer und äußerer Schlosshof, Schlosspark

Sonderausstellung – erstmals eine Ausstellung im Schlosspark Chapungu. Stories in Stone – An African Perspective of Family Mai bis Oktober 2021 Bitte beachten: die exakte Laufzeit ist noch nicht bekannt! Seit über 50 Jahren ist Roy Guthrie weltweit als Botschafter für die Bildhauerkunst aus Simbabwe unterwegs, letztmalig in Deutschland waren Werke dank seines Engagements im Jahr 1998 im Palmengarten in Frankfurt zu sehen. Der historische Schlosspark in Bad Mergentheim, ein englischer Garten, bildet im Sommer 2021 den passenden Rahmen für rund 80 Plastiken aus der Hand von über 30 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus Simbabwe, unterteilt in acht Themenbereiche: Brauch und Legende, die Rolle der Frauen, Familie, die Rolle der Vorfahren, Natur und Umwelt, die Geisterwelt, die Dorfgemeinschaft, Stellungnahmen zur Gesellschaft. Drei beeindruckende, 1,5 Tonnen schwere Großskulpturen „Story Teller“ von Wonder Luka begrüßen bereits im Äußeren Schlosshof und machen mit vielerlei Aspekten afrikanischen Lebens bekannt. Weitere höchst vielfältige Skulpturen begleiten den Weg von dort zum historischen Schlosspark, in dem der Großteil der Arbeiten präsentiert wird. Hier begegnen sich Natur und Kultur, Europa und Afrika, auf eindrucksvolle Weise. Schlanke und elegante Werke wechseln sich mit monumentalen und massiven Bildhauerarbeiten ab. Sie geben einen Eindruck der Lebens- und Vorstellungswelt der Menschen in Simbabwe und laden zum flanierenden Betrachten in der vielgestaltigen Flora des Mergentheimer Schlossparks ein. Der „Simbabwe-Vogel“, in der Bantusprache Shona „Chapungu“ genannt, steht als Symbol für den 1970 entstandenen gleichnamigen Skulpturenpark in Simbabwes Hauptstadt Harare. Dieses erste private Ausstellungprojekt mit Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Land initiierte Roy Guthrie, heute Direktor des Skulpturenparks. Die Ausstellung im Schlosspark wird in Kooperation mit Roy Guthrie und Marcey Mushore, Chapungu Sculpture Park, Harare, Simbabwe, präsentiert. Sie sowie einige der Künstler stehen während der Laufzeit der Ausstellung für Auskünfte zur Verfügung und haben ihren Standort im Infopunkt im Torbau des Schlosses. Die Künstler bieten darüber hinaus mehrtägige Kunst-Workshops an und stellen ihre Werke vor.  

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