Mit viel Eigenleistung stellt der TSV modernen Anbau an die Turn- und Festhalle Althausen fertig

Mehr Platz für Sport: Die Turn- und Festhalle in Althausen verfügt nun über einen durchdachten und modernen Anbau.

OB Udo Glatthaar (2.v.r.) und TSV-Vorsitzender Kurt Blank (3.v.r.) freuten sich mit Vertretern von Sportamt, Verein und Ortschaftsrat über die Fertigstellung des Hallen-Anbaus in Althausen.
OB Udo Glatthaar (2.v.r.) und TSV-Vorsitzender Kurt Blank (3.v.r.) freuten sich mit Vertretern von Sportamt, Verein und Ortschaftsrat über die Fertigstellung des Hallen-Anbaus in Althausen.

Auf einer vorher kaum nutzbaren Hangfläche entstand in weniger als einem Jahr ein ganz neuer Gebäudeteil mit separatem Zugang. Möglich wurde das dank des engagierten Vereins TSV Althausen-Neunkirchen, dessen Mitglieder auch tatkräftig mit anpackten. Und dank Förderungen durch die Stadt Bad Mergentheim und den Württembergischen Landessportbund (WLSB). Oberbürgermeister Udo Glatthaar machte sich jetzt gemeinsam mit Kersten Hahn und Sabine Mangold vom städtischen Sportamt ein Bild vom fertigen Anbau.

Der macht schon von außen Eindruck als helle Flachdach-Konstruktion, eingebettet in neue Blumen- und Baumbepflanzungen. Eine kleine Terrasse gehört genauso dazu wie ein Insektenhotel – und auch an einen barrierefreien Zugang als Ergänzung zur Treppen-Anlage wurde gedacht. Am wichtigsten für die TSV-Sportler ist jedoch, was ihnen die Erweiterung innen bietet. Da ist ein Umkleideraum für 15 Personen untergebracht, eine Toilettenanlage sowie als eigentliches Herzstück: der 81 Quadratmeter große Gymnastik- und Multifunktionsraum.

Als besonderen Clou präsentierten die TSV-Vertreter den fast noch einmal genauso großen Geräteraum, der den Übergang zur bestehenden Turnhalle bildet. Das geräumige und aufgeräumte Lager ist somit von beiden Gebäude-Teilen schnell erreichbar und komfortabel zu nutzen. Der gesamte Anbau erfüllt nicht nur energetisch modernste Standards, er kommt dank großzügiger Verglasung auch hell und freundlich daher. „Bisher hatten wir bei unseren Turn- und Gymnastikangeboten das Problem, dass die Halle abends immer belegt war“, erläuterte der TSV-Vorsitzende Kurt Blank die Motivation des 800 Mitglieder starken Vereins für das ehrgeizige Projekt. Nun können verschiedene Sport-Programme auch parallel stattfinden.

Besonders stolz sind Kurt Blank und sein Team auf die Kostenkontrolle. Mit 200.000 Euro wurde das Projekt geplant, was Architekten und Landessportbund zunächst als ein wenig zu niedrig gegriffen erschien. Mit geschickten Rabatt-Verhandlungen und der Unterstützung von über 20 regionalen Firmen setzte der Verein seinen Anbau schließlich sogar für noch weniger Geld um als von ihm selbst eingeplant. So blieb noch etwas übrig für ein paar besondere Highlights: für eine Leinwand- und Präsentationstechnik sowie eine Spiegelwand im Gymnastikraum etwa - oder für ein besonders wertiges Edelstahlgeländer im Außenbereich.

Im Rahmen einer paritätischen Förderung haben der WLSB und die Stadt Bad Mergentheim das Projekt mit jeweils knapp 42.000 Euro bezuschusst. Weitere 37.000 Euro  hatte der Gemeinderat Bad Mergentheims für das Stuhllager bewilligt. Vorsitzender Kurt Blank bedankte sich herzlich bei der Stadt, auch für die Projekt-Begleitung durch Sportamt und Bauamt: „Sie waren immer faire und engagierte Partner!“

Der wichtigste Faktor beim Kosten-Management waren jedoch die TSV-Mitglieder und weitere Unterstützer aus dem Vereins-Umfeld selbst. In Summe 2.270 Arbeitsstunden haben fast 50 ehrenamtliche Helfer geleistet. Am meisten auf der Baustelle war der Vorsitzende persönlich. Kurt Blank kommt auf 960 Stunden, seine engsten Mitstreiter Hildegard Blank, Birgit Weißmann, Matthias Dietrich, Jochen Blank und Matthias Adonyi bringen es ebenfalls auf beträchtlich gefüllte Stundenkonten. „Man muss mit Herzblut dabei sein“, sagte Kurt Blank bei der Vorstellung der neuen Räume.

Dieses Herzblut sei in Althausen zweifelsfrei vorhanden, zeigte sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar von der erbrachten Gemeinschaftsleistung beeindruckt. „Mit dem Vorsitzenden als Zugpferd und einem starken Team im Rücken wurde ein wirklich tolles Ergebnis erzielt.“ In diesen Dank schloss er auch den Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Oliver Adelmann ein, der das Vorhaben immer begleitet und unterstützt habe. „Diese Aufwertung der Turn- und Festhalle zeigt, dass wir in Bad Mergentheim die Ortschaften auf Augenhöhe sehen und gerade Sport und Ehrenamt in allen Teilen des Stadtgebiets fördern. Deshalb bin ich auch stolz auf die Investition der Stadt und die so positive und gute Zusammenarbeit zwischen Verein und Verwaltung“, freute sich OB Udo Glatthaar.

Sein abschließender Wunsch an den TSV Althausen-Neunkirchen: „Füllen Sie nun den neuen Raum mit sportlichen Aktivitäten und gemeinschaftlichem Leben!“ Gemeinsam dankten OB und Vereins-Vorsitzender vor allem den ehrenamtlichen Helfern für ihren zupackenden Einsatz. Sobald die Pandemie-Situation es erlaubt, kann nun die rege Nutzung des neuen Hallen-Teils beginnen.