Kiss Me - der Blog aus der Spielstadt

Hier erfahren Sie die neuesten Nachrichten direkt aus der Bad Mergentheimer Kinderspielstadt "Kiss-me".

Morgenversammlung bei Kiss-me.
Morgenversammlung bei Kiss-me.

Mit einer bombastischen Abschluss-Bürger-Versammlung verabschiedete sich Kiss-Me 2017 von den Kiss-Me-Bürgern und den vielen Eltern, die am Tag es offenen Stadttores gekommen sind.  Insbesondere beim Singen der Kiss-Me-Hymne ganz zum Schluss konnte man spüren, wie wichtig die Spielstadt für die Kinder ist (In der letzten Woche kamen viele Anfragen von Kindern, die nächstes Jahr die Altersgrenze von 13 Jahren übersteigen, ob sie bitte, bitte wieder mitmachen können.) Der Konfettiregen, der während der 3. Strophe der Hymne einsetzte, führte zu einer ausgelassenen Papierschlacht zwischen Kindern, Betreuern und vielen Eltern, die sich in diesen Momenten wieder wie Kinder fühlen durften.

Die Auswertungen von Kindern, Eltern und Betreuern belegen, dass Kiss-Me 2017 alles in allem ein großer Erfolg war. Den Kindern gefiel am besten, dass sie wie die Großen arbeiten und dabei unterschiedliche Sachen (auch Selbstständigkeit) ausprobieren können. Sie lobten die netten Betreuer, machten jedoch auch deutlich, dass sie Unfreundlichkeit und Streit in Kiss-Me nicht schätzen. Toll fanden sie, wenn sie zusammen mit anderen etwas völlig Neues bauen (erfinden) konnten, z. B. entstand eine große Murmelbahn (die Murmeln waren Tennisbälle) in der Spieleerfinderwerkstatt. Viele fanden auch die Abendversammlungen und die Auftrittsmöglichkeiten gut. Geteilter Meinung waren sie beim Morgensport, wobei mehr Kinder lieber darauf verzichtet hätten. Gleiches galt für das Essen - dem einen hat's geschmeckt, dem anderen nicht. Zudem wurde auch das Wetter kritisiert, dass Bewerbungen nicht angenommen wurden und das Steuern zahlen. 2 Kinder fanden es nicht gut, dass sie zwischenzeitlich krank waren und deshalb nicht jeden Tag kommen durften.

Am allerliebsten haben die Kinder in der Pizzeria gearbeitet (26 Nennungen), 19 Kinder fanden alles gut, Maxboardpark und Zirkus bekamen 14 Bestnoten, der Bauhof 13, die Fahrschule 12, Wellness & Beauty, das Krankenhaus und die Bäckerei 11, Hilfe und Rat, Zeitung, Elektronikwerkstatt, Rathaus, Fotoshop und Arbeitsamt 10. Jede Arbeitsstelle wurde von wenigstens einem Kind mit sehr gut bewertet.

Für die Jubiläums-Kinderspielstadt 2018 (10-jähiges) wünschen sich manche Kinder Mc. Donalds, Pommesbude, Burgerking und eine Eisdiele. Andere vermissen Arbeitsstellen, die es letzte Woche oder früher gegeben hat (Reisebüro, Rätselhütte, Homepage oder Modelagentur). Einige Kinder wünschen Kiss-Me 2018 besseres Wetter und dann aber einen Pool. Gerne hätten sie auch eine Arbeitsstelle mit lebenden Tieren (1x ein Pferd zum Reiten). Vorgeschlagen wurden zudem eine Origamiwerkstatt, ein Gericht, eine Schule und eine Apotheke. Ach ja, und Bürgerausweise in blauer Farbe wären auch ganz nett.

Der überwiegende Anteil der Kinder möchte jedoch, dass Kiss-Me genau so bleibt wie es ist, einige hätten es gerne über einen längeren Zeitraum (1x 2 Monate). Und ein Kind beendete seine Auswertung mit: "I love Kiss-Me".

Die Leiter der Spielstadt, Kornelia Perleth und Stefan Rückert, waren sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Wir hatten tolle Kinder, motivierte und fleißige Betreuer und viele sonstige Helfer und Förderer mit an Bord. So wurde aus dem Ferienprogramm etwas richtig Großes. Jeder gehörte dazu, wurde gebraucht und die Leistungen wurden geschätzt. Das war ein gutes Gefühl. 

+++ 11. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 10. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt

Neben den täglichen Nachrichten hat das Fernsehen alle Arbeitsstellen besucht. Diese stellen sich im folgenden Video kurz vor und finden sich zu einem Zug durch die Spielstadt zusammen.


+++ Das sagen die Kinder zur ersten Woche Kiss-Me 2017: +++

Am besten gefallen hat unseren Kindern das Arbeiten, die Wasserschlacht(en) und die Kiss-Me-Hymne, die jeden Morgen gesungen wird.

Weniger gut fanden sie das Steuernzahlen, die Art und Weise, wie die Arbeitsplätze vergeben wurden, den Morgensport und dass am Ende alles teurer wurde. Letzteres lag vor allem daran, dass die Löhne auf Wunsch der Kinder und Bürgermeister um 20% angehoben wurden.

Auf die Frage, wo die Kinder am liebsten gearbeitet haben, wurde jede der Arbeitsstellen mindestens 1x als Lieblingsarbeitsstelle benannt. Die meisten positiven Rückmeldungen bekamen: Bank und Maxboardpark (je 19), Pizzeria (16), Candy (13), Feuerwehr (12), Arbeitsamt, Klettergarten und Freizeitpark (je 11), Zirkus und Krankenhaus (je 10).

Und natürlich haben wir auch gefragt, was sie sich noch für Kiss-Me 2017 gewünscht hätten. Viele Wünsche drehten sich rund ums Essen: Sie hätten sich Crepes, Donats, mehr Salat zum Mittagessen und Eis gewünscht. Andere Kinder wollten 20 Kiesel Lohn (das ist das vierfache von dem, was derzeit gezahlt wird) und die Pausen wurden kritisiert (einer findet sie zu lang, der andere zu kurz), außerdem sollten alle Stände während der eigenen Pause offen haben. Manche wollten mehr oder andere Arbeitsstellen (z. B. dass die Modelagentur wieder angeboten wird oder eine Arbeitsstelle mit lebenden Tieren), andere mehr Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Es gab jedoch auch Stimmen, die mehr Ordnung forderten oder den Vorschlag machten, dass alle Kinder Bürgermeister sind. Einige Kinder wären schon zufrieden gewesen, wenn ihre Bewerbung angenommen worden wäre, andere vermissten einen Pool. Wir werden uns bemühen, den ein oder anderen Wunsch 2018 beim 10jährigen Kiss-Me-Jubiläum zu erfüllen.

O-Ton aus den Rückmeldungen:

- dass man keine Arbeit hat und das Kind krigt trotzdem Geld (sprich: Arbeitslosenunterstützung)

- mehr Schorsen (=Chancen) an Arbeitssachen zu kommen

Ein Kiss-Me-Bürger hat uns die Traumnote 1* gegeben. Was will man mehr?


+++ 09. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 08. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 07. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 04. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 03. August 2017 +++ Nachrichten aus der Kinderspielstadt

 


02.08.2017 +++ Kiss-me ist eröffnet +++ Offizielle Schlüsselübergabe durch Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr

Kiesel von der „Einhornbank“, Ofenfrisches aus der Bäckerei und gute Ideen von jungen Firmengründern: Die Kinderspielstadt „Kiss-Me“ ist auch in diesem Jahr wieder eine ganz eigene Welt – und zwar eine, die bestens funktioniert.

Am Mittwoch wurde das große und aufwändige Ferienprogramm der Stadt Bad Mergentheim in Kooperation mit der Gemeinde Igersheim offiziell eröffnet. Und das bedeutet, dass die nach erfolgreichem Wahlkampf demokratisch gewählten Kinderbürgermeister Lara Metzger und Elias Koch die symbolischen Schlüssel zur Spielstadt überreicht bekommen. Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr tat das mit guten Wünschen für die einwöchige Amtszeit der Spielstadt-Chefs: „Wir sind gespannt, was Ihr umsetzen werdet!“

Die beiden Elfjährigen haben sich einiges vorgenommen: Ein Fußballturnier soll es geben, außerdem hat Elias mit der Aussicht auf einen Kinobesuch für sich geworben und Lara will sich für eine Wasserschlacht und höhere Löhne einsetzen. Denn auch diesmal gilt: Wer die „Kiesel“ genannte Kiss-Me-Währung bekommen und von den Waren und Dienstleistungen anderer profitieren möchte, der muss dafür einer Arbeit nachgehen – und bedauerlicherweise auch Steuern ans Rathaus zahlen.

So funktioniert eben das Gemeinwesen – im Kleinen wie im Großen. Es ist der besondere Charme und Reiz für die Kiss-Me-Bürger, dass auch in ihrer Stadt alles ineinander greift. „Die Kinder erleben hier eine unglaubliche Gestaltungsfreiheit, die großen Eindruck hinterlässt“, beschreibt Kornelia Perleth die Faszination „Kiss-Me“. Perleth verantwortet das Projekt für die Stadt Bad Mergentheim gemeinsam mit Stefan Rückert für die Gemeinde Igersheim. Beide Sozialpädagogen haben inzwischen eine langjährige Kiss-Me-Erfahrung – und dennoch haben sie mit ihrem Team auch in diesem Jahr wieder einige neue Ideen umgesetzt. Keine Kinderspielstadt ist wie die vorherige.

Diesmal gibt es etwa ein Unternehmen, das sich kreative Spiele ausdenkt. Zum Beispiel den verwinkelten „Recycling-Parcours“, bei dem man nicht nur flink seinen Weg suchen, sondern auch noch Abfälle richtig sortieren muss. Hintergrund ist eine Bürgerbefragung, die ergeben hat, dass Sauberkeit in der Stadt den Kiss-Me-Kindern besonders wichtig ist. „Jeder wird bei uns gefragt“, heißt es schließlich in der Kiss-Me-Hymne. Und auch eigene unternehmerische Ideen sind möglich: ein „Startup“ des Jahres 2017 hat auf das Wetter reagiert und die Produktion von Fächern aufgenommen.

Ansonsten gibt es hier wie immer fast nichts, was es nicht gibt: Ein farbenfrohes Zirkuszelt ragt in den Himmel, die Bundeswehr ist mit einem Fahrzeug vor Ort, es wird gekocht, gewerkelt und verwaltet. Zu den besonderen Angeboten gehört unter anderem ein Selbstverteidigungskurs. 300 Kinder sind bei dem besonderen Ferienprogramm in der ersten Woche dabei, mindestens 240 werden es auch nächste Woche sein. Insgesamt 73 Betreuer – die meisten von ihnen im Ehrenamt – geben der bunten Kiss-Me-Welt einen Rahmen.

Von einem „großartigen Angebot der Stadt“ sprach denn auch Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr bei der Eröffnung und bedankte sich bei den Hauptorganisatoren, den haupt- und ehrenamtlich tätigen Helfern, den Gast-Institutionen sowie den vielen Sponsoren, die mit Sach- und Geldspenden das Projekt erst möglich machen. Die professionelle Ausstattung bis in die Details ist eines der Markenzeichen von Kiss-Me.

Der Bürgerschaft der Stadt wünschte Andreas Lehr viel Freude und Spaß: „Ihr macht einen tollen Job – und seid hoffentlich auch nächstes Jahr wieder mit dabei!“

+++ 02. August 2017 +++ 
Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 01. August 2017 +++ 
Nachrichten aus der Kinderspielstadt


+++ 31. Juli 2017 +++ 
Nachrichten aus der Kinderspielstadt