"Kiss Me" - das Blog aus der Spielstadt

Berichte und Bilder werden hier direkt aus der Kinderspielstadt "Kiss-Me" täglich neu präsentiert.

Bürgerversammlung in der Kinderspielstadt
Bürgerversammlung in der Kinderspielstadt "Kiss Me" 2019.

Die elfte Kinderspielstadt Bad Mergentheim hat am Freitagabend die Stadttore geschlossen. Kinder, Betreuer und Eltern teilen mit, wie sie die 2. Woche Kiss-Me fanden.

Fast alle Kinder fanden die 2. Woche Kiss-Me toll. Nur zwei fanden sie zum Teil gut, einem Kind hat es nicht gefallen. Von den Eltern kam sehr viel Lob und auch die Betreuer haben sich in Kiss-Me wohlgefühlt.

Den meisten Kindern hat "alles" besonders gut gefallen, andere benannten genau, was sie gut fanden. Wie in der ersten Woche hat den Kindern vor allem das Arbeiten und die vielen Jobs gefallen - und natürlich das selbst verdiente Geld, mit dem sie machen konnten, was sie wollten. Andere fanden die Betreuer sehr nett oder lobten das gute Essen. Auch die Hymne erfreute sich wieder großer Beliebtheit und bei einigen Kindern sogar der Morgensport.

Nicht so gut fanden die Kinder Streit, Diebstähle oder andere Verbrechen, andere waren genervt von den vielen Polizeikontrollen. Manche Bürger wollten keine Steuern mehr zahlen müssen und andere ärgerten sich darüber, dass die graue Katze, die fast schon Teil des Stadtbilds war, verjagt wurde. Die Mittagspause war einigen zu lang und zu langweilig.

Die Frage "Wo hast Du am liebsten gearbeitet?" beantworteten die Kinder bereitwillig. Schön war, dass jede Arbeitsstelle mindestens einmal als Lieblingsarbeitsstelle benannt wurde. In der zweiten Kiss-Me-Woche haben die Kinder am liebsten im Stadttheater und in der Bank (18x benannt) gearbeitet, gefolgt von der Bäckerei (16x), dem Fernsehen und der Zeitung (12x), der Pizzeria und dem Zirkus (11x) und schließlich dem Lager (10x).

Das Mittagessen wurde überwiegend gelobt, wobei in dieser Woche das beliebteste Mittagessen "Kaiserschmarrn mit Apfelmus" war.

Die meisten Kinder wünschten sich, dass Kiss-Me so bleibt, wie es ist. Es gab jedoch einzelne, die sich mehr und neue Berufe wünschten oder dass mehr Kinder in einer Arbeitsstelle arbeiten dürfen. Manche würden sich gerne mit der gleichaltrigen Freundin gemeinsam auf einen Job bewerben und die Chance haben, dass beide Bewerbungen angenommen werden. Dies verhindert nämlich die Kiss-Me-Regel, denn jeder Betreuer darf nur 2 Bewerbungen annehmen, eine von einem Kind im Alter von 7 - 9 Jahren und eine 10 - 13 Jahre.

Den Kulissenbau, die Elektronik- und die Recyclingwerkstatt und die Malerei wünschten sich etliche Kiss-Me-Bürger zurück. Und obwohl das Essen gelobt wurde, gab es doch Verbesserungsvorschläge wie z. B. Spätzle, Lasagne, Bratwurst-, Crèpes- oder Hot-Dogsstand und natürlich eine Eisdiele. Damit die Eltern die beliebte Kiss-Me-Hymne auch kennenlernen, könnte diese zusätzlich auch abends gesungen werden.

Damit möchte ich mich von der Kinderspielstadt, von Ihnen und Euch verabschieden. Ab September werde ich in der Stadtverwaltung Bad Mergentheim die Leitung des Amtes "Bildung und Betreuung" übernehmen und in dieser Funktion von Trägerseite aus die Kinderspielstadt unterstützen. Es war mir eine Ehre, dieses wunderschöne Ferienangebot über 11 Jahre lang zu begleiten. Ich bedanke mich ausdrücklich für jede Unterstützung in diesen Jahren und für Ihre Treue.

Conny Perleth

 

Kiss-Me-TV, Freitag, 2. Woche

 

Gemeinschaftsaktion, 2. Woche - Ein Tag in Kiss-Me

 

Trickfilm - Der Unfall

 

Trickfilm - Lavakönig

 

Kiss-Me TV, Donnerstag 2. Woche

 

Kiss-Me TV, Mittwoch 2. Woche

 

Kiss-Me TV, Dienstag, 2. Woche

 

Kiss-Me-TV Montag, 2. Woche

 

Die erste Woche "Kiss-Me" ist vorbei, die Spielstadtbürger werten aus!

Jedes Jahr werden die einzelnen Spielstadtwochen schriftlich ausgewertet. Lediglich 5 Kinder teilten mit, dass die 1. Woche "Kiss-Me" sowohl Sonnen- als auch Schattenseiten hatte. Allen anderen hat es richtig gut gefallen, über 50 Kinder hat sogar einfach alles gefallen. Andere fanden die Berufe und das Arbeiten besonders schön, weil sie sich dadurch erwachsen fühlen konnten. Es gab jedoch auch Einzelne, die sich lieber selbstständig machten oder sogar ganz auf's Arbeiten verzichteten.

Generell freuten sich die Spielstadtbürger darüber, wenn sie ihren Wunschjob bekamen und sie dort von netten Betreuern durch den Tag geleitet wurden. Auch die kleinen Besonderheiten der ersten Woche fanden viele Kinder schön, z. B. den Geburtstag von Pinky (das Rathausmaskottchen). Das Spielstadtleben machte richtig viel Spaß, weil alle motiviert mitgemacht haben. Das war auch kein Wunder, denn jeder Arbeitstag begann mit der äußerst beliebten Spielstadthymne. Selbst das Lob an das Leitungsteam wurde nicht vergessen: "Alles sei perfekt organisiert!"

Obwohl die meisten Kinder die erste Spielstadtwoche toll fanden, gab es auch konstruktive Kritik. Die regelmäßigen Polizeikontrollen waren einigen Bürgern lästig und sie wehrten sich gegen die vorgeschriebenen "Impfungen". Manch einer wollte lieber keine oder zumindest weniger Steuern zahlen und / oder mehr Lohn, weil "die Sachen einfach viel zu teuer seien". Kiss-Me wäre noch schöner gewesen, hätten sich alle an die Regeln gehalten, nicht gestritten oder Geld gestohlen. 11 Bürger hätten lieber auf den Morgensport verzichtet, manch einer hätte lieber anderes Essen gehabt (obwohl es den meisten gut geschmeckt hat) oder einen anderen Job. Sowieso fanden nicht alle Kinder die Art und Weise gut, wie die Jobs vergeben wurden. Und die Wartezeiten an den Versorgungsständen waren für einige zu lang.

Die beliebtesten Arbeitsstellen der ersten Spielstadtwoche 2019 waren: Platz 1 teilten sich Feuerwehr und Bank, dicht gefolgt vom Lager/Kaufhaus, Platz 3 teilten sich Polizei, Post und Waffelbäckerei und auf Platz 4 landete die Tanzschule.

Auf die Frage, was die Kinder sich für Kiss-Me noch gewünscht hätten, antworteten die meisten: "Nichts." oder "Da kann man nichts mehr verbessern". Einige Bürger jedoch konnten sich durchaus Veränderungen in Kiss-Me vorstellen, z. B. mehr neue Arbeitsstellen, mehr Arbeitskarten pro Arbeitsstelle, dass die Versorgungsarbeitsstellen in der eigenen Mittagspause geöffnet haben und dass man an Kiss-Me auch noch mit 14 und 15 Jahren teilnehmen darf. Andere schlagen eine Runderneuerung des kompletten Versorgungsbereichs vor mit Mc Donalds, Burgerking, Bratwurst- und Crèpesstand, Pommesbude und Eisdiele. Einige Kinder haben den beliebten Kulissenbau und die Elektronikwerkstatt (Arbeitsstellen aus Kiss-Me 2018) vermisst, andere einen Witzewettbewerb. Mancher wäre schon zufrieden gewesen, hätten die Kiss-Me-Medien bei der Ankündigung des Mittagessens auch das "Veggie-Menue" erwähnt, bei anderen müsste es schon die Einführung eines Tierheimes oder eines Riesenrades sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 1. Woche Kiss-Me 2019 erfolgreich zu Ende ging und die Kinder sehr viel Spaß hatten. Das beweisen auch die vielen Herzchen, mit denen einige Spielstadtbürger die Auswertungsbögen verziert haben.

Am Montag startet die 2. Woche. Wir freuen uns darauf.

Conny und Stefan

 

Gemeinschaftsaktion "Kiss-Me 2019 - 1. Woche"

Kiss Me TV Freitag

Kiss Me TV Donnerstag

Trickfilmstudio - Die Abenteuerreise

Hörspielstudio - Das Horrorhaus

Kiss Me TV Mittwoch

Kiss Me TV Dienstag

Kiss-Me TV Montag

+++ Auftakt mit offizieller Schlüsselübergabe +++

Hunderte Mädchen und Jungen bevölkern dieser Tage wieder das Schulgelände in der Bad Mergentheimer Au und machen es zu ihrer Kinderspielstadt „Kiss-Me“. Zum Auftakt überreichte Oberbürgermeister Udo Glatthaar symbolisch die Schlüssel an die beiden frisch gewählten Stadtoberhäupter.  

Wenn zwei Wochen lang je 300 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren ihr eigenes Gemeinwesen bilden, das zudem tadellos funktioniert, dann ist wieder „Kiss Me“-Zeit in Bad Mergentheim. Insgesamt nutzen in diesem Jahr mehr als 530 Kinder das beliebte Angebot der Stadt Bad Mergentheim in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Igersheim.

Traditionell wird für „Kiss-Me“ ein großer Aufwand betrieben, damit eine richtige Stadt entsteht. Deren Bürger leben und arbeiten wie die Großen: Sie verdienen Geld, zahlen Steuern und organisieren ihre Gemeinschaft. Mehr als 45 Berufe aus allen Sektoren – von der Dienstleistung bis zur Produktion – greifen dabei reibungslos ineinander. Flankiert wird das Stadtleben von Institutionen wie der Polizei oder der öffentlichen Verwaltung, die in diesem Jahr „Flamingo-Rathaus“ heißt.

Die Kinder lernen aber nicht nur spielerisch und mit jeder Menge Spaß und Eigenverantwortung das Erwachsenenleben kennen, sie leben in „Kiss-Me“ auch ein Stück Demokratie. So wurden nach engagiertem Wahlkampf mit vielen Bewerbern für die erste Woche Lara Metzger (13) und Nikolas Reuss (12) zu Bürgermeistern gewählt.

OB Udo Glatthaar überreichte seinen beiden Kollegen im Beisein von Vertretern des Gemeinderates feierlich die Schlüssel zur Spielstadt: Kiss-Me sei eine „wunderbare Einrichtung“, auf die die Stadt sehr stolz sei. Der Oberbürgermeister dankte allen Helfern und Sponsoren, stellvertretend dem Oberstabsfeldwebel des 1. Transporthubschrauberregiments 30 Niederstetten, Christian Schmitt, der nicht mehr nur die Feuerwehr-Ausbildung der Kiss-Me-Bürger verantwortet, sondern inzwischen auch mit Bundeswehr-Köchen das große Gasthaus der Spielstadt verstärkt.

Insgesamt sind verteilt auf beide Wochen 86 Helfer im Einsatz – größtenteils ehrenamtlich. Neben der Stadtverwaltung entsenden auch Unternehmen wie „Bartec“ oder die Sparkasse Auszubildende als personelle Verstärkung für „Kiss-Me“.

Den offiziellen Auftakt nutzte OB Udo Glatthaar auch dazu, Sharleen Kalwach vorzustellen. Sie wird ab dem kommenden Jahr das große Projekt „Kiss-Me“ leiten, da Kornelia Perleth als Amtsleiterin für Bildung und Betreuung eine Führungsfunktion im Bad Mergentheimer Rathaus übernimmt. Zweiter Kiss-Me-Verantwortlicher bleibt Stefan Rückert aus Igersheim.

Für die kommenden Tage haben die neuen Bürgermeister klare Ziele. Lara setzt auf Dialog mit der Kiss-Me-Einwohnerschaft und will viele Anregungen aufgreifen. Nikolas hat sich das Thema „Sicherheit“ auf die Fahnen geschrieben. Dass Kiesel (das ist die Kiss-Me-Währung) geklaut würden, dürfe sich nicht noch einmal wiederholen.

Offizielle Schlüsselübergabe mit OB Udo Glatthaar und den Kinder-Bürgermeistern Nikolas Reuss und Lara Metzger (Mitte) sowie (v.l.) Stadträtin Birgit Teufel, Stadträtin Silke Stahnke, der künftigen Kiss-Me-Leiterin Sharleen Kalwach, den beiden derzeitigen Hauptverantwortlichen Stefan Rückert und Kornelia Perleth, Stadträtin Manuela Zahn und Oberstabsfeldwebel Christian Schmitt.