Bad Mergentheim ruft zu Spenden für die Partnerstädte auf

Vier internationale Städtepartnerschaften pflegt Bad Mergentheim – und das seit Jahrzehnten. Um in der Coronakrise ein Zeichen der Solidarität zu setzen, ruft die Stadt nun zum Spenden auf.

Die Kirche San Bartolomeo und der Piazza Martiri in glücklicheren Tagen in Borgomanero. Viele Bad Mergentheimer konnten den Charme der Stadt bereits genießen.
Die Kirche San Bartolomeo und der Piazza Martiri in glücklicheren Tagen in Borgomanero. Viele Bad Mergentheimer konnten den Charme der Stadt bereits genießen.

„Das Virus verbreitet sich weltweit, aber einige unserer Freunde hat es besonders hart getroffen. Und wann, wenn nicht in einer derartigen Krise sollten Verbundenheit und Hilfsbereitschaft zum Ausdruck kommen“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. „Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für gelebte Gemeinschaft und den menschlichen Zusammenhalt auf europäischer und internationaler Ebene!“, so sein Aufruf.

Die Stadt hat zu diesem Zweck ein Spendenkonto eingerichtet, auf das Bürger ab sofort ihren individuellen Beitrag einzahlen können. Das Geld soll vor allem dort zum Einsatz kommen, wo es momentan am dringendsten gebraucht wird.

Von den vier Partnerstädten (Borgomanero in Italien, Fuefuki in Japan sowie Digne-les-Bains und St. Marie du Mont in Frankreich) hat es vor allem Borgomanero schwer getroffen. Die Stadt liegt in Norditalien in der Region Piemont, nicht weit von Mailand entfernt. Genau diese Gegend war das frühe europäische Epizentrum der Pandemie.

„Wir halten zu allen Partnerstädten Kontakt und wissen, dass die Lage vor allem in Borgomanero immer noch sehr angespannt ist“, berichtet der für die Städtepartnerschaften verantwortliche Fachbereichsleiter Jürgen Friedrich. Neben der starken Verbreitung des Virus belaste die Menschen dort nun auch die wirtschaftliche Situation sehr stark. Viele Bürger der Partnerstadt seien auf Lebensmittel- und Sachspenden angewiesen, um über die Runden zu kommen.

Genau bei diesen Problemen sollen die Spenden aus Bad Mergentheim ansetzen. „Durch die lange gewachsenen Kontakte und das Vertrauensverhältnis können wir versprechen, dass die Hilfen auf direktem Wege dafür eingesetzt werden, die Not der Menschen zu lindern“, sagt Jürgen Friedrich.

Das Spendenkonto wurde von der Kämmerei bei der Sparkasse Tauberfranken eingerichtet und hat die IBAN: DE92 6735 2565 0002 2658 17. Der Einzahlungsbeleg bei Bareinzahlung oder der Buchungsbeleg des eigenen Kreditinstituts bei Überweisung genügt bereits, um die Spende steuerlich nachweisen zu können.

„Schon jetzt bedanken wir uns herzlich für jedes Zeichen der Hilfsbereitschaft gegenüber den Partnerstädten“, sagt OB Udo Glatthaar. „In der Krise zeigt sich der Wert dieser besonderen Freundschaften genauso wie in all den erfolgreichen Austauschprogrammen mit schönen gemeinsamen Erlebnissen, die wir miteinander hatten und hoffentlich auch bald wieder haben werden.“