Windkraft: Bad Mergentheimer Teilflächennutzungsplan genehmigt

Veröffentlicht am Dienstag, 12. Juli 2022

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Teilflächennutzungsplan „Konzentrationszonen für Windkraftanlagen“ der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Bad Mergentheim genehmigt.

Ziel des Teilflächennutzungsplanes ist es, Potenzialflächen für die Bündelung von Wind-energieanlagen auf dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft zu ermitteln, geeignete Kon-zentrationszonen festzulegen und damit auch den Ausschluss anderer Flächen für die Windkraftnutzung zu begründen.  

Als Konzentrationszone für Windkraftanlagen über 50 Meter Gesamthöhe wird der Nordteil der westlich von Althausen ermittelten Potenzialfläche mit einer Fläche von etwa 61 Hektar ausgewiesen. Die Konzentrationszone liegt auf den Gemarkungen Althausen und Dainbach. Die Nabenhöhe der Windkraftanlagen wird auf maximal 150 Meter über Grund begrenzt.

Nach der Genehmigung hat die Stadt zum Teilflächennutzungsplan noch letzte Bearbeitungsschritte, wie die  zusammenfassende Erklärung, vorzunehmen und diesen dann formal bekannt zu geben. Genehmigungsbehörde für konkrete Bauprojekte auf den Flächen ist das Landratsamt im Rahmen eines immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens durch das dortige Bauamt. In solchen Verfahren wird die Stadt angehört. Die Flächen sind nicht städtisch. Außerhalb der Konzentrationszone können Projekte für Windkraftanlagen allenfalls in begründeten Ausnahmefällen verwirklicht werden.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar bedankt sich beim Regierungspräsidium Stuttgart für die Genehmigung des umfangreichen Teilflächennutzungsplanes, der noch einmal sorgfältige Prüfungen und intensive Abstimmungen vorausgegangen seien. „Wir haben damit einen jahrelangen, sehr aufwändigen und komplexen Prozess zu einem Ende gebracht. Dem jetzt genehmigten Plan liegen klare Schutzkriterien vor negativen Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen zugrunde ebenso wie umfangreiche artenschutzrechtliche Untersuchungen, teilweise in Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen.“

Grundsätzlich weist der OB noch einmal darauf hin, dass die Prüfung und Ausweisung von Konzentrationszonen dazu dient, klare Vorgaben zu schaffen, andere Flächen auszuschließen und damit den oft befürchteten „Wildwuchs“ zu verhindern: „Mit dem vorliegenden Ergebnis einer moderaten und verträglichen Konzentrationszone leisten wir als Verwaltungsgemeinschaft unseren Beitrag zur Energiewende und werden unserer Verantwortung gerecht.“

Abschließend bedankt sich Udo Glatthaar bei allen, die an dem Teilflächennutzungsplan mitgearbeitet, den Prozess kritisch und konstruktiv begleitet oder die nötigen politischen Weichenstellung vorgenommen haben.