Wettbewerb „grünt und blüht“ setzt ein Zeichen wider die Steingärten

Im Kulturforum sind wieder die schönsten Bepflanzungen der Kurstadt ausgezeichnet worden. Der einstige „Blumenschmuckwettbewerb“ trägt inzwischen den Namen „Bad Mergentheim grünt und blüht“ – und soll damit ein klares Zeichen setzen.

Die Erst- bis Drittplatzierten beim Wettbewerb „Bad Mergentheim grünt und blüht“.
Die Erst- bis Drittplatzierten beim Wettbewerb „Bad Mergentheim grünt und blüht“.

Die Organisatoren des Kur- und Tourismusvereins (KTV), der Stadt Bad Mergentheim und der BAGeno freuten sich in diesem Jahr über 52 Teilnehmer. Das sind zwei mehr als im Vorjahr. „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihr Engagement, um unsere Stadt schöner zu machen“, sagte Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn zur Begrüßung. Die große Mühe, die in die üppigen und ebenso in die kleinen Pflanzen-Arrangements gesteckt worden sei, verdiene eine Belohnung.

Der KTV-Vorsitzende André Kurtze erklärte den neuen Namen der Aktion: Es gehe eben nicht mehr nur um Blumenschmuck allein, sondern auch um Grasflächen, Hecken oder Sträucher: „In Zeiten des Insektensterbens soll von uns ein Appell für den naturbelassenen Garten ausgehen.“ Steingärten seien vielleicht pflegeleicht, passten aber nicht mehr in die Zeit.

Ein ausdrückliches Lob für diesen neuen Akzent kam von Josef Gulde, dem Vorsitzenden der Naturschutzgruppe Taubergrund. In seinem Grußwort rief er dazu auf, „Oasen für Insekten und Vögel“ zu schaffen und auch Fassaden- und Dachbegrünung in Erwägung zu ziehen. Das verbessere das Umgebungsklima unmittelbar und nachweislich.

Fast 25 Gutachter waren in diesem Jahr in den sieben Stadtbezirken unterwegs und haben die angemeldeten Gärten inspiziert. Alle Teilnehmer erhielten am Festabend im voll besetzten Kulturforum eine Urkunde, eine Rose und ein kleines Weinpräsent. Besonders geehrt wurden die jeweils Erst- bis Drittplatzierten, die zusätzlich einen Geschenkgutschein erhielten.

Im Bezirk 1 (Kernstadt) gewann Jürgen Zeitler vor Regina Schiller und Friedrich Dörner. Im Kernstadt-Bezirk 2 teilen sich Michaela Fischer sowie Dieter Krauss und Rudolf Fritsch den ersten Platz, gefolgt von Helga Lingner und Uwe Beißner auf Platz zwei. Rang drei belegt Erna Herz. Im Bezirk 3 (Kernstadt) heißt der Sieger Lothar Maier, es folgen auf dem zweiten und dritten Platz Rita Koch und Martha Hay. Den vierten Kernstadt-Bezirk entschied Edeltraud Schlenk für sich, gefolgt von Thomas Stussnat und Margit Kroboth.

Im Bezirk 5 holten Karl und Roswitha Götz aus Edelfingen des Sieg. Platz zwei ging an Familie Schuch aus Löffelstelzen, Platz drei an Hildegard Brand aus Löffelstelzen. Im Bezirk 6 gab es gleich drei Sieger: Gertrud Beez aus Apfelbach, Maria Stütz aus Lustbronn und Franz Haag aus Stuppach. Den zweiten Platz belegte Tobias Moll aus Hachtel vor dem Drittplatzierten Karl-Heinz Walter aus Herbsthausen.

Bezirk 7 umfasst den größten Stadtteil: Markelsheim. Bei sehr hoher Beteiligung im Weinort gewannen Magda und Theo Sazinger vor Karin und Franz Imhof. Platz drei erreichte der Garten von Maria Peppel.

Während der Siegerehrung wurden die Besucher nicht nur von den auf Großleinwand gezeigten Bildern der prämierten Gärten verzückt, sondern auch von den Mundart-Liedern und Instrumentalstücken des Gitarren-Virtuosen Ralf Glenk. Dazu gab es noch einen emotionalen Abschied: Für den KTV-Vorsitzenden André Kurtze und die Geschäftsführerin Maria Günter war es der letzte Wettbewerb, da sie ihre Vereins-Ämter aufgeben.

Da beide diese Aktion über Jahre begleitet und geprägt hatten, wurden sie von Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn, der stellvertretenden Tourismusamts-Leiterin Veronika Morgenroth, der Projekt-Verantwortlichen Manuela Wischnewski sowie von Andreas Huck und Carmen Schäfer von der BAGeno feierlich verabschiedet. Als Überraschungs-Dankeschön wurden große Blumensträuße überreicht.

„Bad Mergentheim grünt und blüht“ geht jedoch weiter – und alle Verantwortlichen versammelten sich gemeinsam hinter dem Aufruf an die Bad Mergentheimer, nächstes Jahr wieder oder erstmals mitzumachen.

Traditionell bedankte sich die Stadt bei der Feierstunde auch sehr herzlich bei der Gruppe „Auskunft vom Bürger“ für deren ehrenamtlichen und zeitaufwändigen Einsatz im Kulturforum. Eine Anerkennung dafür erhielten Maria Althapp, Eva Maria Kraus und Roswitha Ries.

André Kurtze (li.) und Maria Günter (Mitte) wurden von den Mit-Organisatoren mit einem großen Dankeschön verabschiedet (v.l.): Manuela Zahn, Veronika Morgenroth, Manuela Wischnewski, Andreas Huck und Carmen Schäfer.

André Kurtze (li.) und Maria Günter (Mitte) wurden von den Mit-Organisatoren mit einem großen Dankeschön verabschiedet (v.l.): Manuela Zahn, Veronika Morgenroth, Manuela Wischnewski, Andreas Huck und Carmen Schäfer.