Trotz Corona fast 20.000 Besucher für Veranstaltungen gewonnen

Die Stadt Bad Mergentheim konnte bei eigenen oder gemeinsam mit Partnern umgesetzten Veranstaltungen im Frühjahr und Sommer trotz Corona insgesamt fast 20.000 Besucher verzeichnen.

Mit Veranstaltungen wie dem Waldkino konnten in Bad Mergentheim trotz Corona viele Besucher angelockt werden. (Bild: Jens Hackmann)
Mit Veranstaltungen wie dem Waldkino konnten in Bad Mergentheim trotz Corona viele Besucher angelockt werden. (Bild: Jens Hackmann)

Eine entsprechende Zwischenbilanz für das Ausnahmejahr 2020 hat das Kulturamt jetzt vorgestellt und mit einer Vorschau auf die kommenden Herbst- und Wintermonate verbunden. Nachdem die Pandemie für gleich mehrere traditionelle Großveranstaltungen (darunter Stadtfest, Volksfest oder Internationales Oldtimerbus-Treffen) eine Zwangspause brachte, waren neue Formate gefragt. „Oberste Priorität hatte dabei zu jeder Zeit der Gesundheitsschutz – Projekte, die ihn nicht gewährleistet hätten, haben wir im Zweifel abgesagt oder verschoben“, bekräftigt Oberbürgermeister Udo Glatthaar noch einmal die besondere Verantwortung, in der sich die Verwaltung sieht.

Dennoch konnten neue Formate ins Leben gerufen oder bestehende Veranstaltungen anders organisiert werden. Den Auftakt machte das bereits im April gestartete Autokino, das gemeinsam mit dem Wildpark und dem Kino „Movies“ umgesetzt wurde und 7.500 Zuschauer verzeichnete. Die im Mai eröffnete Cartoon-Ausstellung „Viel Spaß“ mit Werken von Uli Stein haben bislang ebenfalls 7.500 Menschen gesehen. Das auf den Volksfestplatz verlegte Streetfood Festival lockte Anfang August trotz Umzäunung und Eintrittsgeld weitere 2.500 Besucher an.

Im späteren Verlauf des Sommers gab es dann eine Neuauflage des Waldkinos, das diesmal wegen der besonderen Situation verlängert wurde. Neben den Projekt-Partnern des Autokinos war hier auch wieder die Solymar Therme mit dabei und gemeinsam begrüßten die Veranstalter 2.000 Gäste zu den atmosphärischen Film-Vorstellungen. Auch die Freiluft-Kulturtermine von „Literatur im Schloss“ hat die Stadt unterstützt und gut 250 Interessierte genossen das erlesene Angebot.

„In der Addition sind das bis heute fast 20.000 Einwohner, Tagesgäste und Urlauber, denen wir besondere Erlebnisse in sicherem Umfeld bieten konnten“, freut sich Kulturamtsleiter Kersten Hahn. Betrachte man die Umstände und den hohen Aufwand in Sachen Hygiene, so seien das beeindruckende Zahlen.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass sich das städtische Kulturamt seit April und noch voraussichtlich bis Ende des Jahres in Kurzarbeit befindet. „Dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit starken Partnern wie Wildpark, Therme, Kino oder ‚Literatur im Schloss‘ so ein attraktives Programm auf die Beine gestellt haben, verdient große Anerkennung“, so der OB. Gemeinsam mit weiteren Angeboten von Einrichtungen wie dem Deutschordensmuseum oder der Kurverwaltung sei in Bad Mergentheim trotz Corona fast durchgängig etwas geboten gewesen.

Bereits jetzt wird allerorten auch das Thema Weihnachtszeit und Weihnachtsmärkte diskutiert. Dazu sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar: „Wir sind uns intern einig, dass es auch 2020 ein festlich-weihnachtliches Erlebnis in Bad Mergentheim geben wird. Darüber tauschen wir uns aktuell mit allen zuständigen Ämtern, Stellen und Interessengruppen aus. So wird derzeit daran getüftelt, wie das Thema in Pandemie-Zeiten ausgestaltet werden kann – es sind aber noch einige ausstehende Landes-Vorgaben abzuwarten.“

Kersten Hahn hebt auch im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt das Thema Kooperationen hervor: „Das Schöne in Bad Mergentheim ist, dass wir nicht auf die Strahlkraft einer einzelnen Einrichtung setzen müssen, sondern es ein kreatives und ideenreiches Miteinander der unterschiedlichsten Akteure gibt.“ Damit soll im Herbst und Winter keineswegs Schluss sein. Schon jetzt haben sich die Beteiligten darauf verständigt, dass es noch im Oktober eine Neuauflage des Autokinos geben wird. Die Uli-Stein-Ausstellung wurde bis 18. Oktober verlängert. Gemeinsam wird an der Ausgestaltung des Weihnachtsmarkts und an zusätzlichen Attraktionen geplant und gefeilt.