Tourismus-Zuwächse im ersten Halbjahr / Neuer Wohnmobilstellplatz fertig

Das erste Halbjahr 2018 war in Bad Mergentheim touristisch ein Erfolg. Ankünfte und Übernachtungen sind im Vorjahresvergleich weiter gestiegen. Auch der neue Wohnmobilstellplatz ist fertig.

Die Tafeln mit Sehenswürdigkeiten und Kilometer-Angabe schmücken den neuen Wohnmobilstellplatz in Bad Mergentheim.
Die Tafeln mit Sehenswürdigkeiten und Kilometer-Angabe schmücken den neuen Wohnmobilstellplatz in Bad Mergentheim.

„Spring ins Glück“ lautet das Motto der aktuellen Tourismus-Kampagne der Stadt. Und einen Sprung nach oben haben auch die Zahlen gemacht, die das Statistische Landesamt für die Kurstadt erhebt. Konkret gab es von Januar bis Juni 66.902 Ankünfte von Übernachtungsgästen, das sind 2,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017.

Die Zahl der Übernachtungen (hier werden alle Nächte zusammengezählt, die die Gäste in Bad Mergentheim verbringen) kletterte um 0,5 Prozent auf 283.993. Besonders starke Zuwächse wurden bei den ausländischen Gästen verzeichnet, wo das Plus bei 3,4 Prozent bei den Ankünften und bei 11,2 Prozent bei den Übernachtungen lag.

Die tatsächlichen Ankunfts- und Übernachtungs-Zahlen, die die Kurverwaltung errechnet, sind sogar noch höher, da das Statistische Landesamt Betriebe mit weniger als zehn Betten sowie einige Kliniken nicht erfasst. Als Referenzgröße, die auch Vergleiche ermöglicht, sind die „Stala“-Zahlen trotzdem eine wichtige Orientierungsgröße für die touristisch Verantwortlichen.

Auch die Ende 2017 verstärkten Bemühungen, Klein- und Kleinstvermieter online buchbar zu machen, hat die Tourist-Information nun erstmals bilanziert. Der Wechsel auf ein neues System des Bayern Reise Service hat unter anderem zum Ergebnis, dass bereits im Juni die Zahl der gesamten Online-Buchungen 2017 über www.bad-mergentheim.de und die angeschlossenen Kanäle erreicht worden ist. Der Umsatz über Online-Buchungen liegt mehr als 20 Prozent über dem des Vorjahres, die Zahl der online generierten Übernachtungen stieg um mehr als 56 Prozent.

Der Grund: Die neue Online-Buchbarkeit wird auf mehreren Kanälen ausgespielt, somit sind die Gastgeber nicht mehr nur über die städtische Internetseite auffindbar. Betriebe, die sich dem neuen und messbar erfolgreichen System anschließen möchten, können sich an die Tourist-Information wenden. Die Stadt betont die Chance für die kleinen Häuser und Ferienwohnungen, damit auch über international erfolgreich agierende Kanäle wie „Booking.com“, hrs oder Airbnb gefunden und gebucht werden zu können.

Noch eine erfreuliche Entwicklung im Tourismus bringt der Sommer: Der neue Wohnmobilstellplatz der Stadt ist fertig. Dieser war Ende 2017 im Bereich des Volksfestplatzes verlegt, erweitert und deutlich aufgewertet worden. Es gibt jetzt 30 statt 20 Stellplätze, dazu WLAN, eine Prospektauslage und einen Plakataushang. Zuletzt wurden noch die  in Zusammenarbeit mit dem Wildpark gefertigten Tafeln fertiggestellt, die den Stellplatz mit Bildern von 14 unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen Bad Mergentheims ansprechend gestalten.

Der attraktivere Platz für die Wohnmobil-Urlauber hat sich bereits ausgezahlt: Er verzeichnete in den vergangenen Monaten rund 30 Prozent mehr Ankünfte und Übernachtungen als der Vorgänger.

Für Oberbürgermeister Udo Glatthaar ist die erfolgreiche erste Jahreshälfte gleichzeitig Ansporn, auch bis zum Jahresende weiter am touristischen Aufschwung der Stadt zu arbeiten: „Wir haben mit allen Akteuren gemeinsam in den vergangenen Jahren viel erreicht und uns ambitionierte Ziele gesteckt. Deshalb wollen wir bis zum Jahresende 2018 das angekündigte touristische Entwicklungskonzept als strategische Planung für die nächsten Jahre erarbeitet  haben.“ Ziel müsse es sein, dass sich der nachhaltige touristische Aufschwung, den die Stadt seit 2014 erlebe, weiterhin fortsetze.

Auch neue Veranstaltungshighlights wie der im Juli vorgestellte Main-Tauber-Weihnachtscircus auf dem Volksfestplatz würden dazu beitragen, dass Bad Mergentheim für das zweite Halbjahr 2018 und darüber hinaus gut aufgestellt sei, blickt Udo Glatthaar optimistisch nach vorn.