Stuppach: Gedenken am Volkstrauertag mit Gästen aus Duisburg
Nach dem Gottesdienst ging ein Stiller Zug zum Ehrenmal auf dem Soldatenfriedhof. Angeführt von der Reservistenkameradschaft Stuppach setzte sich der Schweigemarsch in Richtung Ehrenmal in Bewegung. Die getragenen Klänge der Trachtenkapelle verliehen dem Zug eine tief bewegende Atmosphäre.
Die Reservistenkameradschaft Stuppach stellte, wie in jedem Jahr, eine Ehrenformation. In ihren Uniformen und mit Fahnenabordnung gaben sie dem Gedenken ein würdiges und respektvolles Bild.
Nach dem Friedensgebet von Pfarrer Bogdan Stolarczyk setzten die Gäste aus Duisburg ein Zeichen der Verbundenheit.
1945 starben bei Stuppach 9 junge Schüler vom Steinbart Gymnasium bei Stuppach, weshalb die Delegation an der Gedenkveranstaltung teilnahm. Ihr Sprecher hob hervor, wie bedeutsam es sei, gemeinsam Erinnerungs- und Friedenskultur zu pflegen: „Gerade in Zeiten weltweiter Konflikte möchten wir hier in Stuppach zeigen, dass Städte und Gemeinden miteinander stehen können – für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit.“
Die Duisburger legten gemeinsam mit dem Stuppacher Ortsvorsteher Erwin Landwehr einen Kranz nieder und verneigten sich vor den Opfern von Krieg und Gewalt.
Am Ehrenmal begrüßte Ortsvorsteher Erwin Landwehr die Besucherinnen und Besucher. In seiner eindringlichen Ansprache erinnerte er daran, dass der Volkstrauertag mehr sei als eine historische Pflicht: „Wir gedenken heute nicht nur der Gefallenen der Weltkriege, sondern aller Opfer von Krieg, Gewalt, Terror und Vertreibung. Dieser Tag mahnt uns, wie wertvoll Frieden ist – und wie verletzlich.“
Der Ortsvorsteher dankte den örtlichen Vereinen für ihr Engagement und würdigte insbesondere die langjährige Freundschaft mit der Duisburger Delegation. Diese Partnerschaft, so betonte er, zeige, wie wichtig Austausch und Zusammenhalt über regionale Grenzen hinweg seien.
Die Trachtenkapelle Stuppach gab der Zeremonie mit Stücken wie „Ich hatt’ einen Kameraden“ einen feierlichen Rahmen. Während der Kranzniederlegung standen Mitglieder der Reservisten in stiller Ehrenwache am Ehrenmal.
Mit einer eindrucksvollen Mischung aus Musik, Besinnung und Gemeinschaft gelang es Stuppach auch in diesem Jahr, den Volkstrauertag zu einem würdevollen und nachdrücklichen Appell für Frieden und Zusammenhalt zu machen.
