Stadt stellt Bilanz des „Stadtradelns“ vor

Veröffentlicht am Mittwoch, 11. August 2021
OB Udo Glatthaar (Mitte) ehrte mit Kersten Hahn (ganz außen re.) und Heike Brügel (ganz außen li.) die Stadtradeln-Teilnehmer.
OB Udo Glatthaar (Mitte) ehrte mit Kersten Hahn (ganz außen re.) und Heike Brügel (ganz außen li.) die Stadtradeln-Teilnehmer.

Zum zweiten Mal hat sich Bad Mergentheim im Mai an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ beteiligt. Jetzt hat die Verwaltung Bilanz gezogen und die engagiertesten Teams und Fahrer geehrt.

Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Über 2.000 Kommunen in Deutschland machten allein in diesem Jahr mit. Da die Themen Fahrrad-Infrastruktur und Klimaschutz gerade eine große Rolle in Bad Mergentheim spielen, hatte OB Udo Glatthaar als Schirmherr gemeinsam mit dem Sportamt die Aktion bereits zum zweiten Mal für Bad Mergentheim ausgerufen.

Nach der erfolgreichen Premiere im Herbst 2020 ist auch die diesjährige Neuauflage geglückt, wie jetzt bei einer kleinen Siegerehrung für die erfolgreichsten Teams und Einzel-Radler deutlich wurde. „Ihre herausragende Leistung wird stellvertretend für alle 660 Bad Mergentheimer gewürdigt, die mit uns für ein gutes Klima in die Pedale getreten sind. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen für diese Gemeinschaftsleistung!“, sagte Oberbürgermeister Udo Glatthaar, der selbst auch teilgenommen hatte.

Die 660 aktiven Radfahrer Bad Mergentheims haben sich in 47 Teams organisiert und im dreiwöchigen Aktionszeitraum exakt 128.673 Kilometer gesammelt, mehr als doppelt so viele wie noch bei der Premiere und somit rein rechnerisch genug, um damit 5-mal in die japanische Hauptstadt Tokio und wieder zurück zu fahren. Am Ende stand eine CO2-Vermeidung von knapp 19 Tonnen zu Buche. Bei der internen „Stadtmeisterschaft“ steht das Team „Löffelstelzen radelt“ ganz oben (21.170 Kilometer), gefolgt vom „TV Bad Mergentheim“ (12.895 Kilometer) und dem Unternehmen „Roto“ (11.841 Kilometer). In der Kategorie „Bestes Schulteam“ wurde die „Grund- und Realschule St. Bernhard Bad Mergentheim“ ausgezeichnet (8.380 Kilometer).

Die drei unermüdlichsten Radfahrer beim Stadtradeln 2021 waren Karl Müller (2.025 Kilometer, Team „Löffelstelzen radelt“), Siegfried Stein (1.930 Kilometer, Team „Offenes Team Bad Mergentheim“) und Michael Müller (1.917 Kilometer, Team „Löffelstelzen radelt“). Die größten unter den 47 Teams waren „Löffelstelzen radelt“ (65 Fahrer), die Grund- und Realschule St. Bernhard (56 Fahrer) und die Firma Roto (48 Fahrer). Für die drei besten Einzelradler gab es neben Urkunden auch M-Card Gutscheine als Anerkennung durch die Stadt. Die besten Teams erhielten jeweils Eis-Gutscheine.

„Das zeigt, dass Bad Mergentheim wieder in seiner ganzen Breite beim diesjährigen Stadtradeln präsent war und einen gewissen sportlichen Ehrgeiz entwickelt hat“, freute sich OB Udo Glatthaar. Auch ein kleiner Austausch hat stattgefunden. So berichteten einige Teilnehmer von ihren Erlebnissen und lobten, dass durch das Stadtradeln ein echtes Wir-Gefühl entstehen konnte. Die Stadtverwaltung will diesen Schwung und die entstandene Begeisterung nutzen. „Radverkehr und Klimaschutz bleiben wichtige Themen in unserer Stadt“, wirbt OB Udo Glatthaar und appelliert an alle, auch beim nächsten Mal wieder mit zu radeln.

Auch Kultur- und Sportamtsleiter Kersten Hahn ist von der Aktion Stadtradeln begeistert: „Es hat wirklich Spaß gemacht zu sehen, wie sich auch diesmal die Teilnehmer wieder gegenseitig motiviert haben.“ Vor allem über die hohe Anzahl an Teilnehmern freute sich der Kultur- und Sportamtsleiter, weshalb er direkt die nächste Neuauflage im Frühjahr 2022 ankündigte. Der konkrete Aktionszeitraum für das kommende Jahr wurde aber noch nicht festgelegt. Kersten Hahn bedankte sich auch bei seinem Team für die organisatorische Begleitung des Stadtradelns im Sportamt.

Die Initiative Stadtradeln gibt es seit 2008. Sie wird vom Klima-Bündnis initiiert und will für das Radfahren im Alltag sensibilisieren. „Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden“, lautet einer der Leitsätze der Kampagne.