Stadt bezuschusst Katzen-Kastration

Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Januar 2024
Werben gemeinsam dafür, Katzen kastrieren zu lassen (v.l.): Jasmin Paul, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins, Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Sabine Stutz, Sachgebietsleiterin Ordnungs- und Gewerbeamt.
Werben gemeinsam dafür, Katzen kastrieren zu lassen (v.l.): Jasmin Paul, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins, Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Sabine Stutz, Sachgebietsleiterin Ordnungs- und Gewerbeamt.

Unter dem Motto „Keine Lust auf Katzenjammer“ bezuschusst die Stadt Bad Mergentheim die Kastration von Freigänger-Katzen. Kooperationspartner sind der Tierschutzverein Bad Mergentheim und Umgebung sowie zwei Tierarzt-Praxen. Die Aktion startet am Donnerstag, 1. Februar.

Um die Katzen-Population zu regulieren, hat der Gemeinderat der Großen Kreisstadt für 2024 und 2025 ein jährliches Budget von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Daraus erhalten Bad Mergentheimer Bürgerinnen und Bürger einen Zuschuss von 50 Euro, wenn sie ihre Freigänger-Katze kastrieren lassen. Es sind jedoch einige Abläufe zu beachten, die die Stadtverwaltung und der Tierschutzverein nun im Detail vorstellen.

Zunächst muss die Voraussetzung erfüllt sein, dass die Halterin oder der Halter im Stadtgebiet von Bad Mergentheim lebt. Der Termin zur Kastration ist weiter – sofern er bezuschusst werden soll – nur in einer dieser beiden Kooperations-Praxen zu vereinbaren: Tierärzte Weikersheim (Bahnhof 9, Telefon 07934/ 993579) oder Tierarztpraxis Meenhard Wäcken in Unterbalbach (Oberbalbacher Straße 1, Telefon 09343/ 4378). Die Katze muss mittels Chip gekennzeichnet und von der Praxis in einem Haustierregister (FindeFix oder Tasso) registriert werden. Sind alle diese Punkte erfüllt, erlässt die Praxis 50 Euro des Rechnungsbetrages. Es ist dabei auch zulässig, dass ein Halter oder eine Halterin mehrere Freigänger-Katzen bezuschusst kastrieren lässt.

„Die Bad Mergentheimer Katzen-Halterinnen und Katzen-Halter haben Glück, denn ihre Stadt hat erkannt, wie wichtig das Thema Katzenschutz im gesamten Stadtgebiet ist“, freut sich Jasmin Paul, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Immer noch leben viele Katzen auf der Straße, ausgesetzt oder verwildert, oft krank, verletzt und hungrig. Sie produzieren miteinander, aber auch mit unkastrierten Freigänger-Katzen jede Menge ungewollten Nachwuchs. Die Katzenbabys sterben oft nach langem Leidensweg oder landen bei uns im Tierheim – und jedes Jahr werden es mehr.“

Deshalb appellieren Jasmin Paul und Sabine Stutz, Sachgebietsleiterin Ordnungs- und Gewerbeamt der Stadt, an alle Besitzerinnen und Besitzer von Katzen: „Lassen Sie die Tiere kastrieren, chippen und registrieren. Zeigen Sie Verantwortung und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz im gesamten Stadtgebiet von Bad Mergentheim.“ Leider sei noch immer jede zehnte Katze nicht kastriert. Hier setze das neue Programm an und gebe einen attraktiven finanziellen Anreiz.

Die Kastration von Katzen hat noch weitere Vorteile: Die Lebenserwartung des Haustiers steigt, es gibt weniger Revierkämpfe, bei Katern entfällt das Markierverhalten und weibliche Katzen haben weniger hormonell bedingte gynäkologische Erkrankungen.

Über das Programm informiert auch ein Flyer, der beim Tierschutzverein oder bei der Stadtverwaltung erhältlich ist.