Neue Ausstellung "Quintessenzen" ist ein "erlebnissatter Genuss“

Malerei, Collagen und Skulpturen in vielfältigen Formaten und leuchtenden Farben: So empfängt das Bad Mergentheimer Kulturforum zur letzten Ausstellung des Jahres. Sie trägt den passenden Titel „Quintessenzen“.

Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr (re.) und Laudator Gunter Schmidt (li) mit den Künstlerinnen (v.l.) Roswitha Smid, Iris Rüdenauer, Hella Laue, Ingrid Linnert und Irmela Stephan.
Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr (re.) und Laudator Gunter Schmidt (li) mit den Künstlerinnen (v.l.) Roswitha Smid, Iris Rüdenauer, Hella Laue, Ingrid Linnert und Irmela Stephan.

Mit Hella Laue, Ingrid Linnert, Iris Rüdenauer, Roswitha Smid und Irmela Stephan sorgen gleich fünf heimische Ausstellerinnen für dieses verdichtete Kunst-Erlebnis. Fünf Frauen, deren gemeinsamer künstlerischer Weg in freundschaftlicher Verbundenheit zu „anspruchsvollen und tiefgründigen Werken“ geführt habe, wie Bürgermeisterstellvertreter Andreas Lehr zum Auftakt der Vernissage erklärte.

Vor über 100 Gästen dankte er für diese Ausstellung, die als Quintessenz sicher auch den vorläufigen Höhepunkt einer gemeinsamen künstlerischen Reise markiere. Im Gesamt-Rückblick zum Jahres-Ausklang hielt Andreas Lehr fest, dass 2019 bei den insgesamt vier Ausstellungen im Bad Mergentheimer Kulturforum über 10.000 Besucher gezählt worden seien. „Darauf ist die Stadt stolz!“ Gemeinsam mit den Künstlerinnen dankte er stellvertretend für das gesamte Kulturamt Manuela Wischnewski für ihre engagierte Begleitung der Projekte im Kulturforum.

Der Tauberbischofsheimer Künstler und Dozent Gunter Schmidt machte in seiner Laudatio neugierig auf die „Quintessenzen“, denn hier werde „eine unglaubliche Vielfalt präsentiert“. Besonderer Clou der Ausstellung: Die Werke seien nicht nach Künstlerinnen gruppiert, sondern nach struktureller Ähnlichkeit. So lud Gunter Schmidt dazu ein, verschiedene Zonen und Nischen zu entdecken – beispielsweise in intensiven Rot-Tönen.

Das Frauen-Quintett, das er als Kursleiter kennen gelernt hat, stellte er als Runde von „leidenschaftlichen Mal-Enthusiastinnen“ vor. Diese hätten gestalterischen Ehrgeiz und hohe Ausdruckskraft entwickelt. So gebe es in dieser Ausstellung viel zu entdecken – etwa hintersinnige Collagen, Skulpturen mit Flair – und immer wieder kräftige Farben, die unmittelbar und emotional wirkten. Hier zog er eine Parallele zur Musik und dem ihr innewohnenden Rhythmus.

An diesem Abend kam die passende musikalische Umrahmung schon bei der zweiten Vernissage in Folge von den Mergentheimer Talenten Jonas Landwehr und Fabian Scherer. Sie hatten dem Publikum bereits eine begeisternde Ouvertüre zur vorhergehenden Foto-Ausstellung geboten und setzten erneut einen inspirierenden Rahmen mit ihren ganz eigenen, klangvollen Interpretationen von Pop-Songs. Die Aufforderung des Laudators an alle Besucher lautete abschließend: „Entdecken Sie den erlebnissatten Genuss, den diese Ausstellung für Sie bereithält!“

Die „Quintessenzen“ sind noch bis Sonntag, 12. Januar, im Kulturforum auf dem Hans-Heinrich-Ehrler-Platz zu sehen. Geöffnet ist täglich (außer mittwochs) von 10.30 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. An Heiligabend (24. Dezember) sowie Silvester (31. Dezember) bleibt das Kulturforum geschlossen.

Auch im neuen Jahr 2020 plant die Stadt wieder hochkarätige Ausstellungen im Kulturforum. So wird unter anderem Uli Stein, einer der erfolgreichsten Cartoonisten Deutschlands, seine Werke dort zeigen.