Nach 20 Auftritten endet der Straßenkunst-Sommer

Veröffentlicht am Dienstag, 5. Oktober 2021
Auch das Fantasy-Festival Annotopia beteiligte sich an zwei von insgesamt 20 Terminen an der Straßenkunst-Aktion. Die meisten anderen Künstlerinnen und Künstler kamen direkt aus der Region.  (Bild: Michael Pohl)
Auch das Fantasy-Festival Annotopia beteiligte sich an zwei von insgesamt 20 Terminen an der Straßenkunst-Aktion. Die meisten anderen Künstlerinnen und Künstler kamen direkt aus der Region. (Bild: Michael Pohl)

Mit dem Duo „SchenkSpaß“ ist am vergangenen Samstag der Bad Mergentheimer Straßenkunst-Sommer zu Ende gegangen. Seit Mai waren wöchentlich Straßenkünstlerinnen und Straßenkünstler in der Innenstadt aufgetreten.

Über insgesamt 20 Wochen hinweg gab es samstags Stelzenlauf, Ballontiere, Zauberei, Situationskomik, Riesenseifenblasen oder Jonglage. Dazu surreale Figuren ohne Kopf und andere Fantasie- und Fabelwesen. Einige davon hatte an zwei Terminen das Fantasy-Festival „Annotopia“ entsandt. So entstand auch ein schönes Zusammenspiel mit der gefeierten Großveranstaltung im August.

„Die meisten der anderen Künstlerinnen und Künstler kamen aus der Region und haben nach der langen Pandemie-Zeit ohne Auftritte bei unserem Freiluft-Format wieder mit Publikum interagieren können“, berichtet Svenja Schuck vom städtischen Veranstaltungsmanagement. „Das kam sehr gut an!“

Aber auch Passantinnen und Passanten hatten ihre Freude an den für viele von ihnen überraschenden Auftritten auf Marktplatz, Burgstraße, Deutschordenplatz oder Gänsmarkt. „Straßenkunst ist Vielfalt und schafft im öffentlichen Raum eine besondere Atmosphäre, die den meisten Menschen sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert“, sagt Bad Mergentheims Kulturamtsleiter Kersten Hahn. „Auch von den Gewerbetreibenden in der Innenstadt haben wir ein sehr positives Feedback erhalten“, ergänzt er.  

Ins Leben gerufen worden war die Aktion aus zwei Gründen: zum einen als Ersatz für die städtische Kleinkunstreihe, die im Saal des Kulturforums aus Pandemie-Gründen nicht wie gewohnt stattfinden konnte. Da war die dezentrale Straßenkunst unter freiem Himmel vor immer wieder wechselnden kleineren Publikumsgruppen eine sichere Alternative.

Aber auch um den von den Lockdowns stark beeinträchtigen Einzelhandel in der Innenstadt zu unterstützen, war das Format entwickelt worden. „Für den samstäglichen Einkaufsbummel im Bad Mergentheimer Zentrum gab es mit der Straßenkunst einen schönen Anlass, länger zu verweilen, überhaupt erst zu kommen oder unsere Innenstadt und ihre Handelsvielfalt neu zu entdecken“, so Kersten Hahn. Eine Neuauflage im kommenden Jahr sei vorstellbar.

Flankiert wurde die Aktion mit einem kostenlosen Park-Angebot in den Innenstadt-Parkhäusern „Altstadt/ Schloss“ sowie „Bahnhof“. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass diese nun ebenfalls endet. Die erste Stunde Parkzeit bleibt aber – wie an jedem Wochentag – weiterhin kostenfrei.