Moderne Funk-Verbuchung verbessert den Service in der Stadtbücherei

Mit der so genannten „Radiofrequenzverbuchung“ ist nach rund zwei Jahren ein wichtiges Modernisierungsprojekt für die Bad Mergentheimer Stadtbücherei abgeschlossen.

OB Udo Glatthaar (Mitte), Bücherei-Leiterin Magdalene Hellmuth (3. v.l.), ihre Stellvertreterin Denise Amann (re.), Kulturamtsleiter Kersten Hahn (2. v.r.) sowie die „Bücherei-Freunde“ (v.l.) Petra Grauli, Christine Teske und Rainer Moritz.
OB Udo Glatthaar (Mitte), Bücherei-Leiterin Magdalene Hellmuth (3. v.l.), ihre Stellvertreterin Denise Amann (re.), Kulturamtsleiter Kersten Hahn (2. v.r.) sowie die „Bücherei-Freunde“ (v.l.) Petra Grauli, Christine Teske und Rainer Moritz.

An einer neuen Service-Theke können die Besucher künftig ihre Medien-Entleihungen gleich stapelweise und in kürzester Zeit selbst verbuchen. Früher musste jedes Buch einzeln von einer Mitarbeiterin gescannt werden. Außerdem gibt es nun erstmals eine elektronische Klappe, damit ausgeliehene Bücher auch außerhalb der Öffnungszeiten unkompliziert zurückgegeben werden können.

Zur offiziellen Einweihung bedankten sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Bücherei-Leiterin Magdalene Hellmuth beim Gemeinderat der Stadt, der die Investition von rund 80.000 Euro bewilligt hatte. „Mit der Einführung der neuen Technologie setzen wir heute ein klares Signal, dass wir unsere Stadtbücherei stärken und weiterentwickeln wollen“, betonte der OB.

Er würdigte auch die „riesige Fleißarbeit“ des Bücherei-Teams, das in den vergangenen Jahren neben dem laufenden Betrieb rund 50.000 Medien mit einem „Transponder“ genannten Funketikett ausgestattet und in das elektronische System eingelesen hatte. Zudem erinnerte er an das Standortjubiläum: „In diesem Jahr dürfen wir 30 Jahre Bücherei am Hans-Heinrich-Ehrler-Platz feiern – da ist die Modernisierung ein schönes Geschenk für uns und unsere Kunden.“

Begeistert stellte die Bücherei-Leiterin die neue Technik vor. Besucher brauchen künftig an den Verbuchungsplätzen nur ihren Leseausweis und die Medien abzulegen, die sie ausleihen möchten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung über einen Berührungs-Bildschirm führt durch die Anwendung, auch ein Beleg wird auf Wunsch gedruckt. Dabei betonte Magdalene Hellmuth: „Unsere Service-Theke ist selbstverständlich weiterhin besetzt – hier wird neben der Rückgabe der Medien auch die Beratung der Leser eine wichtige Rolle spielen.“

Die Situation, dass in den vergangenen Jahren aufgrund von Spar-Zwängen die Öffnungszeiten eingeschränkt werden mussten, kann durch die neue Technik zumindest ein wenig aufgefangen werden. Denn am Außengebäude der Bücherei öffnet künftig außerhalb der Geschäftszeiten eine so genannte „Service-Klappe“. Hier können die entliehenen Medien jederzeit für die Rückverbuchung sicher abgegeben werden.  

In den Dank an den Gemeinderat schloss Magdalene Hellmuth auch den Oberbürgermeister und die beteiligten Fachämter aus der Verwaltung ein. Angefangen beim für die Bücherei verantwortlichen Kulturamtsleiter Kersten Hahn über Kämmerer Artur Wirtz bis hin zu Stadtbauamt und EDV hätte es immer großen Rückhalt und Unterstützung für das Projekt und die damit einhergehenden Begleit-Maßnahmen gegeben.

Einen besonderen Dank richtete Magdalene Hellmuth an die ehrenamtlich engagierten „Freunde der Stadtbücherei“. Neben ihrem sonstigen großen Engagement für die städtische Einrichtung haben sie es sich nämlich auch zur Aufgabe gemacht, den Kunden in der Anfangszeit für Fragen rund um die neue Technik zur Verfügung zu stehen und Hilfestellung zu geben.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar machte mit seinem Leseausweis den ersten Durchgang, bei dem alles tadellos funktionierte. Er lobte besonders, dass die Leser – sofern sie dies möchten – über eine App auch jederzeit vollen Einblick in ihr Benutzerkonto haben.

Im Foyer der Stadtbücherei ist bis 23. November noch eine kleine Bilder-Ausstellung zu den Umbauarbeiten zu sehen. Außerdem wird dort auf die 30-jährige Geschichte am Hans-Heinrich-Ehrler-Platz zurückgeblickt – unter anderem mit Statistiken zu den Millionen Besuchen und Entleihungen, die über die Jahrzehnte gezählt wurden.