Messungen für Prädikat „Heilbad“: Überprüfung des Bioklimas und der Luftqualität

Um das Prädikat „Heilbad“ tragen zu dürfen, muss sich die Stadt Bad Mergentheim unter anderem einer regelmäßigen Prüfung der bioklimatischen und lufthygienischen Verhältnisse unterziehen. Derzeit laufen entsprechende Messungen.

Mit Messgeräten wie diesen (hier in der Kapuzinerstraße auf der Schlossmauer) wird derzeit die Luftqualität in Bad Mergentheim gemessen.
Mit Messgeräten wie diesen (hier in der Kapuzinerstraße auf der Schlossmauer) wird derzeit die Luftqualität in Bad Mergentheim gemessen.

Die Prädikatisierung richtet sich dabei nach den Vorgaben des Kurortegesetzes von Baden-Württemberg sowie den Bestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes (DHV) und des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Diese sollen gewährleisten, dass Kurgäste neben der Anwendung der Heilquellen als natürliches ortstypisches Heilmittel auch bewährte bioklimatische und ausreichend gute lufthygienische Bedingungen vorfinden.

Für die Güte der Luft sind alle zehn Jahre Luftqualitätsmessungen durchzuführen, bei denen die Grob- und Feinstaub- sowie Stickstoffdioxidkonzentrationen in der Luft bestimmt werden. Diese obligatorische Messung wird im Auftrag der Stadtverwaltung Bad Mergentheim derzeit vom Deutschen Wetterdienst (DWD) durchgeführt. Dafür wird ein Jahr lang an zwei Messstandorten die Luftqualität gemessen.

Die Standortauswahl richtet sich nach den üblichen Aufenthaltsorten von Touristen. Um die Bandbreite möglicher Belastungen gut abzubilden, wird ein Standort mit möglichst geringer Belastung und ein Standort mit voraussichtlich erhöhter Belastung der Luft ausgewählt.  Beim Kurpark in der Nähe des Parkhotels wird Grobstaub und Stickstoffdioxid gemessen, an der Schlossmauer in der Kapuzinerstraße wird darüber hinaus noch die Feinstaubkonzentration ermittelt.

Ergebnisse der Luftqualitätsüberprüfung werden nach Ende der Messkampagne voraussichtlich im Sommer 2019 vorliegen.