Markelsheim ist seit 30 Jahren prädikatisierter Erholungsort

Zum Ausklang des Jahres 2018 erinnern Stadt und Kurverwaltung an ein Jubiläum von touristischer Bedeutung: Sie gratulieren dem Weinort Markelsheim zu „30 Jahre Prädikatisierung als staatlich anerkannter Erholungsort“.

Im Jahr 1988 ging diese Urkunde bei der Stadt ein. Sie verleiht Markelsheim das Qualitätssiegel „Erholungsort“.
Im Jahr 1988 ging diese Urkunde bei der Stadt ein. Sie verleiht Markelsheim das Qualitätssiegel „Erholungsort“.

Das Schreiben des Regierungspräsidiums mit dem Aktenzeichen 25-6918 ging am 15. Juni 1988 bei der Stadtverwaltung ein. Eine beigefügte Urkunde erteilte Markelsheim die „Berechtigung zum Führen der Artbezeichnung ‚Erholungsort‘“. Mit dieser behördlich nüchternen Formulierung wurden die jahrelangen Bemühungen im Vorfeld belohnt und die touristische Bedeutung des Stadtteils nachhaltig gestärkt.

Kein Wunder also, dass der damalige Ortsvorsteher Michael Halbmann zu dem freudigen Anlass von einem „erhebenden und beglückenden Gefühl“ sprach. Bereits mehr als sieben Jahre zuvor – im Februar 1981 – hatte der Ortschaftsrat die Idee bei der Stadtverwaltung gemeldet. Die erteilte nur wenige Monate später die ersten Aufträge zu einer notwendigen „Klimabeurteilung“, die zwei Jahre später abgeschlossen war und ein positives Ergebnis brachte. So konnte der damalige Oberbürgermeister Dr. Elmar Mauch im Oktober 1983 den Antrag offiziell beim Regierungspräsidium einreichen.

In den Folgejahren inspizierten diverse Ämter und Kommissionen den Weinort und nahmen unter anderem die Struktur der Beherbergungsangebote und der medizinischen Versorgung unter die Lupe. Es sei also „beileibe nicht leicht“ gewesen, diese Prädikatisierung und damit besondere Qualitätsbezeichnung zu erhalten, betonte OB Mauch in seiner Rede zum Festakt im Juli 1988. In Markelsheim jedoch seien die Kriterien „in reichem Maße gegeben“: eine landschaftlich bevorzugte und klimatisch günstige Lage, geeignete Einrichtungen für Gäste, ein dazu passender Ortscharakter und nicht zuletzt der Beweis, bereits zahlreiche Erholungssuchende aufgenommen zu haben.

„Heute wissen wir, dass Markelsheim sich dieses Titels als würdig erwiesen, ihn als Ansporn für eine starke touristische Entwicklung genutzt und mit Leben gefüllt hat“, gratuliert Oberbürgermeister Udo Glatthaar auch im Namen des gesamten Tourismusamtes zum Jubiläum.

Kurdirektorin Katrin Löbbecke ergänzt, dass sich Markelsheim „zu einer wichtigen Säule insbesondere auch für den Gesundheits-, Wein- und Aktivtourismus“ in Bad Mergentheim entwickelt habe: „Mit seiner gepflegten Gastlichkeit, seinen gastfreundlichen Bewohnern und malerischen Häusern bietet der Wein- und Erholungsort Markelsheim unseren Gästen wirkliche Entspannung und erlebnisreiche Stunden in unverbrauchter Natur.“

Gemeinsam mit OB Udo Glatthaar dankt Katrin Löbbecke insbesondere Ortsvorsteherin Claudia Kemmer für die stets hervorragende Zusammenarbeit sowie allen Leistungsträgern und ehrenamtlichen touristischen Initiativen vor Ort. Markelsheim ist mit rund 2.000 Einwohnern der größte Stadtteil Bad Mergentheims. Durch die Lage an vier Radwegen ist Markelsheim der ideale Ausgangspunkt für Radtouren und wird auch von Wanderern geschätzt. Der Ort verfügt heute über 314 Gästebetten aller Komfort-Niveaus, vom Privatzimmer über Pensionen bis zum Hotel. Sogar im Weinfass können Besucher dort übernachten.

An einem passenden Geschenk zum Jubiläum kann jeder mitwirken. Oberbürgermeister Udo Glatthaar erinnert an die laufende Spendenaktion für die Brückenheiligen: „Kilian und Urban werden saniert, die Nepomuk-Figur nach historischem Vorbild soll im Zuge der anstehenden Erneuerung der Tauberbrücke wieder aufgebaut werden und unserem reizvollen Stadtteil ein noch schöneres Entree geben!“ Informationen zu Spendenkonten und den Modalitäten sind hier zu finden.