Kulturverein bringt den Winter mit Farben und Formen zum Leuchten

Veröffentlicht am Sonntag, 14. Dezember 2025
Farbenfrohe Winter-Vernissage mit OB Udo Glatthaar (Mitte), der Kulturvereins-Vorsitzenden Dr. Martina Knaut-Spaeth (4. v.l.), Organisatorin Astrid Böer (8. v.l.) und Kulturamts-Leiter Kersten Hahn (3. v.r.) im Kreise der Kunstschaffenden und Musiker.
Farbenfrohe Winter-Vernissage mit OB Udo Glatthaar (Mitte), der Kulturvereins-Vorsitzenden Dr. Martina Knaut-Spaeth (4. v.l.), Organisatorin Astrid Böer (8. v.l.) und Kulturamts-Leiter Kersten Hahn (3. v.r.) im Kreise der Kunstschaffenden und Musiker.

Mit farb-intensiven Gemälden, filigranen Plastiken und humorvollen Karikaturen ist im Bad Mergentheimer Kulturforum die jahresübergreifende Winter-Ausstellung eröffnet worden. Noch bis Mitte Januar zeigen 14 Kunstschaffende des Kulturvereins hier ihre neuesten Werke. Die mehr als 50 „frischen Arbeiten“ geben der Ausstellung ihren Titel: „Junge Kunst“.

Vor rund 200 Vernissage-Gästen freute sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar über das große heimische Künstler-Kollektiv, das in den kommenden Wochen „auf vielfältige Art und Weise Farbe und Inspiration ins Herz der Stadt bringt“. Damit biete das Kulturforum im Jahres-Endspurt noch einmal ein weiteres neues Erlebnis – und Bürgerschaft und Gästen auch im Winter eine besondere Welt, in die man gerne eintauche.   

Der Oberbürgermeister unterstrich: „Kunst und Kultur haben ihren Platz in dieser Stadt und sind den Menschen wichtig.“ Mehr als 11.000 Besucherinnen und Besucher seien im Jahr 2025 bereits im Kulturforum bei den drei Ausstellungen, vier Kleinkunst-Abenden, zwei Kunsthandwerks-Messen oder den Veranstaltungen von Stadtbücherei und Jugendmusikschule gezählt worden. „Der Ausklang des Jahres bietet eine gute Gelegenheit, für das künstlerische Schaffen, das große Interesse der Bürgerschaft und der Gäste sowie dem Gemeinderat für die Unterstützung des kulturellen Angebots in Bad Mergentheim herzlich zu danken“, sagte Udo Glatthaar.

In diesen Dank bezog er das städtische Kulturamt um Fachbereichsleiter Kersten Hahn sowie die für das „Kufo“ verantwortliche Mitarbeiterin, Manuela Wischnewski, mit ein. Besonders hob er das ehrenamtliche Engagement der Gruppe „Auskunft vom Bürger“ hervor, ohne deren unentgeltliche Aufsichts-Dienste die Stadt das Kulturforum nicht an sechs Tagen in der Woche tagsüber öffnen könnte.

Schließlich gab der OB noch einen Ausblick auf das neue Jahr: Hier seien zwei spannende Ausstellungen als Bausteine des Jubiläums „200 Jahre Heilquellen“ geplant: eine augenzwinkernde Ausstellung zum Thema „Kurschatten“ sowie eine Zeitreise unter der Überschrift „100 Jahre Drogerie-Geschichte“. Besonders freuen dürfe sich die ganze Stadt zudem schon jetzt auf die baden-württembergischen Literaturtage 2026 in Bad Mergentheim, in deren Rahmen ebenfalls Veranstaltungen im Kulturforum geplant seien, so Udo Glatthaar.

Die Vorsitzende des Kulturvereins, Dr. Martina Knaut-Spaeth, lud während der Vernissage dazu ein, sich mit der „wunderbaren Ausstellung“ auf neue Perspektiven einzulassen. Sie gab zugleich Einblicke in die Arbeit des Kulturvereins, der – 1948 gegründet – längst „ein gutes Stück Stadtgeschichte“ sei.

Zum Wirken des Vereins gehörten Musik, Theaterfahrten, Kunstwanderungen, Ausstellungen aller Art und sogar die Mithilfe bei der Gestaltung der historischen Innenstadt. „Wir sind eben eine lebendige Institution, die Tradition liebt, aber neuem immer die Tür offenhält – vielleicht manchmal sogar beide Türen und das Fenster obendrein“, sagte Dr. Martina Knaut-Spaeth. Deshalb habe der Kulturverein auch weitere Sparten hinzugewinnen können: die Studiobühne mit der Theatergruppe „Made for Stage“ und das Literaturformat „Literatur allerorten“.

Die Vereins-Vorsitzende dankte allen Förderern und Helfern, besonders der Verantwortlichen der Kunst-Sparte, Astrid Böer, die die Ausstellung koordiniert hatte. Außerdem dankte sie den als Duo auftretenden Jugendmusikschul-Lehrkräften Annette Hirt (Klarinette) und Oleksiy Kovalenko (Klavier), die die Vernissage musikalisch virtuos umrahmten und die Zuhörenden begeisterten.

Zu den 14 Kunstschaffenden, deren Werke im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind, gehören Margit Müller, Stephan Funk, Bernd Schepermann, Astrid Böer, Christel Nowak, Heike Uibel, Dr. Karin Müller-Freiberg, Dr. Sabine Rossmanith, Franziska Eben von Racknitz, Renate Wolf-Hackober, Fred Piehl, Irmela Stephan, Dr. Gottfried Müller und Sabine Heilig.


Die Ausstellung „Junge Kunst“ ist zu sehen bis einschließlich Sonntag, 11. Januar, im Kulturforum auf dem Hans-Heinrich-Ehrler-Platz. Geöffnet ist täglich außer mittwochs von 10.30 Uhr bis 17 Uhr. Ausgenommen sind Heiligabend und Silvester, an denen das Kulturforum geschlossen bleibt. Der Eintritt ist frei.