Interkultureller Begegnungstreff mit großem Angebot eröffnet

Ein Raum für die Integration: In Bad Mergentheim ist der interkulturelle Begegnungstreff eröffnet worden.

OB Udo Glatthaar (4. v.l.) freut sich mit dem AK-Asyl-Vorsitzenden Horst Hoffmann (2. v.r.) sowie Vertretern der katholischen Kirchengemeinde, der Ehrenamtlichen und der Stadt Bad Mergentheim über den neuen Begegnungstreff.
OB Udo Glatthaar (4. v.l.) freut sich mit dem AK-Asyl-Vorsitzenden Horst Hoffmann (2. v.r.) sowie Vertretern der katholischen Kirchengemeinde, der Ehrenamtlichen und der Stadt Bad Mergentheim über den neuen Begegnungstreff.

Das neue Angebot ist beim Arbeitskreis Asyl in der Zaisenmühlstraße 3 zu finden. Die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises nutzen hier von der katholischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten. Ein größerer Raum im Eingangsbereich wurde mit Hilfe eines Investitionskostenzuschusses von 4.500 Euro der Stadt nun als Begegnungstreff eingerichtet.

Der Treff soll montags bis freitags täglich von 14 bis 17 Uhr öffnen. In einer Café-ähnlichen Atmosphäre können Zugewanderte und Einheimische einander besser kennen lernen. „Die Einrichtung ist eine Einladung an alle, die mit Migranten und nicht über Migranten sprechen wollen“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Asyl, Horst Hoffmann, bei der Eröffnung.

Denn hier können die Bad Mergentheimer auf Asylsuchende und ausländische Mitbürger treffen, die ihrerseits ganz bewusst den Kontakt suchen und den Austausch pflegen wollen. Auch wer sich vorstellen könnte, die Integrationsarbeit zu unterstützen, hat hier eine Anlaufstelle um zu sehen, wie und wo er sich einbringen könnte.

Ziel ist es aber auch, die Integration der Zuwanderer mit ganz lebenspraktischen Seminaren zu unterstützen. Dazu sind verschiedene Programme in Vorbereitung – vom Thema Kindergeld und Miete bis hin zu Telefon und Internet. Zudem wird es ab Dezember einen Frauentreff für Migrantinnen geben. Der Raum steht jedem offen und kann am Montag, Dienstag und Donnerstag auch von anderen Gruppen oder Interessengemeinschaften genutzt werden.

Die Finanzierung der inhaltlichen Arbeit steht, da ein Förderantrag des städtischen Integrationsbeauftragten Michael Schnitzler für Bildungsmaßnahmen aus dem Programm „Qualifiziert.Engagiert“ des Landes Baden-Württemberg positiv beschieden wurde. Der Stadt Bad Mergentheim wurde eine Zuwendung in Höhe von 13.000 Euro bewilligt. Mit diesen Mitteln können die erforderlichen Projekte und Veranstaltungen finanziert werden.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar nutzte die Eröffnung des Begegnungsraums, um den Ehrenamtlichen des Arbeitskreises für ihren großen Einsatz zu danken – sowie allen Beteiligten der verschiedenen Institutionen. „Hier trägt eine gemeinsame Idee Früchte und es sind starke Netzwerke für die wichtige Aufgabe der Integration der Menschen, die bei uns sind, entstanden“, lobte der OB.

Auf der Eröffnungsfeier wurde auch für eine besondere Veranstaltung geworben: Am Mittwoch, 5. Dezember, wird von 14 bis 18 Uhr bei der Liebenzeller Gemeinschaft (Unterer Graben 6) eine Interkulturelle Weihnachtsfeier stattfinden. Mit dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern, einem weihnachtlichen Glaubens-Impuls und gemütlichem Beisammensein. Sowohl Migranten als auch Einheimische sind herzlich willkommen.