Dreidimensionale Straßenmalerei auf dem Gänsmarkt

Veröffentlicht am Freitag, 25. März 2022
Der 3D-Effekt ist schon erkennbar: Das Straßengemälde wird später eine Schlucht mit Brücke zeigen. Verkehrsdirektor Kersten Hahn (li.) und Svenja Schuck (re.) vom städtischen Kulturamt hießen Street Artist Marion Ruthardt in Bad Mergentheim willkommen.
Der 3D-Effekt ist schon erkennbar: Das Straßengemälde wird später eine Schlucht mit Brücke zeigen. Verkehrsdirektor Kersten Hahn (li.) und Svenja Schuck (re.) vom städtischen Kulturamt hießen Street Artist Marion Ruthardt in Bad Mergentheim willkommen.

Der Bad Mergentheimer Gänsmarkt zeigt großflächige 3D-Straßenkunst der Malerin Marion Ruthardt. Sie hat am Donnerstag mit der Erstellung ihres Bildes begonnen und wird noch einige weitere Tage daran arbeiten.

Der Platz wartet derzeit auf seine Neugestaltung und Sanierung, die im Sommer beginnen wird. „Um die Platzfläche bis dahin etwas aufzuwerten und als besonderen Hingucker für Passantinnen und Passanten, hat sich die Stadt für das Kunstprojekt entschieden“, sagt Verkehrsdirektor Kersten Hahn, der die Künstlerin gemeinsam mit Svenja Schuck vom Kulturamt herzlich willkommen hieß.

Seit mehreren Jahren ist Marion Ruthardt aus Duisburg Straßenmalerin. Die Lehrzeit begann am Kölner Dom, mit der klassischen Pflastermalerei, barocke Bilder für wohlwollendes Wurfgeld, und erste Aufträge. Schließlich spezialisierte sie sich auf so genannte „anamorphische Bilder“ – auch als 3D-Gemälde bekannt. Die Bilder davon verbreiteten sich rasant im Internet und in sozialen Netzwerken und Marion Ruthardt wurde als „Streetartist“ immer gefragter.   

In den dreidimensional wirkenden Straßenbildern öffnet sich eine ganz neue Welt, zum Beispiel eine riesige Schlucht, so wie sie auf dem Gänsmarkt zu sehen sein wird. Ein besonderer Effekt entsteht, wenn sich Menschen auf oder vor diesem Bild im richtigen Winkel fotografieren lassen. Sie werden dann direkt Teil der bunten Fantasie-Welt, die geradewegs aus dem grauen Asphalt hervorbricht.

Jedes Motiv bedarf tagelanger Mal-Arbeiten. Deshalb können Passantinnen und Passanten der Künstlerin in den nächsten Tagen auch noch bei ihrer Arbeit zusehen. Am Ende sind eine verwunschene Schlucht mit brüchigem Übergang für Mutige, dazu Blumen als Verweis auf die Landesgartenschau sowie Wölfe als Verweis auf den Wildpark zu sehen. Das Bild hat die Künstlerin eigens für die Kurstadt entwickelt. Es wäre zwar auch unabhängig von den ohnehin anstehenden Bauarbeiten nicht von Dauer gewesen, Regen hält es aber stand.

„So können wir das Frühlingserwachen in Bad Mergentheim für Bürgerschaft und Gäste mit einem interaktiven und farbenfrohen Hingucker noch ein bisschen schöner machen“, freut sich Kersten Hahn. Zudem werde nicht nur die Kunst in den öffentlichen Raum geholt, sondern auch der kreative Prozess sichtbar. Marion Ruthardt berichtet, dass das Interesse der Passantinnen und Passanten bereits sehr groß sei.