"Dino City": Schon 30.000 Mal Saurier zum Leben erweckt

Veröffentlicht am Donnerstag, 14. April 2022
Der Tylosaurus schätzt ein feuchtes Habitat und ist deshalb am Ententeich im Schlosspark zu finden. Er gehört zu den noch nicht so oft entdeckten Sauriern der „Dino City“.
Der Tylosaurus schätzt ein feuchtes Habitat und ist deshalb am Ententeich im Schlosspark zu finden. Er gehört zu den noch nicht so oft entdeckten Sauriern der „Dino City“.

Die Stadt Bad Mergentheim hat eine erste Auswertung zur Anfang März gestarteten „Dino City“ vorgestellt. Sie zeigt, wie oft die Codes gescannt werden, welche Urzeit-Echsen besonders beliebt sind – und wo sich noch ein paar „Geheimtipps“ verstecken.

Die Dino-City ist eine vom Land Baden-Württemberg geförderte Innenstadt-Aktion, bei der mittels der App „3DQR plus“ riesige Dinosaurier im Stadtbild zum Leben erweckt werden können. Dazu werden die auf großen Saurier-Spuren überall verteilten QR-Codes einfach mit dem Smartphone gescannt.

Das ist in Bad Mergentheim seit Beginn der Aktion schon 30.000 Mal gemacht worden, wie die anonymisierte Auswertung der App-Betreiber im Auftrag der Stadt Bad Mergentheim zeigt. Besonders oft wurde der Spinosaurus auf dem Deutschordenplatz (1.477 Aufrufe) ins Stadtbild projiziert, noch öfter der Triceratops in der Burgstraße (2.263) und der Allosaurus am Torbogen des Residenzschlosses (1.873).

Aber auch im Kurpark sind der Rajasaurus an der Fontäne (1.037) gefragt und der Pentaceratops am Gänsmarkt (1.334) ist ebenfalls ein Publikumsliebling. Noch nicht so oft entdeckt wurden einige Dinos, die die Stadt als „Geheimtipps“ sieht. Zu ihnen gehört etwa der Tylosaurus am Ententeich im Schlosspark (erst 392 Aufrufe) oder der Pachycephalosaurus, der sich in der Mühlwehrstraße versteckt hat (329).

Insgesamt 40 Dino-Spuren gibt es im Stadtgebiet zu entdecken. Besonders groß ist das Interesse an den Wochenenden. So wurden allein am Samstag, 12. März, mehr als 4.000 Dinosaurier in Bad Mergentheim geladen. „Wir waren selbst gespannt, können aber mit diesen Ergebnissen ganz klar sagen: Das Konzept einer virtuellen Aktion für die reale Innenstadt-Belebung funktioniert. Menschen, die bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen und mit Offenheit durch die Stadt gehen, sind begeistert“, sagt Verkehrsdirektor Kersten Hahn.

„Besonders Familien haben Spaß an der Dino-City und halten sich länger im Zentrum auf. Zudem ist es eine schöne Aktion, um den Saisonstart im Tourismus und Tagestourismus zu flankieren.“ Nach Erkenntnissen der Tourist-Information hätten zuletzt verstärkt Familien mit kleinen Kindern das Gesamt-Angebot aus  Dino City, Wildpark, Lego-Ausstellung im Schloss sowie Solymar Therme für einen Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende genutzt.

Für die Stadtmarketingbeauftragte Lorena Klingert war es zudem die richtige Entscheidung, den virtuellen Dinos noch zwei große plastische Figuren zur Seite zu stellen. „Die Ausstellungs-Saurier auf dem Deutschordenplatz und dem Marktplatz sind mal etwas andere Hingucker im Stadtbild, die auf die Dino City aufmerksam machen. Sie werden oft fotografiert. Zusammen mit den vielen flankierenden Aktionen – in der Stadtbücherei oder in den Einzelhandelsgeschäften vom Activ-Center bis in die Innenstadt – entsteht ein wirklich geschlossenes Gesamtbild, dass wir in Bad Mergentheim gerade ‚Dino City‘ sind!“

Auch die Rückmeldung aus den Geschäften sei positiv. „Klasse Idee und tolle Umsetzung“, lautete beispielsweise einer der Händler-Kommentare. Und eine Besucherin schrieb: „War nun wenige Monate nicht mehr in Bad Mergentheim – und schon gibt’s ne neue Attraktion!“

Neben der Kernstadt hatten auch die Stadtteile Rot, Stuppach, Dainbach und aktuell Rengershausen bereits einen virtuellen Dino zu Gast. Sieben weitere Stadtteile werden noch folgen. Die Dino City läuft noch bis Freitag, 27. Mai, und endet mit der an diesem Tag stattfindenden „langen Einkaufsnacht“.