Der Jugendgemeinderat macht den Marktplatz zum Lichtermeer

Der neue Bad Mergentheimer Jugendgemeinderat startet seine erste große Aktion und lädt für kommenden Freitag, 17. November, unter dem Motto „1 Million Sterne“ auf den Marktplatz der Stadt ein.

Die Bad Mergentheimer Jugendgemeinderäte (v. l.) Niklas Ulshöfer, Pauline Löffler und Robin Biere präsentieren das Plakat und hoffen auf viele Besucher bei ihrer Aktion „1 Million Sterne“ auf dem Marktplatz.
Die Bad Mergentheimer Jugendgemeinderäte (v. l.) Niklas Ulshöfer, Pauline Löffler und Robin Biere präsentieren das Plakat und hoffen auf viele Besucher bei ihrer Aktion „1 Million Sterne“ auf dem Marktplatz.

Damit schließen sich die Jugendlichen einer Solidaritäts-Initiative von Caritas International an. In bundesweit 80 Orten werden mit Hilfe Tausender Kerzen öffentliche Plätze in strahlende Lichtermeere verwandelt – als Zeichen für eine gerechtere Welt. Dem Jugendgemeinderat geht es vor allem darum, dass junge Menschen aller Nationen zusammenkommen in ihrer Stadt, eine Einheit bilden und auf die Probleme der Flüchtlinge hinweisen. Willkommen sind aber nicht nur Jugendliche, sondern Besucher aller Altersgruppen.

Um 17 Uhr werden die Jugendgemeinderäte mit dem Anzünden der Kerzen beginnen, spätestens um 18 Uhr soll dann auf dem Marktplatz alles leuchten. Dazu gibt es heißen Punsch zum Aufwärmen, einen Infostand und Live-Musik. Auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar wird die Veranstaltung der Bad Mergentheimer Nachwuchsvertreter besuchen.

Jugendgemeinderätin Pauline Löffler erklärt: „Die Aktion ‚1 Million Sterne‘ ist eine Solidaritätsaktion mit der wir als Einheit auf die immer noch schlechte Situation der Flüchtlinge im Libanon aufmerksam machen wollen. Der Libanon hat über 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen und das kleine Land kommt mit der Versorgung nicht nach. Eltern, Kinder und Jugendliche wie wir wurden wegen dem Krieg aus ihrer Heimat verdrängt, mussten ihre Schule, ihre Freunde und ihre Familie zurücklassen und fliehen, weil sie um ihr Leben fürchteten. Mit unserer Aktion möchten wir uns mit ihnen solidarisch zeigen. Sie werden nicht vergessen. Wer weiß, vielleicht erreicht die Betroffenen ja die Nachricht, dass an diesem Tag deutschlandweit öffentliche Plätze für sie zum Leuchten gebracht werden." Die bei der Aktion gesammelten Spenden kommen lokalen Hilfsprojekten für Flüchtlinge zugute sowie einem Schulprojekt von Caritas international im Libanon.

Partner der Veranstaltung ist das Jugendhaus Marabu. Initiiert und mitorganisiert wurde das Projekt von der Integrationslotsin beim Kolping Bildungswerk, das Teilprojektträger des Integrationsnetzwerkes Hohenlohe-Main-Tauber (INW) ist. Das INW wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Aktion Hoffnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart.