Bewertungskommission besuchte Bad Mergentheim: Voller Einsatz für die "Blühenden Quellen"

Gut zweieinhalb Stunden lang hat Bad Mergentheim eine starke Präsentation abgeliefert beim Kommissionsbesuch zur Landesgartenschau-Vergabe. Alle Daueranlagen aus der Konzeption wurden im Rahmen eines eindrucksvollen Programms besichtigt.

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Im "Gelben Wagen" ging es durch die Stadt.

Begrüßt haben die Vertreter der Stadt (OB Udo Glatthaar, Stadtbaudirektor Bernd Straub, Planer Johann Senner und Conny Lehr als Moderatorin) die Kommission im Reinhold-Würth-Haus mit einer Hommage an die Ketterberg-Tradition. Dazu wurde groß das Café-Waldeck-Motiv aus den 20er Jahren präsentiert und der Dehoga – vertreten durch den Vorsitzenden Frank Bundschu - stellte stilecht eine Tasse Guten-Morgen-Kaffee bereit.

Die Station stand unter dem Motto „Chancen und Überblick“. Die Kommissionsmitglieder bekamen Ferngläser und konnten von der Terrasse aus das Ketterberg-Panorama auf sich wirken lassen. Mit großen pinkfarbenen Gas-Ballons wurden unten in der Stadt die Daueranlagen „markiert“. Die Ballons sind zeitgleich aufgestiegen als die Kommission die Terrasse betrat. Zusätzliche Karten und Grafiken auf Bauzaun-Bannern erleichterten die Orientierung. Fachlich ging es hier neben einem Überblick auch um die Themen Ketterberg und Gewässer-Management (Mühlwehr-Biotop/ Stadtstrand).  

Anschließend ging es vom chancenreichen Ausblick hinunter in die Stadt: zu den konkreten Themen und Herausforderungen. Ausgestattet mit Headsets nahmen Kommission und Begleiter im „Gelben Wagen“ aus Markelsheim Platz. Der fuhr zunächst durch die Lothar-Daiker-Straße vorbei am Kurpark, den Kurdirektor Sven Dell als flankierendes Ausstellungsgelände vorstellte, zum geplanten „Haupteingang“ der Landesgartenschau (gegenüber Volksfestplatz). Hier hatte der Bauhof symbolisch das Eingangstor errichtet, das auf der Landesgartenschau 2032 willkommen heißt. Die heimischen Gartenbauer setzten diesen symbolischen Eingang zusätzlich mit einem Schaugarten in Szene. Ebenso wurde das Thema Mobilitätszentrale dargestellt, wobei sich das Stadtwerk mit seinen E-Fahrzeugen einbrachte.

Nach dem Überqueren der „Schwimmbad-Kreuzung“ wechselte der Wagen auf die alte Igersheimer Straße. Hier dreht sich die fachliche Ansprache rund um die Themen Grüner Boulevard/ Damm-Charakter und Zukunftsstadt Auenland. Auf Bauzaun-Bannern wurden die Zukunfts-Perspektiven visualisiert, es gab kürzere Stopps. Vorbei am verfallenen Motel ging es im Bereich Schellenhäuschen wieder auf die Deutschordenstraße. Michael Hörrmann, Chef der Staatlichen Schlösser und Gärten, brachte hier die flankierenden Themen rund um das Schloss-Gelände ein. Der weitere Weg führte via Hans-Heinrich-Ehrler-Platz, Marktplatz und Ledermarkt zum Gänsmarkt (fachliches Thema: Altstadt).  

Weiter führte der Weg über den Bahnübergang ins Herrenwiesen-Gebiet. Unterwegs wurde die Kommission bereits über die Themen Bahnlinie und Verkehrsachsen informiert. Ziel war das Sägewerks-Areal, wo Manuela Zahn die Kommission als Vertreterin der städtischen Gremien begrüßte. Beim Umschauen auf dem Areal wurde das Potenzial als Konversionsfläche deutlich (von urbanem Wohnen bis zu den ambitionierten Biodiversitäts- und Klimaschutz-Zielen). Die Baustelle des Stadtwerks und das Thema Naturwärme wurden einbezogen.  

Für die Präsentation und fachliche Diskussion blieb die Gruppe „im Gelände“. Mit Hilfe des Wildparks war eine kleine „Lounge“ unter einer der Blechhallen gebaut worden. Auf einer tageslichttauglichen LED-Wand rief Manuela Zahn Eindrücke vom Kommissionsbesuch 2018 in Erinnerung, vor allem die Beach-Party des Jugendgemeinderates oder das große Bürgerfest mit starker Beteiligung. Weiter wurde die Neukonzeption präsentiert und es liefen die Video-Botschaften vom Jugendgemeinderat, von Landrat Reinhard Frank und dem Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Wolfang Reinhart.

Der abschließende Teil des Kommissionsbesuches bestand aus einem Fußweg zum Bahnhofplatz. Dazu stand eine vom Bauhof errichtete provisorische Brücke über den Wachbach bereit, um diesen vor dem Mittelstandszentrum queren und die fachlichen Aspekte Gewässer-Renaturierung und Quartiersplatz einbringen zu können.

Der Bahnhofplatz war die letzte Station und geplante Daueranlage, von der sich die Fachkommission einen Eindruck verschaffen konnte. Hier wurden die Mitglieder auch verabschiedet. Die Kulisse dafür bildete das bunt beklebte Rathaus, das zudem noch mit vier großen Landesgartenschau-Fahnen geschmückt war.