Bad Mergentheimer Idee „Wohnen im Park“ erhält Förder-Zuschlag

Die Stadtverwaltung hatte nach einem entsprechenden Beschluss des Gemeinderates den Antrag zur Aufnahme in das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ gestellt. Mit Hilfe externer Planungs- und Beratungsleistung soll dank der Förderung ein städtebaulicher Rahmenplan entstehen. Der wiederum wäre dann die Grundlage für einen Bebauungsplan, wobei über alle Schritte im Planungsprozess der Gemeinderat entscheidet.
Die Idee betrifft das Areal der Igersheimer Straße zwischen Schellenhäuschen und Stadtausgang. Es bietet aus Sicht des Stadtbauamtes besonderes Potenzial im Sinne der dreifachen Innenwicklung: Überdimensionierter Straßenraum soll für Wohnbebauung, Mobilität und Grün neu aufgeteilt werden. Möglich wird die Aktivierung des Flächenpotenzials durch den Rückbau der vorhandenen Doppelerschließung und die Rückverlegung des motorisierten Verkehrs auf den alten Verlauf der Igersheimer Straße (diese Überlegungen sind Teil des Landesgartenschau-Projekts „Grüner Boulevard“).
Mit geeigneten Gebäude- und Grundrisstypologien kann dort eine sehr hohe Wohnqualität entstehen, die sich vor allem in der besonderen Lage am Park begründet, so die Stadtverwaltung. Neben dem primären Ziel, der Schaffung von Wohnraum in zentraler Lage, entsteht ein neues Stadtentree mit Blickachse auf das denkmalgeschützte Schellenhäuschen des Schlossgartens. Außerdem schafft die Bebauung neben dem benötigten Wohnraum auch einen erheblichen Beitrag zur Verringerung der Lärmemissionen im angrenzenden Landschaftspark. Der Landschaftspark Richtung Tauber ist ebenfalls Teil der Landesgartenschau-Konzeption.
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ in diesem Jahr zwei neue Kommunale Flächenmanager und 21 Projekte mit rund 978.000 Euro. „In den Innenbereichen unserer Städte und Gemeinden schlummern viele ungenutzte Potenziale für Wohnen und Gewerbe. Diese wollen wir möglichst schnell aktivieren. Jeder wiedergenutzte Leerstand, jede effizient genutzte Brachfläche bringt mehr Leben in unsere Innenstädte, steigert die Aufenthaltsqualität und macht unsere Quartiere und Zentren attraktiver“, sagte Staatssekretärin Andrea Lindlohr MdL bei der Bekanntgabe in Stuttgart.
