Ausstellung „Wasserland“ im Kulturforum eröffnet

Veröffentlicht am Donnerstag, 28. März 2024
Eröffneten gemeinsam mit Künstlerin Rosemarie Lux (Mitte) die neue Ausstellung „Wasserland“ im Kulturforum (v.l.): OB Udo Glatthaar, Sandra Malich (Klavierspiel), Kunsthistorikerin Heike Uibel und Kulturamtsleiter Kersten Hahn.
Eröffneten gemeinsam mit Künstlerin Rosemarie Lux (Mitte) die neue Ausstellung „Wasserland“ im Kulturforum (v.l.): OB Udo Glatthaar, Sandra Malich (Klavierspiel), Kunsthistorikerin Heike Uibel und Kulturamtsleiter Kersten Hahn.

Im Bad Mergentheimer Kulturforum ist die neue Ausstellung eröffnet worden. Rosemarie Lux zeigt mehr als 60 Werke unter dem Titel „Wasserland“.

Zur Vernissage konnte Oberbürgermeister Udo Glatthaar knapp 200 Gäste begrüßen. Er freute sich über dieses „starke Zeichen lebendiger Kultur und engagierter Kunst-Szene in Bad Mergentheim“. Vor allem aber sei es eine beachtliche Wertschätzung der Künstlerin Rosemarie Lux gegenüber. Die ist in der Kurstadt nicht nur als Buchhändlerin bekannt, sondern hat seit 1996 an zahlreichen Ausstellungen in der gesamten Region mitgewirkt.

„Der Schwerpunkt Wasser passt wunderbar in unsere Badestadt mit ihren Quellen und Gewässern wie der Tauber – und wir danken Ihnen, Frau Lux, sehr für diese farbintensiven Bilder, die die Besucherinnen und Besucher des Kulturforums nun bis Ende April auf sich wirken lassen können“, sagte der OB. Er dankte auch dem städtischen Kulturamt um Kersten Hahn und Manuela Wischnewski für ein ganzjährig inspirierendes Programm im Kulturforum und schloss darin besonders die Ehrenamtlichen der Gruppe „Auskunft vom Bürger“ ein, die die Aufsicht während der Öffnungszeiten übernehmen.    

Die Bad Mergentheimer Kunsthistorikerin Heike Uibel führte in die Ausstellung ein. Sie stellte die Künstlerin Rosemarie Lux als eine Frau vor, die nicht nur auf einem Binnenschiff aufgewachsen ist, sondern bis heute die Nähe und den Kontakt mit dem Wasser sucht: beim Schwimmen, beim Paddeln oder schlicht beim Aufenthalt am Meer. Dabei lenkte die Referentin die Aufmerksamkeit der Gäste auch darauf, dass das mit titelgebende „Land“ (wie der Strand) in den Werken ebenfalls eine Rolle spiele. Wasser und Land, das seien die durchgängigen Motive im Schaffen der Künstlerin.

Den unübersehbaren Schwerpunkt bilde das Blau. „Es eröffnet uns den Blick in eine durchsichtige Tiefe, in vielen Abstufungen – von Türkis bis Ultramarin“, sagte Heike Uibel. Sie beschrieb Blau als Farbe des Fernwehs, des Unterbewussten und der Tiefe der eigenen Seele. Und sie schlug für die Literatur-Begeisterte Rosemarie Lux den Bogen zur Lyrik, zitierte Rainer Maria Rilkes „Blaue Hortensie“ und deren „rührend Blaues“, das der Dichter, für den „Farben immer wichtiger wurden“, einst beschrieb.

Einige im Kulturforum ausgestellte ganz neue Bilder von Rosemarie Lux nahm Heike Uibel zum Anlass, auch auf den Orange-Akzent einzugehen, den die Künstlerin in ihren stark abstrahierten Werken, überwiegend in Mischtechnik, teilweise mit Ölkreide akzentuiert. „Orange ist die Komplementärfarbe zu Blau – und hier sehr auffällig. Es lässt sich mit tiefen Schnitten oder einer lauernden Gefahr assoziieren“, sagte die Expertin, die seit mehr als 20 Jahren das Schaffen der Künstlerin freundschaftlich begleitet. Zum Abschluss gab Heike Uibel jenen, die die Bilder betrachten, noch einen Gedanken mit, der einem Gedicht von Paul Eluard entliehen war: „Die Erde ist blau wie eine Orange.“

All dies rahmte am Vernissage-Abend im Zeichen des Wassers die Musikerin Sandra Malich mit mal perlenden, mal brausenden Klavierklängen. Rosemarie Lux dankte den Mitwirkenden, Unterstützerinnen und Unterstützern – und wünschte allen Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung viel Freude mit den Bildern.

Mit „Wasserland“ holt das städtische Kulturamt eine Ausstellung nach, die bereits für 2020/ 2021 geplant war. Aufgrund der damals geltenden Pandemie-Verordnungen konnte sie jedoch – obwohl die Bilder schon an den Wänden des Kulturforums hingen – nicht eröffnet werden.


Die Ausstellung „Wasserland“ ist noch bis einschließlich Sonntag, 21. April, zu sehen. Das Kulturforum ist auf dem Hans-Heinrich-Ehrler-Platz zu finden. Geöffnet ist täglich (außer mittwochs) von 10.30 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.