Amnesty-Ausstellung zeigt 40 Jahre Engagement der Ortsgruppe

„40 Jahre für die Menschenrechte“ – unter dieser Überschrift hat die Ortsgruppe Bad Mergentheim von Amnesty International eine Ausstellung im Neuen Rathaus der Stadt eröffnet.

Ausstellungs-Initiatorin Christa Zechlin (re.) präsentiert im Beisein von OB Udo Glatthaar (3. v.l.) die Ausstellung.
Ausstellungs-Initiatorin Christa Zechlin (re.) präsentiert im Beisein von OB Udo Glatthaar (3. v.l.) die Ausstellung.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar bedankte sich bei einer kleinen Feierstunde für die Zusammenarbeit: „Wir freuen wir uns sehr auf diese Ausstellung bei uns im Haus, denn sie dokumentiert sehr anschaulich, wie die Ortsgruppe in 40 Jahren die Menschenrechte hochgehalten hat.“ Beim Rundgang durch die Gänge des ersten Stocks könnten Besucher nun „teilhaben an den Aktionen und Initiativen, die uns an das hohe Gut der Würde und der Rechte eines Menschen überall auf der Welt erinnern“.

Der Oberbürgermeister nutzte die Gelegenheit auch noch einmal dazu, der engagierten Ortsgruppe zu ihrem 40-jährigen Bestehen zu gratulieren und für ihre vielfältigen Aktionen und Initiativen zu danken. Ausstellungs-Initiatorin Christa Zechlin unterstrich, dass auf den fast 20 Tafeln mit Bildern, Dokumenten und Zeitungsberichten auch der Wandel von Amnesty International von der Hilfsorganisation für politische Gefangene hin zur globalen Menschenrechtsorganisation deutlich werde.

„Unsere Arbeit hat zwei Ziele: den von Repressionen betroffenen Menschen helfen und die Bedeutung unserer Themen hier vor Ort zu vermitteln“, sagte Christa Zechlin in ihrer Einführung. Um mit ihrer Botschaft über die Jahrzehnte immer wieder die Menschen in Bad Mergentheim und der Region zu erreichen, hat die Ortsgruppe einiges auf die Beine gestellt, woran die Ausstellung erinnert: Da ist beispielsweise eine Aktion gegen die Todesstrafe 2012, bei der das Deutschordensschloss farbig illuminiert wurde. Bereits vier Jahre zuvor, 2008 konnte mit dem „Pfad der Menschenrechte“ im Arkauwald ein bleibendes Projekt der Gruppe verwirklicht werden. Dazu gab es gemeinsame Veranstaltungen mit Künstlern, es wurden „Briefe gegen das Vergessen“ verschickt und Flohmärkte mit großer Anziehungskraft ins Leben gerufen.  Mit der Unterstützung durch den Betreiber ist Amnesty inzwischen sogar regelmäßig im Bad Mergentheimer Kino präsent und zeigt Spiel- und Dokumentarfilme.

Aus den Archiven der Ortsgruppe hat Christa Zechlin all das auf die Ausstellungstafeln gebracht – dazu gibt es jeweils eine kleine „Lesehilfe für Eilige“, die das Wichtigste zusammenfasst. Die Ausstellungs-Initiatorin freute sich sehr über das Rathaus als Schauplatz: „Das ist ein gutes Gebäude dafür, denn hier werden die Gesetze vor Ort umgesetzt – Gesetze, die bei uns glücklicherweise im Einklang mit dem Grundgesetz erlassen werden, das die Menschenrechte spiegelt.“

Oberbürgermeister Udo Glatthaar ergänzte, dass das Rathaus die zentrale Anlaufstelle für die Bürgerschaft sei – und damit ein gutes öffentliches Forum. „Ich lade unsere Bevölkerung herzlich zu einem kleinen Streifzug durch die Ausstellung ein, weil sie zeigt, dass es notwendig ist, den Blick zu weiten und die nach wie vor in vielen Teilen der Welt beunruhigende Menschenrechtslage nicht zu vergessen.“


Die Ausstellung „40 Jahre für die Menschenrechte“ ist noch bis 30. November im ersten Obergeschoss des Neuen Rathauses am Bahnhofplatz 1 während der Öffnungszeiten der Verwaltung zu sehen: Montag bis Freitag 8 bis 12.30 Uhr, Montag 14 bis 16 Uhr und Mittwoch 14 bis 18  Uhr.