30 Jahre „Welt-Diabetestag“ am 14. November: Millionen Deutsche unterschätzen ihr Diabetes-Risiko

Veröffentlicht am Dienstag, 9. November 2021
Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetestags will Bad Mergentheim ein sichtbares Zeichen setzen: Die Wandelhalle, das Kurhaus, die Brücke über die Tauber und einzelne Laternen im Kurpark leuchten am Sonntag, den 14. November, ab 17 Uhr in Blau.
Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetestags will Bad Mergentheim ein sichtbares Zeichen setzen: Die Wandelhalle, das Kurhaus, die Brücke über die Tauber und einzelne Laternen im Kurpark leuchten am Sonntag, den 14. November, ab 17 Uhr in Blau.

In Deutschland leben drei Millionen Menschen mit Diabetes, die nichts von ihrer Krankheit wissen. Unbehandelt zerstört die Zuckerflut Nerven und Gefäße und kann tödlich enden. Spezielle Behandlungs- und Schulungsprogramme, wie das im baden-württembergischen Diabetes Zentrum Mergentheim als einem der führenden deutschen Diabetes-Bildungszentren entwickelte Programm PRAEDIAS, können für Betroffene der Schlüssel zu einem besseren und längeren Leben sein. Darauf will der diesjährige Welt-Diabetestag aufmerksam machen.

Mehr als acht Millionen Deutsche sind nach den aktuellsten Zahlen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft bereits heute zuckerkrank. In 20 Jahren könnte die Zahl der Betroffenen bis auf 12 Millionen steigen. In der Altersgruppe der 55- bis 75-Jährigen ist inzwischen sogar jeder dritte Deutsche von Diabetes betroffen. Doch von diesen ahnt jeder Vierte nichts von seiner Krankheit. Denn zumindest am Anfang spüren Betroffene nichts. Oft wird Diabetes eher zufällig bei Routine-Blutuntersuchungen festgestellt. Spätere schwere Folgeschäden wie Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt, Amputationen oder Erblindung lassen sich aber besonders wirksam verhindern, wenn die Zuckerkrankheit schon vor ihrem eigentlichen Ausbruch, bei ersten Störungen des Zuckerstoffwechsels, erkannt wird. Darauf, mehr Menschen für ihr Diabetes-Risiko und ihre möglicherweise bereits vorhandene Erkrankung zu sensibilisieren, will der Welt-Diabetestag am 14. November aufmerksam machen: „Auch in den schweren und turbulenten Zeiten der Corona-Pandemie darf der Diabetes und seine Behandlung nicht vernachlässigt werden“, sagt Thomas Böer, der Geschäftsführer der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim, einem der größten Akutkrankenhäuser für Diabetes in Deutschland mit 155 Betten und jährlich rund 4.000 Patienten.

Der Welt-Diabetestag bietet seit seiner Einführung 1991 jedes Jahr Gelegenheit, die Krankheit stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Seit 2007 ist er ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Bad Mergentheim, gelegen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, gilt mit einer eigenen Diabetes-Klinik, einer Diabetes-Akademie und einem eigenen Diabetes-Forschungsinstitut heute als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit Diabetes mellitus. Das abgestimmte Behandlungs- und Schulungsprogramm hilft den Betroffenen, mit der Krankheit besser zu leben.

Risikofaktoren: falsche Ernährung, Übergewicht und zu wenig Bewegung
Bei Diabetes mellitus liegt der Spiegel des Zuckers im Blut dauerhaft zu hoch. Das Hormon Insulin, das die Glukoseverwertung im Körper entscheidend beeinflusst, wirkt nicht mehr richtig oder ist in zu geringer Menge vorhanden. Bei Diabetes werden zwei Hauptformen unterschieden: Diabetes Typ 1, eine Auto-Immunerkrankung, bei dem das Abwehrsystem allmählich die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Der Insulinmangel muss durch das Spritzen von Insulin ausgeglichen werden.

In mehr als 90 Prozent der Fälle handelt es sich jedoch um Typ 2-Diabetes, meist eine Folge von Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut. Zellen und Gewebe sprechen nicht mehr richtig auf das anfangs noch ausreichend vorhandene Insulin an. Die gute Nachricht: „Ein Diabetes vom Typ 2 lässt sich durch entsprechende Lebensstil-Faktoren wie gesunde Ernährung, Bewegung, Nichtrauchen und Stressprävention erfolgreich verhindern oder zumindest sehr gut behandeln, gerade deshalb ist frühzeitiges Handeln wichtig“, sagt auch Dr. Astrid Tombek. Sie ist leitende Diabetesberaterin an der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim.

Bad Mergentheim, gelegen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, gilt mit einer eigenen Diabetes-Klinik, einer Diabetes-Akademie und einem eigenen Diabetes-Forschungsinstitut heute als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit Diabetes mellitus.    Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim
Bad Mergentheim, gelegen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, gilt mit einer eigenen Diabetes-Klinik, einer Diabetes-Akademie und einem eigenen Diabetes-Forschungsinstitut heute als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit Diabetes mellitus. Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim  

Spezielle Diabetes-Programme machen das Leben mit Diabetes leichter
Mehrere Rehakliniken in Bad Mergentheim eröffnen heute mit ihren Behandlungs- und Schulungsprogrammen neue Möglichkeiten, Diabetes zu verhindern oder zu behandeln: „Bad Mergentheim will hier eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes einnehmen“, sagt Kurdirektor Sven Dell. Spezielle Programme zur Vorbeugung bieten beispielsweise die Rehaklinik Ob der Tauber und die Fachklinik Schwaben. Die Fachklinik Schwaben hat zudem ein digitales Nachbehandlungskonzept für Patienten mit Diabetes. Das Diabetes-Dorf Althausen betreibt ein Institut mit eintägigen Schulungen für das Computerprogramm AdviceDevice für Patienten, die im Alltag eine Insulinpumpe nutzen. Die Rehaklinik Ob der Tauber wurde von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft mit dem Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ ausgezeichnet.

„Ihre Behandlungs- und Schulungsprogramme stimmen unsere Reha-Kliniken auf die persönliche Situation des einzelnen gezielt ab, so dass Typ-1-und Typ-2-Diabetiker den Alltag wieder aktiv und gesundheitsorientiert gestalten können“, sagt Kurdirektor Dell. „Den Patientinnen und Patienten soll es Spaß machen, etwas für ihre Gesundheit zu tun.“ Bad Mergentheim biete die optimale Voraussetzung für einen aktiven Gesundheitsurlaub in einzigartiger Umgebung – unter anderem eine der schönsten deutschen Parkanlagen, in der Gäste zwischen Lavendelfeld, Rosengarten und Japangarten neue Kraft tanken können sowie die Lage an der Kreuzung des Fünf-Sterne-Qualitätsradweg „Liebliches Taubertal“ und der Romantischen Straße.

Weltdiabetestag in Bad Mergentheim mit blauer Illumination
Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetestages will Bad Mergentheim ein sichtbares Zeichen setzen, um mehr Bewusstsein für die Volkskrankheit „Zucker“ zu schaffen: Die Wandelhalle, das Kurhaus, die Brücke über die Tauber und einzelne Laternen im Kurpark leuchten am Sonntag, den 14. November, ab 17 Uhr in Blau, der weltweiten Symbolfarbe für Diabetes. Neben der kunstvollen Illumination wird es auch ganz praktische Angebote geben. So eröffnet beispielsweise die Diabetes-Klinik Bad Mergentheim wieder ihre E-Learning-Plattform (QR-Code im Anhang).

 von links:  Kurdirektor Sven Dell, Prof. Dr. med. Thomas Haak (Chefarzt der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim), Thomas Böer (Geschäftsführer der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim)Wandelhalle im Kurpark, Foto: Kurverwaltung

Unser Bild zeigt von links:
Kurdirektor Sven Dell, Prof. Dr. med. Thomas Haak (Chefarzt der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim), Thomas Böer (Geschäftsführer der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim).
„Das Fotomotiv wurde bewusst auf der Brücke ausgewählt, um den langen Weg zur Heilung der Diabeteserkrankung darzustellen“, so der anerkannte Diabetes-Mediziner Professor Dr. Thomas Haak, Chefarzt der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim.
Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim

 

Mehr Informationen über Bad Mergentheim: 

Frau Danica Schlosser
Tel. 07931/965-230
E-Mail: d.schlosser@kur-badmergentheim.de
Internet: www.bad-mergentheim.de