Hufeland Klinik

Löffelstelzer Straße 1-3
97980 Bad Mergentheim
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Beschreibung

Kostenträger: 

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Indikationen: 
- Krebsnachsorge
- Onkologische Erkrankungen


                         

                         
                         

                         
                         

                         
                         
                              

Anwendungen


                              

Die Theorie

1. Beseitigung störender Einflüsse

Es
ist logisch, dass man versuchen muss, den Körper so gut es geht von all
jenen Einflüssen zu entlasten, die sich schädlich auf den
Gesamtorganismus auswirken. Eines der Hauptprobleme des Krebspatienten
ist seine fehlende oder zumindest schwer gestörte körpereigene
Regulation, die man mit verschiedenen Methoden wie z. B. der
Thermoregulationsdiagnostik nachweisen kann. Alle langfristig negativ
wirkenden Reize, z. B. chronische Entzündungsherde oder chemische bzw.
physikalische Substanzen, können eine solche Regulationsstarre auslösen
oder unterhalten. Sie müssen deshalb im Rahmen einer biologischen
Krebstherapie unbedingt so weit wie möglich eliminiert werden.

1.1. Ernährungsumstellung auf eine optimale, vollwertige Kost
Eine
Krebsdiät im eigentlichen Wortsinn gibt es nicht. Jedoch wissen wir
heute, dass die Krebsentstehung durch falsche Ernährung begünstigt
werden kann, dass durch eine unzureichende Versorgung mit bestimmten
Nährstoffen der Stoffwechsel nicht optimal abläuft und so
Fehlentwicklungen Vorschub geleitet wird. Die Zusammenhänge zwischen
falscher Ernährung und dem Auftreten verschiedener Krebsarten sind seit
Jahrzehnten durch epidemiologische, wissenschaftliche Untersuchungen
bekannt.

Durch diese Studien weiß man auch, dass eine vollwertige
Kost die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentstehung deutlich vermindert
Bei dieser Kost sollten pflanzliche Lebensmittel mit hohem Rohkostanteil
bevorzugt werden, da diese fettarm und ballaststoffreich sind. Für den
Krebskranken wesentlich ist, dass er durch eine gesunde Kost den
Stoffwechsel optimiert und alles vom Körper fernhält, was dessen
Entgiftungsfunktionen belastet. Wer durch seine Krankheit belastet ist,
darf dem Körper keine zusätzlichen Belastungen aufbürden; er muss
vielmehr dem Körper helfen, sich selbst zu helfen.

Deshalb sollte
man stark gesalzene, gepökelte und geräucherte Nahrungsmittel auf jeden
Fall meiden. Als besonders ungünstig erachten wir ferner Zucker,
Weißmehlprodukte, Schweinefleisch und Wurst. Da ein hoher Fleischkonsum
u. a. parallel geht mit dem gehäuften Auftreten von Kolon-, Mamma- und
Prostatakarzinomen, sollte der Krebspatient so wenig Fleisch wie möglich
essen. Die Ernährung sollte vorwiegend aus Mais, Bohnen, Reis, Getreide
und ähnlicher pflanzlicher Nahrung bestehen. Diese Stoffe sind reich an
Eiweiß, aber auch an sog. Protease-Inhibitoren, die möglicherweise eine
wichtige Rolle im Rahmen des Krebsgeschehens spielen, und sie erhalten
die Antioxidantien wie Vitamin A und E sowie Selen, die eine Entstehung
toxischer Sauerstoffradikale begrenzen.

Einmal in der Woche kann
man durchaus auch ein Stück Fleisch oder Fisch als Beilage zu einer
vorwiegend vegetarischen Kost essen. Da nicht jeder Krebspatient
Rohkost, Getreide- oder Milchprodukte verträgt, muss man gelegentlich
Kompromisse machen; manchmal genügt es aber auch, wenn man dem Patienten
entblähende Substanzen wie z. B. 1 bis 2 Tropfen Kümmelöl anbietet.
Schwerkranke sollten häufig kleine Mahlzeiten essen; für sie sind z. B.
auch die Komplettmenues einer Babynahrung günstig.

Die Änderung
der Ernährungsgewohnheiten bringt mit sich, dass sich die
Stoffwechsellage des Krebspatienten in der Regel deutlich verbessert. Es
verbessert sich auch das Darmmilieu und damit ändert sich die
Darmflora, von der wir wissen, dass sie für immunbiologische Vorgänge,
die mit dem Darm zu tun haben, von Bedeutung ist.

1.2. Symbioselenkung
Unter
einer Symbioselenkung verstehen wir eine Verbesserung des Darmmilieus
und der dort lebenden Bakterien, die mit dem Menschen eine
Lebensgemeinschaft (Symbiose) eingegangen sind. Der Darm ist unser
größtes Immunorgan, das in seiner Bedeutung für Stoffwechsel und
Immunsystem immer wieder unterschätzt wird. Viele Krankheiten haben
ihren Ursprung im Darm und deshalb hatten schon die alten Ärzte Ägyptens
den Satz geprägt: "Der Tod kommt aus dem Darm." Eine solche
Symbioselenkung ohne Ernährungsumstellung ist wenig Erfolg versprechend,
weil ja die Bakterienzusammensetzung unseres Darmes von dem abhängig
ist, was wir täglich an Nahrung zu uns nehmen.

Deshalb ist die
Ernährungsumstellung immer die Voraussetzung für eine erfolgreiche
Symbioselenkung. Ziel der Symbioselenkung ist es, die Bakterienflora des
Darmes möglichst rasch zu normalisieren, wodurch es zu einer
Verbesserung des Darmmilieus, der Entgiftungsleistung des Darmes und der
Nahrungsverwertung durch den Darm kommt. Auch die vom Darm abhängige
Immunität wird damit eindeutig positiv beeinflusst, denn immerhin ist
der Darm das größte Immunorgan des Menschen.

1.3. Herdsanierung
Was
ist ein Herd" Es ist ein oft unscheinbarer Entzündungsprozess, der
Fernwirkungen auf andere Organe oder Organsysteme entfalten kann. Wenn
man einen solchen Herd nicht entfernt, so kann es passieren, dass
wichtige Abwehrzentren unseres Körpers dauerhaft lahm gelegt werden;
denn es gibt ein wichtiges Naturgesetz, das besagt, dass jeder
chronische Dauerreiz lähmend wirkt. Ein Patient mit einem solchen „Herd“
befindet sich oft in einer sog. Regulationsstarre, bekommt z. B. kaum
Fieber und wähnt sich deshalb als außerordentlich gesund. Solange diese
Regulationsstarre aber nicht behoben wird, ist der Erfolg jeder
biologischen Therapie in Frage gestellt. Gerade bei Krebskranken finden
wir sehr häufig eine Herdbelastung vor.

Die für den Krebskranken
wichtigsten und gefährlichsten Herde sind nach unserer Erfahrung ohne
Zweifel die Zahn- und Mandelherde. Zu Beginn der Therapie empfehlen wir
deshalb, eine Panoramaaufnahme des Gebisses anfertigen zu lassen, da man
hier die beste Übersicht bekommt. Selbst das zahnlose Gebiss lassen wir
röntgen, da wir schon so manche Überraschungen wie abgebrochene Wurzeln
oder versteckte Weisheitszähne erlebt haben. Jeder tote oder
wurzelgefüllte Zahn und jeder eingeschlossene Weisheitszahn, aber auch
Zähne mit großen Schleimhaut-Taschen sind als potentielle Herde
anzusehen und unbedingt zu extrahieren.

Amalgamfüllungen oder
unterschiedliche Metallkombinationen im Mund lassen wir ebenfalls
entfernen. Unterschiedliche Metallkombinationen im Mund führen zu
Mikroströmen, die zwar von der wissenschaftlichen Medizin als
unerheblich betrachtet werden, wenn man aber bedenkt, dass sich über dem
Rachendach wichtige vegetative Zentren des Gehirns befinden, die auch
mit Strömen arbeiten, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass die
Ströme, die von unterschiedlichen Metallkombinationen im Mund herrühren,
diese Hirnströme überlagern und stören.

Was die Mandeln
betrifft, so zeigt die eigene Erfahrung, dass beim Erwachsenen die
Mandeln in aller Regel degeneriert und chronisch entzündlich verändert
sind und dass bei vielen Krebspatienten die Entfernung der oft völlig
blande aussehenden Mandeln ganz erhebliche Vorteile bringt. Manche
Patienten geben sogar an, dass sie sich nach der Tonsillektomie wie neu
geboren gefühlt haben. Entsprechende wissenschafltiche Untersuchungen
von Matzker und Güttich unterstreichen die Bedeutung der Tonsillektomie
beim Krebspatienten.

1.4. Therapie von Rest-Toxikosen
Unter
Rest-Toxikosen verstehen wir die Tatsache, dass manche Infektion, mit
der wir im Laufe unseres Lebens konfrontiert werden, nicht restlos
ausheilt, z. B. weil fieberhafte Reaktionen ausbleiben oder medikamentös
unterdrückt werden. Wir gehen davon aus, dass ein Teil der
eingedrungenen Erreger im Körper zurückbleibt, im System der
Grundregulation gespeichert wird und Rest-Toxikosen (pathologische
Reize) verursacht, die ständig die Abwehr- und Entgiftungssysteme des
Körpers stören. Indem wir fieberhafte Reaktionen zulassen bzw. Fieber
erzeugen haben wir wieder die Möglichkeit auf solche Prozesse
einzuwirken.

1.5. Neuraltherapie nach Huneke zur Beseitigung von Störfeldern
Von
Huneke haben wir gelernt, dass jede Narbe ein Störfeld sein kann, das
ähnlich wie ein Herd Fernwirkungen entfaltet. Infolgedessen sollte man
jede Narbe mit einem Lokalanästhetikum unterspritzen, um potentielle
Störfelder auszuschalten. Auch an Narben nach einer Zahnextraktion oder
Tonsillektomie ist zu denken. Aber auch Myogelosen können ein Störfeld
sein und sollten dementsprechend behandelt werden.

1.6. Ausschaltung belastender Umwelteinflüsse
Ohne
Zweifel sind wir in unserer hoch industrialisierten Welt
außerordentlich vielen chemischen und physikalischen Umwelteinflüssen
ausgesetzt. Die Luft ist belastet, unsere Nahrung enthält chemische
Substanzen, Konservierungsmittel und Gifte, und wir können diesen
Einflüssen kaum entgehen. Dennoch sollte man versuchen, alle schädlichen
Einflüsse unserer Umwelt so gut es geht zu meiden. Dies bezieht sich
insbesondere auf Genussgifte, Medikamente, Röntgenuntersuchungen, die
nicht unbedingt notwendig sind, aber auch auf andere physikalische
Einflüsse wie z. B. allzu intensive Sonnenbestrahlung. Darüber hinaus
empfehlen wir Patienten z.B. durch den Einbau von Netzfreischaltungen im
Bereich des Schlafzimmers den allgegenwärtigen Elektrosmog zu
minimieren.

Das Problem der so genannten „Erdstrahlen", die wir
zu den physikalischen Einflüssen rechnen, soll ebenfalls kurz erwähnt
werden. Wir empfehlen, nachdem die Problematik der Erdstrahlen so
widersprüchlich diskutiert wird, und niemand genau sagen kann, ob es sie
wirklich gibt, oder nicht, im Zweifel unseren Patienten das Bett an
einen anderen Ort zu stellen, wenn sie schon jahrelang an einer
bestimmten Stelle geschlafen haben und dort krank geworden sind. Was die
Feststellung von Erdstrahlen mit der Wünschelrute betrifft, so muss man
wissen, dass das Wünschelrutengehen (auch als "Mutung" = Vermutung
bezeichnet) ein rein subjektives Verfahren ist, bei dem der Rutengänger
seine subjektive Empfindung über eine Wünschelrute sichtbar verstärkt.

Wenn
Sie daher schon einen Rutengänger kommen lassen wollen, so sollten Sie
ihn niemals in der Wohnung arbeiten lassen, denn dann wird er stark
beeinflusst und wird mit großer Wahrscheinlichkeit seine Störzonen in
Ihrem Schlafzimmer finden. Lassen Sie ihn vielmehr im Keller "muten" und
schauen Sie hinterher nach, welche Räume sich über eventuellen
Störzonen befinden. Neben dem Rutengehen gibt es auch vielfältige
pseudowissenschaftlich verbrämte Messapparaturen für Erdstrahlen;
hierbei handelt es sich in der Regel um pure Scharlatanerie und
Geldschneiderei, vor der ich eindringlich warnen möchte. Auch von
Entstörgeräten oder Entstördecken wollen wir in diesem Zusammenhang
nichts wissen, da der Patient durch solche völlig unwirksamen Mittel um
sein Geld gebracht wird, ohne dass sich seine möglicherweise
pathologische Schlafplatzsituation wirklich ändern würde.

1.7. Ausschaltung seelisch belastender Einflüsse
Vom
Patienten selbst oft unterschätzt oder noch öfter nicht als echtes und
sehr ernstzunehmendes Problem erkannt, sind die Einflüsse, die aus dem
seelischen Bereich kommen. Durch das noch neue Forschungsgebiet der
Psycho-Neuro-Immunologie kennen wir heute schon einige Zusammenhänge
zwischen seelischen Fehlentwicklungen und deren Einfluss auf unser
vegetatives Nervensystem und damit auf die Abwehr unseres Körpers.
Besonders langfristig wirkende seelische Einflüsse wie z. B. nicht
verarbeitete Probleme in der Kindheit, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz,
Eheprobleme und ähnliches können einen enormen Einfluss auf unser
Unter-Bewusstsein ausüben, ohne dass wir viel davon merken.

Hier
gilt im Zusammenhang mit einer potentiell lebensbedrohlichen Krankheit:
Wem das Leben (unbewusst) eine Last ist, hat keinen wirklichen Grund,
gesund zu werden. Solche möglichen seelischen Einflüsse sollten daher
unbedingt vom Patienten entdeckt bewusst gemacht werden, damit er eine
Chance bekommt, um sich von deren unheilvoller Auswirkungen zu befreien.
Patienten vergeben eine große Chance, wenn sie nicht bereit sind, auf
diesem Gebiet an sich zu arbeiten und stattdessen ausschließlich auf
irgendwelche biologischen oder sonstigen Medikamente vertrauen.

2. Beseitigung der Zweitschäden
2.1. Mesenchymtherapie
Wie
wir bereits gesehen haben spielen das Mesenchym- bzw. das Grundsystem
nach Pischinger eine besonders wichtige Rolle bei der Abwehr von
Krankheiten. Aus diesem Grunde führen wir eine Therapie durch, mit der
dieses System der Grundregulation angesprochen wird. Dies geschieht mit
bestimmten Medikamenten, von denen wir einen positiven Einfluss auf das
Mesenchym erwarten dürfen.

2.2. Fermentsubstitution
Immer
wieder stellen wir bei unseren Krebspatienten fest, dass sie über
Symptome einer Verdauungsinsuffizienz, wie z. B. Meteorismus, Druck und
Völlegefühl im Oberbauch klagen. Wir empfehlen deshalb in diesen Fällen
Verdauungsfermente zu verabreichen, von denen die pharmazeutische
Industrie eine Vielzahl anbietet. Zusätzlich sollte man noch pflanzliche
Präparate geben, die die körpereigene Fermentproduktion anregen, die
Darmfunktion normalisieren und auch den Appetit des Patienten anheben.

2.3. Substitution von wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen
Unsere
Nahrung enthält eine Fülle von Umweltgiften aber auch von Stoffen, die
erst in unserem Körper zu Gift umgewandelt werden, wie z. B. die
Nitrosamine. Wir geben deshalb unseren Patienten grundsätzlich
Schutzvitamine wie z. B. Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, ferner
B-Vitamine und die Spurenelemente Selen, Zink und Magnesium. Die so
genannten "freien Radikale", die bei vielen chemischen Umsetzungen im
Körper entstehen, die aber auch bei Strahleneinwirkungen die
Körperzellen schädigen, können mit Hilfe dieser Schutzstoffe abgefangen
werden.

Gerade solche Patienten, die eine Strahlen- oder
Chemotherapie benötigen, können erheblich profitieren, wenn sie während
der konventionellen Therapie gezielt und unter ärztlicher Anleitung zu
derartigen Schutzstoffen greifen. Leider sind noch sehr viele Ärzte in
Klinik und Praxis über die aktuellen Forschungsergebnisse auf dem Sektor
der Schutzstoffe gegen freie Radikale uninformiert und lehnen sie
deshalb aus Unwissenheit zum Nachteil ihrer Patienten ab. Ein Arzt, der
seinem Patienten sagt: "Davon halte ich nichts" gibt zu erkennen, dass
er davon nichts weiß.

2.4. Ausleitende Therapieverfahren zur Förderung der Entgiftung
Die
Förderung der Entgiftung ist ein ganz wesentlicher Punkt der
Basistherapie. Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die der
Arzt individuell bezogen auf den Krankheitsfall einsetzen muss. Als
einfachste Verfahren haben sich z. B. Saunabäder, Schlenzbäder, Gabe von
Lindenblütentee, oder pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten zur
Anregung der Entgiftung über Leber, Niere, Haut und Schleimhäute
erwiesen. Aber auch Hautreizverfahren verschiedenster Art (Schröpfen,
Cantharidenpflaster u. a.) können je nach Konstitution des Patienten zur
Anwendung kommen.

2.5. Autohormontherapie nach Schliephake
Unter
der Autohormontherapie nach Schliephake verstehen wir die
Kurzwellendurchflutung der vegetativen Zentren des Gehirns. Sinn dieser
Therapie ist es, diese vegetativen Zentren, deren Funktion oft gestört
zu sein scheint, anzuregen, damit sie wieder normal funktionieren.

3. Die Beseitigung des Tumormilieus und der Reaktionsstarre
3.1. Ozontherapie - HOT – SMT
Ozontherapie
und HOT (hämatogene Oxydationstherapie) sind zwei sich ergänzende und
alternierend anwendbare Verfahren, mit denen wir versuchen, das innere
Milieu zu verbessern. Ozon reagiert bekanntlich im Blut mit bestimmten
Fetten und es entstehen Ozonperoxide, die an Zellen in denen die
Funktion der Oxidationsfermente gestört ist, deren
oxidationskatalytische Aufgaben übernehmen. Die Sauerstoff-Versorgung
der einzelnen Zelle wird dadurch verbessert. Ähnlich wirkt die HOT.
Gerade ältere Patienten profitieren von der
Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Ardenne, die sie auch zu
Hause durchführen können. Die notwendigen Gerätschaften können über gute
Sanitätsgeschäfte bezogen werden; den medizinischen Sauerstoff bekommt
man meist über Getränkehandlungen. Der Patient sollte täglich nicht
unter 2 Stunden am Stück den Sauerstoff inhalieren und sich dabei
geistig und am Ende der Sitzung auch körperlich betätigen.

3.2. Aktive Fiebertherapie
Als
besonders wirkungsvoll hat sich bei uns die aktive Fiebertherapie
erwiesen, mit der wir Reaktionsblockaden durchbrechen, die
Giftelimination des Körpers beschleunigen und vor allem das Immunsystem
unspezifisch stimulieren. Im Gegensatz zur passiven Hyperthermie, bei
der der Körper oder der Tumor durch entsprechende Geräte von außen her
aufgewärmt wird, kommt es bei der aktiven Fiebertherapie nicht so sehr
darauf an, Tumorzellen durch Erhöhung der Temperatur abzutöten. Um dies
zu tun, müssten Temperaturen von ca. 43 Grad Celsius im Tumorgewebe
erzeugt werden, was mit einer aktiven Fiebertherapie nicht gelingt.

Der
Vorteil der aktiven Fiebertherapie liegt - im Gegensatz zur passiven
Überwärmung von außen - jedoch darin, dass eine ganze Reihe
immunologischer Phänomene ausgelöst wird, die sich sehr positiv auf den
Krankheitsverlauf auswirken können. Wir lösen das Fieber in unserer
Klinik durch intravenöse Gabe bakterieller Lipopolysaccharide aus, wobei
wir jedoch darauf hinweisen müssen, dass diese Therapieform in die Hand
des erfahrenen Arztes gehört, da mit erheblichen Komplikationen zu
rechnen ist, wenn entsprechende Kontraindikationen nicht beachtet
werden.

3.3. Gabe proteolytischer Enzyme
Wir wissen seit
etlichen Jahren, dass enge Zusammenhänge bestehen zwischen Entzündungen,
Fibrinolyse, Thrombolyse und Metastasenbildung. Mit Hilfe von Enzymen
versuchen wir u. a., schädliche Eiweiße aufzulösen, die die Tumorzelle
produziert; denn mit Hilfe derartiger Eiweiss-Stoffe schützt sich die
Krebszelle auch perfekt vor dem Zugriff durch das Immunsystems.

3.4. Homöopathische Zusatztherapie
In
der Homöopathie bewanderte Therapeuten werden selbstverständlich auch
eine homöopathische Zusatztherapie je nach Lage des Falles durchführen.
Es würde zu weit gehen, die Möglichkeiten der homöopathischen Therapie
hier ausführlich aufzuzeigen.

Zusammengefasst heißt das Ziel der
Basistherapie: Möglichst umfassende Erkennung und Beseitigung der
individuellen Schädigungsfaktoren des Patienten und Wiederherstellung
eines normalen Milieus und einer normalen Regulation. Dieses Vorgehen
muss die Grundlage jeder Art von Krebstherapie sein und lässt sich auch
problemlos mit der konventionellen Krebstherapie kombinieren, die, so
unsere Beobachtung, dadurch in ihren positiven Wirkungen verstärkt und
in ihren negativen Wirkungen abgeschwächt wird.

Kapazitäten

  • Anzahl Betten: 53
  • Anzahl Einzelzimmer: 53