Weihnachtsoratorium

Chor Cappella Nova
Chor Cappella Nova

J. S. Bach:  Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 – 3;  Kantate “Nun komm, der Heiden Heiland” BWV 62

Unter der Leitung von Matthias Querbach führen der Chor Cappella Nova, das Bachorchester Würzburg sowie die Solisten Rahel Flassig (Sopran), Anneka Ulmer (Alt),  Andreas Weller (Tenor) und Martin Schicketanz (Bass) die Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ sowie die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach auf.

„Oratorium, welches die heilige Weynacht über in den beiden Haupt-Kirchen zu Leipzig aufgeführet wurde. Anno 1734" - so lautete der Titel des gedruckten Textbuches, das zu den Festgottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest vom 6. Januar des folgenden Jahres an den Toren von St. Thomas und St. Nicolai verkauft wurde. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein Oratorium, sondern um Kantaten weltlichen Ursprungs, die durch die biblische Weihnachtsgeschichte zusammengefasst werden. Bach schöpfte aus der Fülle seiner vorhandenen Kompositionen und passte den Text der Melodie an, ergänzte und fügte hinzu. Er schuf so eine unvergleichliche Komposition voll musikalischer Pracht, festlichem Glanz und innerer Andacht, deren Reiz man sich nicht entziehen kann.

Die Kantate “Nun komm, der Heiden Heiland” schrieb Bach in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den 1. Advent, und führte sie am 3. Dezember 1724 erstmals auf. Die Choralkantate basiert auf Martin Luthers Lied Nun komm, der Heiden Heiland, dem Wochenlied für den 1. Advent. Mit der ersten Strophe dieses Liedes hatte Bach bereits zehn Jahre zuvor in Weimar die Kantate Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 61, begonnen. Der unbekannte Dichter behielt die erste und die letzte (achte) Strophe im Wortlaut bei, dichtete die Strophen 2 und 3 zu einer Arie um, Strophen 4 und 5 zu einem Rezitativ, die beiden weiteren Strophen zu einer Arie und einem Duett-Rezitativ. Bach führte die Kantate 1736 erneut auf, dabei fügte er für alle Sätze eine Stimme für Violone hinzu, nachdem die Thomasschule 1735 bei einer Auktion ein Instrument erworben hatte.