Literatur im Schloss: Robert Menasse

Robert Menasse (Foto: (c) Rafaela Proell/Suhrkamp Verlag)
Robert Menasse (Foto: (c) Rafaela Proell/Suhrkamp Verlag)

Robert Menasse
liest aus „Die Hauptstadt“

Allseits groß war die Begeisterung, als der Gewinner des Deutschen Buchpreises während der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben wurde: Robert Menasse erhielt den renommierten Preis für seinen Roman „Die Hauptstadt“, ein Buch, das viele Bücher in sich trägt –wunderbar geschrieben, vielschichtig, ein Zeit-, Gesellschafts-, Polit- und sogar ein Kriminalroman. Und vielleicht der allererste EU-Roman, der in der Zentrale der Macht, in Brüssel, spielt. Robert Menasse spannt einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. „Dass seine Literatur immer auch Ausdruck von kompromissloser Zeitgenossenschaft ist: dafür ist dieses Buch, das ohne Zweifel zu den relevantesten, weil politisch brisantesten Büchern der letzten Jahre zählt, ein weiterer, grandioser Beleg“, so die Literaturkritikerin Katja Gasser.

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den „Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb“. Menasse lehrte an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

Info:
Karten sind an der Museumskasse und bei der Buchhandlung Moritz und Lux erhältlich