Literarische Veranstaltungen
in Bad Mergentheim

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Zeitraum

Sommerfestival Literatur im Schloss: Judith Herrmann

08.07.2021 20:00 Uhr - 21:30 Uhr Kurpark, Klanggarten

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks Judith Hermann und ihr neuer Roman "Daheim"Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin Ein neues Buch von Judith Hermann ist immer ein Ereignis. In ihrem Roman „Daheim“ (Fischer Verlag) erzählt sie von einem Aufbruch: Eine alte Welt geht verloren und eine neue entsteht. Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schließt vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll. Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht. Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband „Nichts als Gespenster“. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien „Alice“, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, „Aller Liebe Anfang“. 2016 folgten die Erzählungen „Lettipark“, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin. Und war schon mehrfach zu Gast bei „Literatur im Schloss“. Info:Karten für 14,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.

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Sommerfestival Literatur im Schloss: Bettina Baltschev

09.07.2021 20:00 Uhr - 21:30 Uhr Kurpark, Klanggarten

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks: Bettina Baltschev wandelt "Am Rande der Glückseligkeit" über die Strände Europas Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin „So weit das Auge reicht.“ An einem Nordseestrand – auf Schiermonnikoog vielleicht – muss die Redewendung entstanden sein, so weiß, weit und leer liegt er da, ein magisches, manchmal unheimliches Niemandsland, wo Land und Meer ineinander übergehen. Hier beginnt Bettina Baltschev ihre Reise zu den Stränden Europas, an die Ränder unseres Kontinents. Von acht Stränden in acht Ländern aus unternimmt sie Exkursionen in die Gegenwart und die Geschichte eines Sehnsuchtsortes, der manchen letzte Zuflucht ist. Sie macht Ausflüge zu Literatinnen und Künstlern, die sich vom seltsamen Zauber des Strandes haben inspirieren lassen, beobachtet die immer neuen Landschaften und die Menschen darin und erzählt mal heiter, mal bewegend, immer leicht und elegant von wahren und fiktiven, glücklichen und tragischen Schicksalen am Strand. Am Rande unserer Welt. „Am Rande der Glückseligkeit“ (Berenberg Verlag). Das Coverfoto dieses Buches stammt übrigens von keinem geringeren als Uwe Weil – den die Gäste von „Literatur im Schloss“ als unseren „Hausfotografen“ kennen. Bettina Baltschev, geboren 1973 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften, Journalistik und Philosophie in Leipzig und Groningen. Sie ist Geschäftsführerin des Sächsischen Literaturrats, Autorin und Redakteurin beim MDR und pendelt zwischen Leipzig und ihrer zweiten Heimat Amsterdam. 2016 erschien ihr hochgelobter Essay „Hölle und Paradies. Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur“, den sie seinerzeit in der Buchhandlung Moritz und Lux vorgestellt hat. Info: Karten für 12,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.Falls es das Infektionsgeschehen zulässt, findet im Anschluss noch eine Klanggarten-Strandparty mit Meeres- und Strandmusik statt.

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Philosophischer Abend

13.07.2021 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Wandelhalle

Thema: "Sind wir wirklich frei?" Der dritte Philosophische Abend am Dienstag, 13.07.2021 um 19:30 Uhr in der Wandelhalle befasst sich mit der Freiheit des Menschen. An verschiedenen Stationen des Bad Mergentheimer Philosophenweges wird dieses Thema angesprochen. So wird auf Tafel 14 Immanuel Kant mit einem Satz zitiert, der die Willensfreiheit des Menschen betont. Doch in der philosophischen Diskussion werden auch andere Positionen vertreten. Gerade auch die moderne Hirnforschung stellt den freien Willen infrage und sieht den Menschen vielfach nur als Marionette seiner Gehirnprozesse. Der Abend setzt sich mit dem Problem der Willensfreiheit auseinander und beschäftigt sich dabei mit folgenden Fragen: Was meint man, wenn man von Freiheit redet? Welche Konzepte werden dazu vertreten? Ist der Mensch wirklich frei, als Individuum oder als gesellschaftliches Wesen? Oder ist das alles nicht bloße Illusion? Der Philosophische Abend findet in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Dekanat Mergentheim, dem Kulturverein und dem Institut für Bad Mergentheimer Kurmedizin, Gesundheitsbildung und medizinische Wellness statt. Der Abend wird geleitet von Referenten des Arbeitskreises Philosophenweg. Der Eintritt ist frei. - Änderungen vorbehalten!"- Ist Gott in allem? Nähere Informationen zu diesem Abend folgen in Kürze. Termin: Dienstag, 26.10.2021 um 19.30 Uhr  

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Sommerfestival Literatur im Schloss: Anne Weber

28.07.2021 20:00 Uhr - 21:30 Uhr Kurpark, Klanggarten

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks: Anne Weber und ihr mit dem Buchpreis ausgezeichnetes Heldinnenepos "Annette" Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin Im Frühjahr 2020 sollte Anne Weber bei „Literatur im Schloss“ aus ihrem neuen Buch lesen. Dann kam Corona. Und ein verrücktes Jahr. Auch für Anne Weber, die nicht nur „Annette, ein Heldinnenepos“ (Matthes & Seitz Berlin) veröffentlichte, sondern dazu noch zwei gewichtige Übersetzungen aus dem Französischen, war es ein turbulentes Jahr: Im August wurde sie Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim – eine renommierte Auszeichnung. Im Oktober wurde ihr in Frankfurt der Deutsche Buchpreis verliehen. Trotz Pandemie hat ihr Buch seinen Weg gemacht. Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht. Anne Weber wurde 1964 in Offenbach geboren und lebt seit 1983 in Paris. Sie hat sowohl aus dem Deutschen ins Französische übersetzt (u.a. Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino) als auch umgekehrt (Pierre Michon, Marguerite Duras). Ihre eigenen Bücher schreibt sie sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Ihre Werke wurden u. a. mit dem Heimito von Doderer-Literaturpreis, dem 3sat-Preis, dem Kranichsteiner Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis ausgezeichnet. Beim S. Fischer Verlag sind u.a. erschienen: „Luft und Liebe“, „Ahnen“ und „Kirio“. Bei Matthes & Seitz Berlin sind ihre Übersetzungen der Werke von Georges Perros erschienen. Info: Karten für 14,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.

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Sommerfestival Literatur im Schloss: Anja Hirsch

29.07.2021 20:00 Uhr - 21:30 Uhr Kurpark, Klanggarten

Sommerfestival Literatur im Schloss im Klanggarten des Kurparks: Anja Hirsch und ihr Debütroman "Was von Dora blieb" Moderation: Beatrice Faßbender, Übersetzerin, Redakteurin, Hörfunkautorin, Lektorin Isa steckt in einer Ehekrise. Tief verletzt flüchtet sie an den Bodensee. Im Gepäck alte Briefe und Tagebücher ihrer rätselhaften Großmutter Dora. Um den Schmerz zu verdrängen, befasst sie sich mit deren Geschichte: Dora studierte in den 1920er Jahren zusammen mit dem Bergarbeitersohn Frantek und der extravaganten Maritz am Bauhaus des Ruhrgebiets, der heutigen Folkwangschule. Aus einer intensiven Freundschaft entsteht ein Liebesdreieck. Später heiratet Dora einen Verwaltungsdirektor der I.G. Farben. Gesprochen wurde darüber in Isas Familie kaum. Welche Rolle spielte Isas Großvater im Zweiten Weltkrieg? Und warum besuchte ihr Vater eine der berüchtigten Napola-Schulen? Je tiefer Isa in ihre Familiengeschichte vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora — und auf sich selbst. „Was von Dora blieb“ (C. Bertelsmann) ist ein ergreifender Roman über die Schwierigkeit der Kriegsenkelgeneration, sich im eigenen Leben zu verankern, und eine faszinierende Spurensuche, in der sich die Leserinnen und Leser immer wieder selbst begegnen. Anja Hirsch, geboren 1969 in Frankfurt am Main, studierte in Freiburg im Breisgau, Kanada und Bielefeld und wurde in Germanistik promoviert. Sie arbeitet als freie Journalistin für überregionale Medien (u.a. Deutschlandfunk, FAZ, WDR), war Mitglied in Fachjurys (Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, Hotlistpreis der Unabhängigen Verlage) und lebt in Unna. »Was von Dora blieb« ist ihr Debüt. Anja Hirsch war schon mehrfach als Zuhörerin bei „Literatur im Schloss“ zu Gast – nun wechselt sie die Seiten und wird zum ersten Mal auf der Bühne Platz nehmen. Info:Karten für 12,- Euro gibt es ab Mitte Mai in der Buchhandlung Moritz und Lux und bei www.reservix.de.

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