Ausstellungen
in Bad Mergentheim

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Zeitraum

Fleisch! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit

19.05.2017 bis 17.09.2017 10:30 Uhr - 17:00 Uhr Deutschordensmuseum

Die Jagd war über Jahrhunderttausende unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Lebens. In der von den bekannten Experimentalarchäologen Harm Paulsen und Dr. Ulrich Stodiek konzipierten Ausstellung verdeutlichen Rekonstruktionen und Modelle den technischen Erfindungsreichtum der Steinzeitmenschen. Alle ausgestellten Waffen und Geräte sind funktionsfähige und originalgetreue Nachbildungen europäischer Funde von der frühen Altsteinzeit vor etwa 300.000 Jahren bis in die späte Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren. Höhepunkt der Ausstellung sind authentische Nachbildungen von archäologischen Sensationsfunden wie die ältesten Jagdwaffen, die Schöninger Speere oder die Lehringer Lanze, mit der Neanderthaler einen Waldelefanten getötet hatten. Die Nachbauten tragen durch ihre Anschaulichkeit zum Verständnis der Jungsteinzeit bei, denn im archäologischen Befund ist meist nur wenig an Waffen und Fallen erhalten. Eine umfangreiche Zusammenstellung der wichtigsten steinzeitlichen Rohstoffe und starke Bilder komplettieren die Schau. Audiotexte, Filme und interaktive Elemente lassen die Objekte und Inszenierungen zu uns sprechen. Seit 2015 gibt es im Deutschordensmuseum die neue Abteilung „Jungsteinzeit im Taubertal“ mit dem berühmten Hockergrab von Althausen, einer anrührenden Mehrfachbestattung einer „Patchworkfamilie“. Das Taubertal weist die höchste Funddichte aus der Zeit der Schnurkeramik im gesamten süddeutschen Raum auf, gleichzeitig gibt es für den Übergang zur Bronzezeit im Taubertal bisher nur einen einzigen Metallfund; beides wird in der neuen Abteilung angemessen präsentiert. Die Sonderausstellung wiederum stellt einen wesentlichen Aspekt des damaligen Lebens – die Jagd – heraus und ergänzt die Dauerausstellung in den zwei mittelalterlichen Gewölbekellern, so dass eine Ausstellungsfläche von rund 700 m² zum Thema entsteht. Eine Ausstellung des Neanderthal-Museums in Kooperation mit Ulrich Stodiek und Harm Paulsen. Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr Montags geschlossen

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Zum Lutherjahr 2017: "Reformations-Störer"

02.06.2017 bis 30.11.2017 10:30 Uhr - 17:00 Uhr Deutschordensmuseum und Schlosskirche

Zum Lutherjahr 2017: „Luther an die Herren Deutschs Ordens. Die Auswirkungen der Reformation auf den Deutschen Orden“ „Reformations-Störer" im Museum und in der Schlosskirche Der Deutsche Orden ist nicht nur durch die Sendschrift Luthers „An die Herrn Deutschs Ordens das sie falsche keuscheyt meyden und zur rechten ehelichen keuscheyt greyffen Ermanung“, die im Original im Deutschordensmuseum präsentiert wird, von der Reformation betroffen, sondern viel grundlegender: der Deutschordensstaat Preußen ist der erste Staat überhaupt, der wegen der Reformation säkularisiert wurde, und ohne diese Entwicklung wäre Mergentheim nie Hauptsitz des Hochmeisters geworden. Auch die Verwerfungen des Bauernkrieges, wodurch der Sitz des Deutschmeisters von der Burg Horneck am Neckar nach Mergentheim kam, spielen mit hinein. Schließlich etablierte sich im Deutschen Orden eine in der neuzeitlichen Reichsgeschichte einzigartige Trikonfessionalität: Katholiken, Lutheraner und Reformierte gehörten bis zum Ende des Reiches gleich-berechtigt dem Orden an. Alle diese interessanten Entwicklungen kann man im Deutschordensmuseum und in der Schlosskirche finden: im Reformationsjahr wird mit “Reformations-Störern” auf diese Episoden hingewiesen. Sie befassen sich mit Auswirkungen der Reformation wie dem Bauernkrieg und der Reformation in Preußen und Livland, mit dem Dreißigjährigen Krieg sowie der Napoleonischen Zeit. Auch Persönlichkeiten wie die Heilige Elisabeth von Thüringen, die evangelische Dichterin Elisabeth Cruciger im 16. Jahrhundert und Eduard Mörike finden Berücksichtigung. Die Geschichte der Schlosskirche, seit 1817 von der Evangelischen Gemeinde genutzt und die von Luther entwickelte Deutsche Messe bilden einen weiteren Themenkomplex. Die Ausstellung ist eine Kooperation von Deutschordensmuseum und Evangelischer Kirchengemeinde Bad Mergentheim. Evangelische Kirchengemeinde Bad Mergentheim Bitte beachten Sie unsere Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr Ab Anfang November: Dienstag – Samstag 14 – 17 Uhr Sonntag/Feiertage 10.30 – 17 Uhr Montags geschlossen

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Ausstellung "Von oben"

23.07.2017 bis 24.09.2017 11:00 Uhr Kulturforum Bad Mergentheim

Diese Ausstellung überrascht mit außergewöhnlichen Perspektiven auf Bad Mergentheim, das Taubertal und andere Orte der Welt: „Von oben“ heißt die Auswahl der Drohnen-Bilder des Fotografen Jens Hackmann, die ab 23. Juli im Kulturforum zu sehen ist. Besucher der Ausstellung „überfliegen“ beispielsweise das Open-Air-Konzert des Rappers Cro im mit 9.000 Zuschauern ausverkauften Schlosshof. Oder sie blicken auf die farbenprächtigen Markelsheimer Weinberge im Herbst, sehen die geschwungenen Serpentinen bei Weikersheim eine wie gemalt wirkende Landschaft zerschneiden. Das Deutschordensschloss wird als prächtiges Bauwerk ganz neu in Szene gesetzt und ganze Ortschaften zeigen bisher weitgehend unbekannte Seiten von sich.   Nebelschwaden und Wolken, Straßen und Gebäude, Wiesen und Wälder – alles verändert sich durch die Vogelperspektive. Als gebürtiger Bad Mergentheimer kennt Jens Hackmann seine heimatliche Region ziemlich gut. „Die Ausstellung ‚Von oben‘ soll dem Besucher neue Eindrücke vermitteln“, sagt er. Alle Motive der Ausstellung wurden mit Hilfe eines so genannten Multikopters (auch als „Drohne“ bekannt) in teils sehr aufwändigen Foto-Flügen erstellt. Hackmann stellte im Kulturforum zuletzt faszinierende Bilder aus dem afrikanischen Namibia aus. Für ein wenig Fernweh ist auch diesmal wieder gesorgt. Einige Aufnahmen zeigen beispielsweise atemberaubende Schnee- und Vulkanlandschaften aus Island. Weitere Luftaufnahmen sind rund um die französische Partnerstadt Bad Mergentheims, Digne-les-Bains, entstanden. Hier geht es zum Bericht von der Vernissage. Öffnungszeiten/ Führungen: Mi. - Mo.: 10:30 - 17:00 Uhr Dienstags geschlossen Freitags um 14 Uhr ist der Fotograf selbst anwesend und bietet kleine Führungen an

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Eröffnung der Ausstellung: Carl Julius Weber

29.09.2017 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Deutschordensmuseum

Wir laden Sie und Ihre Begleitung herzlich ein. Grußwort Manuela Zahn Bürgermeisterstellvertreterin Begrüßung Maike Trentin-Meyer M. A. Museumsdirektorin Vortrag “Ende der Herrlichkeit. Der Deutsche Orden und Carl Julius Weber” Stefan Kraut Stadt Künzelsau Musikalische Gestaltung Dr. Wolfgang Sàlat, Klavier Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy Um Anmeldung bis 25. September unter gudrun.mueller@deutschordensmuseum.de wird gebeten.

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Carl Julius Weber zum 250. Geburtstag

30.09.2017 bis 26.11.2017 10:30 Uhr - 17:00 Uhr Deutschordensmuseum

„eine umgefallene Bibliothek“ Carl Julius Weber zum 250. Geburtstag Als der Schriftsteller und Satiriker Carl Julius Weber, 1767 in Langenburg geboren und 1832 in Kupferzell begraben, im Jahr 1792 im Alter von 25 Jahren nach Mergentheim kam, hatte er bereits ein Studium des Rechts absolviert, war zwei Jahre Hauslehrer gewesen und hatte Reisen sowie Wanderungen durch die Schweiz, Südfrankreich und Oberitalien unternommen. Es begann für ihn eine „glückliche“ Zeit als Privatsekretär des Statthalters des Deutschen Ordens, Reichsgraf Christian zu Erbach-Schönfeld, einem laut Weber „herrlichem Charakter“. Hierfür konvertierte der Protestant zum katholischen Glauben. In dieser Zeit erwarb sich Weber fundiertes Wissen über den Deutschen Orden, das in seine Publikation „Das Ritter-Wesen und die Templer, Johanniter und Marianer oder Deutsch-Ordens-Ritter insbesondere“ einfloß. 1799 verließ Weber die Stadt, nachdem sein Freund und Gönner verstorben war. Von 1811 bis 1830 lebte er in Künzelsau – ein willkommener Anlass für die Stadt, ihn zu seinem 250. Geburtstag mit einer Ausstellung zu würdigen, die anschließend im Deutschordensmuseum gezeigt wird. Gezeigt wird sein Lebenslauf, seine Werke werden vorgestellt. Erstaunlich ist die langanhaltende Wirkung seiner literarischen Arbeit, ebenso die Vielfalt dessen, was der „lachende Philosoph“ erlebt hat und reflektierte. Dargelegt wird auch der Aufbruch der Wissenschaften, die schon zu Webers Lebzeiten der Menschheit viele Fortschritte brachte. 1820-24 war Weber württembergischer Landtagsabgeordneter. Berühmt wurde er nach seinem Tod für sein zwölfbändiges Werk „Demokritos, oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen“, das viele Auflagen erlebte. Hierin entwickelte er anhand eines Panoptikums der Menschenwelt eine Theorie des Lächerlichen. In seinen Werken beurteilt er viele Erscheinungen seines Zeitalters kritisch und mit viel Humor, was es heute noch zum Vergnügen macht, seine Werke zu studieren. Die Orte, an denen Carl Julius Weber lebte und wirkte, haben ein gemeinsames Programm erstellt. Ende April findet ein Symposion im Kloster Schönthal statt. Die Ausstellung wird in Künzelsau und im Deutschordensmuseum gezeigt. Bitte beachten Sie unsere Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr Ab Anfang November: Dienstag – Samstag 14 – 17 Uhr Sonntag/Feiertage 10.30 – 17 Uhr Montags geschlossen

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