Grundschul-Neubau im Auenland

So wird die neue Grundschule einmal aussehen. (Grafik: STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten)
So wird die neue Grundschule einmal aussehen. (Grafik: STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten)

Die Stadt Bad Mergentheim baut eine neue, zusätzliche Grundschule mit 3,5 Zügen, Mensa und Ganztagesbereich für bis zu 400 Schülerinnen und Schüler. Die Bauarbeiten sind planmäßig angelaufen und sollen zum Schuljahresbeginn 2024/ 2025 abgeschlossen sein. Hier informieren wir Sie in Zusammenarbeit mit der Bauleitung in regelmäßigen Abständen über den Baufortschritt und zeigen Ihnen Bilder von der Baustelle.

23. November: Die ersten Wände stehen


18. November: Jetzt geht es in die Höhe

Und der große Quader von der Grundsteinlegung ist bereits komplett "versenkt".


8. November 2022: Bodenplatte

Bei gutem Wetter konnte mit dem Betonieren der Bodenplatte begonnen werden.

Wegen technischen und bauphysikalischen Erfordernissen ist es notwendig, Betoniervorgänge in einem Zuge durchzuführen. Deshalb kommt es im November ausnahmsweise auch zu Nachtarbeiten. Wir bitten dafür um Verständnis.


12. Oktober 2022: Grundsteinlegung

In Bad Mergentheim ist am Mittwoch, 12. Oktober, der Grundstein für die neue Grundschule im Auenland gelegt worden. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Institutionen und der Projektbeteiligten auf der Baustelle.

Mit dem Neubau reagiere die Stadt auf die stark steigenden Kinderzahlen, erklärte Oberbürgermeister Udo Glatthaar und verwies auf die Prognosen, wonach es in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mehr als 1.200 Grundschülerinnen und Grundschüler in Bad Mergentheim geben wird. Da sei die neue Grundschule ein besonderer Leuchtturm als derzeit größtes Hochbauprojekt mit einem Investitionsvolumen von beachtlichen 18 Millionen Euro. Für diese „Zukunftsinvestition" bedankte er sich herzlich beim Gemeinderat, der das Projekt geschlossen mittrage.

Weiter führte der Oberbürgermeister aus: „Bei unserem europaweiten Architekturwettbewerb Anfang letzten Jahres ist ein wirklich gelungener Entwurf aus vielen kreativen Ideen als Sieger hervorgegangen. Als dreigeschossige Grundschule mit kompaktem Flächenverbrauch erweitert dieser Bau den Bildungscampus Weberdorf/ Auenland. Das Hauptgebäude wird eine Hybridkonstruktion in Holz und Stahlbeton, die Mensa eine reine Holzkonstruktion. Zu erwähnen ist auch, dass Holz aus unserem eigenen Wald zum Einsatz kommt. Wir bauen also regional und nachhaltig. Dazu gehört, dass es eine Dachbegrünung und Photovoltaik geben wird und das Gebäude insgesamt den Energiestandard Effizienzhaus 40 und damit den derzeit höchsten definierten Effizienzgebäudestandard für Nichtwohngebäude erreicht."

 


Februar 2021: Preisgericht

Zwei Tage lang haben sich die Mitglieder des Preisgerichts nach einem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb intensiv mit den eingereichten Ideen auseinandergesetzt.

Mit 122 eingereichten Vorschlägen für das Bauwerk war der Wettbewerb auf eine große Resonanz gestoßen. Das Preisgericht beurteilte alle Ideen unter strikter Wahrung von Anonymität. Keinem der Teilnehmenden und auch nicht der Stadtverwaltung war bekannt, welches Architekturbüro sich hinter welcher „Tarnzahl“ verbirgt. Dies gehört zu den klaren Regeln eines solchen Wettbewerbs.

Das federführend mit der Wettbewerbs-Organisation beauftragte Fachbüro „schreiberplan“ aus Stuttgart erläuterte in einem ersten „Informationsrundgang“ zunächst alle aufgebauten Modelle wertfrei. Im nachfolgenden „Wertungsrundgang“ mussten sich die Vorschläge einer ersten Prüfung nach festgelegten Kriterien unterziehen, etwa  „Städtebauliche Setzung“, „Komplexität“ oder „Wirtschaftlichkeit“.

Nach dem ersten Auswahltag, der erst um 22.30 Uhr endete, standen so 24 Entwürfe fest, die in die engere Wahl gezogen wurden. Die Mitglieder des Preisgerichts betrachteten und diskutierten diese am Folgetag noch einmal intensiv. Nach weiteren Wertungs- und Diskussionsrunden wurden schließlich der 1. bis 3. Preis sowie drei Anerkennungspreise vergeben. Alle erhalten für ihre Beiträge ein gestaffeltes Preisgeld. Erst als das Ergebnis feststand, wurden die Umschläge mit den Namen der dahinter stehenden Wettbewerbsteilnehmer geöffnet.

Das Preisgericht empfahl der Stadt einstimmig, den Gewinner-Entwurf des „Studiobornheim“ aus Frankfurt am Main der weiteren Bearbeitung zugrunde zu legen.  Der in Holzbauweise geplante, dreigeschossige Schulneubau sei ein „schlüssiges Gesamtkonzept“ mit dem „vielseitige Lernkonzepte innen und außen verwirklicht werden“ könnten, heißt es zur Begründung.