Klimaschutztipps - machen Sie mit!

Gemeinsam für ein klimafreundliches Bad Mergentheim! (Foto: philippreinhard.com)
Gemeinsam für ein klimafreundliches Bad Mergentheim! (Foto: philippreinhard.com)

Wer aktiv Klimaschutz betreibt, der geht automatisch neue Wege und wird kreativ, spart Ressourcen ein und damit auch Geld, der macht neue Bekanntschaften und erweitert seinen Horizont. Schlussendlich sorgt Klimaschutz aber auch dafür, dass die folgenden Generationen auf unserem Planeten leben können. Unter dieser Rubrik möchten wir Ihnen Handlungsoptionen mit auf den Weg geben, wie Sie als Bürger und Bürgerin im Alltag zum Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit beitragen können. Machen auch Sie mit!

 

   

(Bilder: pixabay.com)


Klimafreundlich wohnen

Die umweltfreundlichste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird! Deshalb gilt der sogenannte Energie-3-Sprung, bei dem der dritte Sprung nicht vor dem ersten gemacht wird, da die Verschwendung fossiler Energieträger nicht durch die Verschwendung erneuerbarer Energien ersetzt werden darf. Für die Praxis heisst dies konkret: Energiebedarf senken, Energieeffizienz steigern und schließlich Erneuerbare Energien ausbauen. Eine Senkung des Energiebedarfs lässt sich aber natürlich nicht immer realisieren. Achten Sie deshalb darauf, dass Heizkörper nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Im Idealfall verzichten Sie komplett auf Klimageräte. Lassen Sie im Winter Ihre Fenster nicht zu lange geöffnet oder gekippt, lüften Sie lieber mehrmals täglich (Stoßlüften).

Achten Sie beim Kauf auf den Energieverbrauch der Elektrogeräte. Neue Geräte sind fast immer energiesparsamer. Aber Achtung: durch den Erwerb neuer Geräte werden knappe Ressourcen benötigt, welche abgebaut, häufig um die ganze Welt geschifft und anschließend wieder aufwendig entsorgt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder auch einer Dienstleistung zu berücksichtigen. Der Kauf einer neuen Waschmaschine führt nicht selten dazu, dass häufiger gewaschen wird. Dies wird in der Ökologie als Rebound-Effekt bezeichnet und sollte unbedingt vermieden werden. Lassen Sie Ihre Geräte nicht im Standby-Modus, schalten Sie vor dem schlafen gehen immer alles ganz aus (Steckdosenleiste).

(Bild: pixabay.com)

Auch beim Bau eines neuen Gebäudes oder bei einer Modernisierung können Maßnahmen berücksichtigt werden. Mit einer modernen Gebäudedämmung lassen sich etwa enorme Heizkosten sparen. Energieeffiziente Baumaßnahmen können Sie sich häufig, etwa über die KfW, fördern lassen. Auch der Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos fördert die KfW. Sonnenenergie (Photovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoren) ist nachhaltig und lässt sich meist gut in bestehende Gebäude integrieren. Informieren Sie sich darüber bei unserer Energieagentur Main-Tauber oder unseren Stadtwerken, die Ihnen beratend zur Seite stehen. Bauen Sie Wohneinheiten so, dass die Flächen optimal genutzt werden können und erst nicht ungenutzt bleiben. Verwenden Sie umweltfreundliche Baumaterialien. Über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) können nach positivem Bescheid private Wohnbauvorhaben in den Ortkernen der Stadtteile finanziell gefördert werden. Bauvorhaben die flächenschonend (Umnutzung und Modernisierung) ausgerichtet sind, werden besonders gern gesehen. Wer eine besonders CO2-freundliche Bauweise, mit überwiegend CO2-bindenden Baustoffen in der Tragwerkskonstruktion (Holz) verwendet, erhält bei positivem Bescheid sogar eine erhöhte Förderung.


Klimafreundlich essen

Lassen Sie sich von einer ausgewogenen, überwiegend pflanzlichen Küche inspirieren und entdecken Sie saisonale und regionale Produkte. Regionale Nahrungsmittel garantieren kurze Transportwege. Bevorzugen Sie bei Ihrem Einkauf regionale Lebensmittel mit einen ökologischen Mehrwert (Butter, Käse und Fleisch verursachen mit am meisten Emissionen). Achten Sie außerdem auf eine optimale Lagerung.  Entdecken Sie Ihre Kreativität und beziehen Sie auch Essensreste in Ihre Menüplanung mit ein, damit keine Reste weggeschmissen werden.

Bevorzugen Sie leichte Verpackungen, wiederverwendbare Gebinde und Einkaufstaschen. Manche Verpackungen erhöhen aber die Haltbarkeit von Lebensmitteln (beispielsweise bei der Gurke). Achten Sie deshalb darauf, dass ein Verzicht auf Verpackung nicht auf Kosten der Haltbarkeit geht. Trinken Sie öfters Leitungswasser, es ist von hoher Qualität und klimaschonender als gekauftes. Beim Kochen sollten Töpfe genau auf die Herdplatte passen und einen Deckel haben.

 

(Bilder: Björn Hänssler / pixabay.com)


Klimafreundlich unterwegs

Wer die Emissionen durch Mobilität im Alltag reduzieren möchte, sollte vor allem Fahrten mit dem Auto vermeiden. Doch welches Verkehrsmittel verursacht im Vergleich mehr CO2 und wie viel CO2 kann ich mit welchem Verkehrsmittel auf dem Arbeitsweg sparen? Antworten zu diesen Fragen finden Sie auf der Homepage von „Mein Klimaschutz“

Kennen Sie schon unser Stadtbus-Angebot?


 

Hier können Sie bei Interesse Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck testen.