Grünkern - Das Powerkorn aus dem Taubertal
Wohl aus der Not heraus haben die Menschen vor 300 Jahren im Lieblichen Taubertal den Grünkern entdeckt. In Hungerszeiten haben sie den Dinkel vorzeitig geerntet und im Backofen gedarrt. Heutzutage wird der Grünkern im Juli eingebracht, als teigreife Ernte des früher wichtigsten Brotgetreides Dinkel. Einst kamen die grünen Ähren bei 120°C bis 180°C in die herkömmliche Holzfeuerdarre: Die Ähren wurden auf ein großes, durchlöchertes Eisenblech geschüttet, unter dem ein Holzfeuer brannte. So entstand der vorzügliche, rauchig-nussige Geschmack des Grünkerns. Noch heute werden in Ahorn und Boxberg zur Ernte historische Grünkerndarren befeuert.
Heutzutage stehen natürlich moderne Trocknungsanlagen zur Verfügung, für den nach wie vor würzigen Geschmack sorgt der Rauch eines Buchenfeuers.
Grünkern - das edle Korn
Zahlreiche Gasthäuser und Restaurants sevieren ihnen diese und weitere Gerichte mit dem „Powerkorn aus dem Lieblichen Taubertal“ in köstlichen Variationen. Das rohe oder geschrotete Korn ist auf den verschiedensten Bauernmärkten der Region erhältlich.
Der Probier-Tipp zum Selberkochen
Grünkern-Festtagssuppe (für 4 Personen)
Zutaten:
- 30 bis 50g Grünkernschrot
- Wurzelwerk, kleingeschnitten
- 1 ¼ Liter Brühe
- 1 Eigelb
- etwas Rahm (Sahne)
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Petersilie, fein gehackt
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Nach Belieben: Suppenklößchen, Eierstich, geröstete Weckwürfel (Brötchenwürfel), Champignons.
Zubereitung: Grünkern mit Wurzelwerk in die kochende Brühe geben und ca. 15 Minuten leise kochen lassen, abschmecken, mit Eigelb und Rahm legieren, mit Petersilie bestreuen. Nach Belieben mit Suppenklößchen, Eierstich, gerösteten Weckwürfeln oder Champignons verfeinern.
Tipp: Anstelle von Grünkernschrot können 100 g ganze Körner verwendet werden. Garzeit für die Körner 35 Minuten, Gemüse später dazugeben.
Wir wünschen viel Freude beim Kennenlernen und beim Verkosten dieser Taubertal-Spezialität. Weitere leckere Grünkernrezepte finden Sie hier