Ein Bekenntnis zu Europa – Erweiterung des Logistikzentrums der Würth Industrie Service

Am 21. Juli 2016 begannen die Erdarbeiten zum Ausbau des modernsten Logistikzentrums für Industriebelieferung in Europa der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG. Der Startschuss wurde mit dem offiziellen Spatenstich und den 30 geladenen Gästen gegeben, unter ihnen Oberbürgermeister Udo Glatthaar, die Bundestagsabgeordnete Margaret Horb, die beteiligten Planer und Ingenieure sowie die Geschäftsleitung der Würth Industrie Service.

Ein Bekenntnis zu Europa – Offizieller Spatenstich zur Erweiterung des Logistikzentrums bei der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG. (Foto: Würth Industrie Service)
Ein Bekenntnis zu Europa – Offizieller Spatenstich zur Erweiterung des Logistikzentrums bei der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG. (Foto: Würth Industrie Service)

„Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird der Grundstein für weiteres Wachstum der Würth Industrie Service gelegt. Als führender C-Teile-Partner der Industrie haben wir den Anspruch sicherzustellen, dass aus den 1.000.000 Artikeln immer das passende C-Teil zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der Produktion und Instandhaltung beim Kunden verfügbar ist.“, so Rainer Bürkert, Geschäftsbereichsleiter der Würth-Gruppe. „Und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.“

Ein Bekenntnis zu Europa

Ein essentielles Element der Unternehmensstrategie der Würth Industrie Service ist die Ausrichtung der direkten Versorgung aller Kunden in Europa durch eine Zentrallogistik – ein klares Zeichen für Europa. Die Kunden können durch diese Strategie eine größtmögliche Lieferantenkonsolidierung erreichen und Warenströme, durch die Bündelung der C-Teile aus einer Quelle, reduzieren sowie frachtintensive Kleinsendungen vermeiden.

Die Erweiterung des Logistikzentrums ist nicht nur ein Signal für den Standort in Bad Mergentheim, sondern auch ein eindeutiges Bekenntnis der Würth Industrie Service zu Europa. Insgesamt erhalten Kunden in über 20.000 Standorten in mehr als 25 Ländern ihre Produktions- und Betriebsmittel mit maximaler Versorgungssicherheit unmittelbar an den Verbrauchsort. Das Logistikzentrum haben im letzten Jahr so mehr als 79.000 Tonnen Ware und über 4,2 Millionen Positionen verlassen. Kunden in einer Distanz von bis zu 2.200 Kilometer erhalten direkt aus Bad Mergentheim ihre C-Teile-Bedarfe. Hierdurch ist es möglich ein europaweites Qualitätsniveau der Serviceleistungen, nachhaltige Investitionen in Prozesstechnik sowie langfristig ausgerichtete Logistikkonzepte und die Qualifizierung von Fachkräften zu realisieren. Neben der Logistik werden weitere Funktionen wie Einkauf zentral abgebildet und auch eine flächendeckende, einheitliche IT-Landschaft sowie einheitliche C-Teile-Systeme für die Kunden geschaffen.

Kundennutzen

C-Teile-Management ist dann erfolgreich, wenn Beschaffungsprozesse und Intralogistik auf Kundenseite nicht nur sicher abgebildet und optimiert werden, sondern auch vernetzt ineinander übergehen. Dahingehend ist das Ziel einer Zentrallogistik, Prozesse zu vereinfachen und Synergien zu nutzen, um einen schnellen, reibungslosen Informationsfluss sowie einen einheitlich hohen Qualitätsstandard für Produkte und vernetzte Systemlösungen auf europäischer Ebene zu bieten. Dadurch werden Kapazitäten für Kernvorgänge frei und Prozesskosten sowie die Komplexität in der Fabrik des Kunden reduziert, wodurch eine höhere Produktivität entsteht.

Mit vernetzten, aufeinander abgestimmten Logistikprozessen sowie intelligenten Systemlösungen im C-Teile-Management werden so die Weichen für die vierte industrielle Revolution gestellt – eine der drängendsten Fragen in der produzierenden Industrie. So stellt die Ausrichtung auf Europa aus Sicht der Würth Industrie Service einen Schlüsselfaktor dar, um die Komplexität von Prozessen zu reduzieren, die demographische Lücke in der Mitarbeitergewinnung nachhaltig zu schließen sowie die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam zu bewältigen.

Die Erweiterung im Überblick

Rund 13,5 Millionen Euro beträgt die Gesamtinvestitionssumme für die Erweiterung des Logistik-Standortes der Würth Industrie Service in Bad Mergentheim. Das neue Hochregallager wird an einen bestehenden Gebäudekomplex unmittelbar angeschlossen und ist mit einer Höhe von 45 Metern, einer Breite von 25 Metern und einer Länge von 120 Metern ein imposantes Bauwerk. Es dient als Palettenlager für Produktionsmaterial (C-Teile), das im Rahmen eines Kanban-Systems in der produzierenden Industrie zum Einsatz kommt. In modularer Ausbaustufe umfasst das Projekt fünf Gassen mit Regalbediengeräten zur vollautomatischen Ein- und Auslagerung der Artikel und beinhaltet eine Erhöhung der Kapazität um über 40.000 Palettenstellplätze auf insgesamt über eine halbe Million Lagerplätze. Bei der Konzeption und Planung wurde bereits von Beginn an großes Augenmerk auf Effizienz und Flexibilität, auf eine maximale Versorgungssicherheit sowie auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten gelegt: eigene, redundante Fördertechnik, Transpondertechnik, Kameraprüfsysteme und modernste Technologien. Diese sorgen auch dafür, dass die Mitarbeiter das schwere Material nicht manuell bewegen, sondern sich vorwiegend um die Steuerung und Überwachung des Systems kümmern – ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Gesundheitsmanagement der Würth Industrie Service.

Udo Glatthaar, Oberbürgermeister der Stadt Bad Mergentheim, sprach der Firma besonderen Dank für das erneute Bekenntnis zum Standort Bad Mergentheim aus und freut sich auf weiteres Wachstum – auch auf baulicher Seite. Besonders hervorgehoben hat er auch die starke europäische und internationale Ausrichtung der Würth Industrie Service und die Möglichkeiten, die sich für die Region dadurch ergeben.

Margaret Horb, Bundestagsabgeordnete der CDU, lobte das modernste Logistikzentrum für Industriebelieferung in Europa für die eingesetzten, innovativen Technologien und betonte daneben insbesondere auch die Chancen des Industriepark Würth in Bezug auf die Entwicklung der Arbeitsplätze und der Aus- und Weiterbildung in Bad Mergentheim und Umgebung.

Erich Karlis erläuterte die technischen Gegebenheiten, wobei insbesondere die Zusammenarbeit der regionalen Baufirmen, der Fachplaner, der Stadt und der Würth Industrie Service als sehr effektiv dargestellt wurde.

„Mit dem Spatenstich investieren wir in den Kundennutzen sowie die weitere Kundenentwicklung in Europa und somit in die Zukunft der Würth Industrie Service. Die Weichen für die Erschließung neuer Potenziale und Märkte in Europa sind gestellt.“, so Bürkert abschließend.

Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudekomplexes ist für April 2017 geplant.