Bad Mergentheim

Verbrennen von Grünabfällen nur im Ausnahmefall erlaubt

Das Frühjahr bzw. der Herbst ist die Zeit, in der Bäume und Sträucher geschnitten
und vertrocknete Pflanzenreste, Blätter usw. im Garten aufgeräumt werden.
Es kommt immer wieder vor, dass diese Abfälle verbrannt werden. Da auch bei
günstiger Witterung die Umwelt durch die Luftverschmutzung belastet wird, sollte generell auf das Verbrennen verzichtet werden.

Landwirtschaftliche Abfälle und Gartenabfälle sollten am besten verwertet werden. Man kann die Grünabfälle verrotten lassen, indem man sie liegen lässt, untergräbt, unterpflügt oder auf dem eigenen Grundstück kompostiert. Darüber hinaus können die Gartenabfälle dem Kompostplatz übergeben werden.

Die Kompostierung stellt eine ökologisch vernünftige und auch ökonomisch sinnvolle Lösung dar. Sie lehnt sich an den natürlichen Stoffkreislauf an, schont Ressourcen und kann zur Verbesserung der Fruchtbarkeit von Böden und gärtnerischen Substraten beitragen. Die Verwertung von Grünabfällen hat daher klaren Vorrang vor der Verbrennung. Lediglich mit Feuerbrand befallenes Pflanzenmaterial darf nicht in die Kompostierung gegeben werden, da der Erreger nur durch Verbrennen sicher abgetötet wird.

Die Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von AbfalIbeseitigungsanlagen regelt das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen.

Im Innenbereich (d.h. innerhalb bebauter Ortslagen) ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen (z. B. Gartenabfälle wie Baum- und Heckenschnitt etc.) grundsätzlich verboten. Das heißt: innerhalb bebauter Ortslagen dürfen Abfälle grundsätzlich nicht verbrannt werden.

Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist im Außenbereich (also außerhalb bebauter Ortslagen) nur unter folgenden Voraussetzungen ausnahmsweise erlaubt:

Folgende Mindestabstände müssen eingehalten werden:

  • 100m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen
  • 50 m von Gebäuden und Baumbeständen
  • Es dürfen nur die Abfälle verbrannt werden, die auf dem Grundstück angefallen sind.
  • Es dürfen nur die Abfälle verbrannt werden, die aufgrund ihrer Beschaffenheit   oder aus landbautechnischen Gründen nicht in den Boden eingearbeitet (z. B.   durch Verrotten, Untergraben, Unterpflügen, Kompostieren) werden können.
  • Es dürfen ausschließlich pflanzliche Abfälle von landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken verbrannt werden.
  • Die Abfälle müssen trocken sein, sodass sie unter einer möglichst geringen Rauchbelästigung verbrennen.
  • Die Abfälle werden zu Haufen oder Schwaden zusammengetragen - flächenartiges Verbrennen ist verboten.
  • Es darf keine Geruchsbelästigung entstehen.
  • Durch die Rauchentwicklung dürfen keine Verkehrsbehinderung, keine erhebliche Belästigung und kein gefahrbringender Funkenflug entstehen.
  • Das Feuer ist unter ständiger Kontrolle zu halten.
  • Bei starkem Wind sowie zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfen die Abfälle keinesfalls verbrannt werden.
  • Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.
  • Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.
  • In besonderen Einzelfällen kann eine Ausnahme zugelassen werden.

Wer ordnungswidrig handelt, riskiert ein empfindliches Bußgeld und muss ggf. auch für die Kosten eines von ihm verursachten Feuerwehreinsatzes aufkommen. Wer gar Hausmüll im Garten oder im heimischen Ofen verbrennt, ruft den Staatsanwalt auf den Plan und. muss mit einer Verurteilung im Strafverfahren rechnen.

Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist  der Stadt Bad Mergentheim, SG 32-1 Öffentliche Ordnung   rechtzeitig vorher (mindestens 2 Tage im Voraus) schriftlich oder am besten persönlich bei Herrn Kleinhans, Zimmer 12, Neues Rathaus, Telefon 07931/57-3306 anzuzeigen.

Weiterführende Informationen:
Dokument in diesem Fenster öffnen. Download der Genehmigung