Deutschordensmuseum Bad Mergentheim e.V.

Bereits 1930 haben weitsichtige Persönlichkeiten aus 48 Orten des Oberamtes Mergentheim beschlossen, in Verantwortung für die Vergangenheit die zusammen-getragenen Werte und Gegenständliches mit besonderem kulturellen oder geschichtlichem Wert unter musealer Betreuung der Nachwelt zu erhalten und gründeten deshalb am 04. Juni 1930 den Bezirksheimat- Museumsverein.
In der ersten Satzung wurden weitsichtige Akzente gesetzt und als Aufgaben u. a. formuliert: „geschichtliche und naturkundliche Gegenstände aller Art zu sammeln und die Heimatforschung in allen Ihren Zweigen zu unterstützen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen in einem Museum zweckentsprechend verwahrt und - durch Vorträge, Sonderschauen und Führungen – der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden“. Landrat, Bürgermeister und Lehrer stellten sich an die Spitze des neu gegründeten Vereins
Anfang der 70ger Jahre vollzog sich der Wandel vom Heimatmuseum hin zum modernen Museum mit einem seiner überregionalen Schwerpunkte entsprechend der jahrhundertlangen Stadtgeschichte des „Deutschen Orden“ und firmierte seitdem als „Deutschordensmuseum“.

Eine umfassende Renovierung des Hochschlosses durch das Land Baden-Württemberg ermöglichte es, das Museum erheblich zu erweitern, neu zu gestalten und ein bedeutendes, weit über die Grenzen der Region bekanntes Deutschordens-Museum der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das seither ehrenamtlich geführte Museum wurde in die Trägerschaft einer von Land, Landkreis, Stadt und Verein neu gegründeten Deutschordensmuseum GmbH überführt.
Als Mitgesellschafter ist der Verein auch weiterhin engagierter Initiator, Mitveranstalter, vielseitiger Förderer und Unterstützer.
Im Jahr 2005 konnte der Verein auf sein 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde zusammen mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens, Dr. Bruno Platter, mit vielen Ehrengästen und Besuchern bei einem feierlichen Vespergottesdienst in Münster St. Johannes und bei einem Festakt in der Wandelhalle angemessen begangen.
Mit seinen über 460 Mitgliedern darf sich der Verein zu einem der Kulturträger der Stadt und in der Region zählen, nicht zuletzt auch wegen des herausragenden Angebots seiner seit über 33 Jahren bestehenden Reihe der Museumskonzerte im Schloss.
Er weiß sich der bereits 1930 formulierten Ziele auch künftig verpflichtet, sie verantwortungsvoll zu ergänzen und die musealen wie geschichtlichen Werte an die künftigen Generationen weiterzugeben.