Evangelische Geistliche im Oberamt Mergentheim 1932 - 1946

Der evangelische Pfarrer Dr. Max Fischer (1925-35 in Mergentheim), (Foto: Sammlung Hartwig Behr)
Der evangelische Pfarrer Dr. Max Fischer (1925-35 in Mergentheim), (Foto: Sammlung Hartwig Behr)

Vortrag:
Evangelische Geistliche im Oberamt Mergentheim 1932 - 1946
Hartwig Behr M. A., Historiker

Die evangelischen Pfarrer in Deutschland standen angesichts der Wahlerfolge der Hitler-Partei seit 1930 vor der Frage, wie sie sich dieser Bewegung gegenüber verhalten sollten. So war es auch im Oberamt Mergentheim, das auf kirchlicher Ebene dem Dekanat Weikersheim entsprach. Manche Pfarrer schlossen sich als „Deutsche Christen“ den Nationalsozialisten an, andere einer Gegenbewegung, die sich zur „Bekennenden Kirche“ entwickelte; viele entschieden sich nicht.

In Württemberg wandelte die Kirchenleitung sich in diesem „Kirchenkampf“. Nach der Zustimmung zur „Machtergreifung“ im Jahre 1933 entwickelte sich Widerstand, den die Nationalsozialisten aber mit vielen Mitteln zu brechen suchten. Der Einfluss der Kirche, insbesondere auf die Jugend, wurde eingeschränkt. Anstelle von Konfessionsschulen trat die Deutsche Volksschule und statt Religionsunterricht gab es Weltanschauungsunterricht. Im Krieg entzog man den Pfarrern traditionelle Aufgaben, den Gläubigen wurden Möglichkeiten genommen, Gemeindearbeit zu organisieren.

Der Referent wird die Haltung verschiedener evangelischer Pfarrer im Dekanat und die Einflussnahme der NSDAP auf das kirchliche Leben im Oberamt an Beispielen aus mehreren Orten erläutern.

Um Anmeldung an gudrun.mueller@deutschordensmuseum.de wird gebeten.